1617

Im „Bistum Eichstätt“ beginnen die Hexen-Verfolgungen

Eichstätt * Im „Bistum Eichstätt“ beginnen die Hexen-Verfolgungen.

Dort ist es Johann Christoph von Westerstetten, der sich bereits im „Bistum Ellwangen“ als fanatischer „Hexenbischof“ hervortat und an seiner neuen Wirkungsstätte die „Hexen-Verfolgungen“ forciert.

In seiner Amtszeit zwischen 1617 und 1630 lassen sich mindestens 155 Hinrichtungen [133 Frauen und 22 Männer] nachweisen. 

Mit seinem Tod enden auch die Verfolgungen.
Auch in Eichstätt gehen die Verfolgungen durch alle sozialen Schichten, Opfer werden Bürgermeister, Ratsherren und deren Frauen ebenso wie der „Klosterrichter“ und andere. 


1617

Suchbegriffe

Hexenverfolgung, Hexen, Eichstätt, Ellwangen, Hexenbischof, Klosterrichter, Bürgermeister, Ratsherren,

Personen


Weitere Ereignisse im Jahr 1617

Seit dem Jahr 1617

München * Im Zuge des Ausbaus der „Münchner Wallbefestigung“ will Herzog Maximilian I. auf dem Gelände vom „Isartor“ hin zum Fluss eine „Stadterweiterung“ vorantreiben und diese in die Stadtmauer einbinden.  

Als offizielle Begründung gibt er die Platznot sowie die Übervölkerung in der ummauerten Stadt und den Mangel an Mietwohnungen, beziehungsweise der zu hohen Mieten für die vorhandenen an.  
Dadurch sei für den wachsenden „Hofstaat“ und das „Hofgesinde“ keine ausreichende Unterkunft gesichert.  

Der „Münchner Rat“ wehrt sich heftigst gegen jede „Stadterweiterung“, da die Bürger, so seine Argumentation, für den Bau von Häusern zu arm seien und die wenigen Reichen kein Interesse hätten, ihr Vermögen in „Zinshäuser“ zu stecken, deren Erträgnisse nicht einmal die Zinsen für die Baukosten decken.  
Außerdem würden durch Neubauten vor den Toren der Stadt der Wert der Häuser in der Stadt gemindert und daneben die Mieten gesenkt werden.  

Der „Rat der Stadt München“ setzt sich durch und die „Stadterweiterung“ unterbleibt! 

Anno 1617

Rom * Papst Paul V. lässt die Bronzefigur einer „Maria Immaculata“ in Rom bei „Santa Maria Maggiore“ auf eine antike Säule stellen. 

27. Mai 1617

München * Herzog Maximilan I. gründet zusammen mit Würzburg, Bamberg, Eichstätt und Ellwangen eine neue katholische Liga.

29. Juni 1617

Prag * Aufgrund seines angegriffenen Gesundheitszustandes wählen die „böhmischen Landstände“ Erzherzog Ferdinand - noch zu Lebzeiten von Kaiser und König Matthias - zum designierten König von Böhmen, nachdem auch er die im „Majestätsbrief“ garantierten Freiheiten und Privilegien beeidet.

Erzherzog Ferdinand II. wird von dem „böhmischen Ständen“ - trotz seines bekanntermaßen kämpferischen Katholizismus - zum König gewählt und im Prager „Veitsdom“ feierlich gekrönt.

Doch die an den herzoglichen, königlichen und kaiserlichen Höfen sitzenden und Einfluss habenden „Jesuiten“ wollen - ebenso wie der spanische Hof - die Bestimmungen des „Majestätsbriefes“ rückgängig machen.
Sie ersinnen eine Gegenstrategie, in deren Folge zwei protestantische Kirchen abgerissen werden.


Verwendet in Führung:

11. Münchner Zeitensprünge
21. Berg am Laim - Ost
23. Maximilianstraße
29. Graggenau




Sucbegriffe: Hexenverfolgung, Hexen, Eichstätt, Ellwangen, Hexenbischof, Klosterrichter, Bürgermeister, Ratsherren
Personen: Westerstede Johann Christoph von Bischof von Eichstätt