17. Oktober 1894

Ludwig Thoma ist Rechtsanwalt am „Amtsgericht Dachau“

Dachau * Ludwig Thoma ist Rechtsanwalt am „Amtsgericht Dachau“


1894

Suchbegriffe

Dachau, Amtsgericht Dachau,

Personen

Thoma Ludwig Schriftsteller

Weitere Ereignisse im Jahr 1894

1894

Paris * In Paris wird Thomas Alpha Edisons „Kinetoscope“ vorgestellt.

Das Bild hat eine sehr geringe Größe und muss in einem Kasten betrachtet werden.

1894

Haidhausen * Theodor Fischer, der „Vorstand des Münchner Stadterweiterungsbüros“,
verzichtet im „Franzosenviertel“ auf die spiegelbildlichen Gegenstücke zum Pariser- und Weißenburger Platz. 

Er krümmt die Breisacher Straße - die damals noch Pariser Straße heißt -, die Elsässer Straße und - geringfügig - auch die Metzstraße in ihren Verläufen. 

Damit umgeht er das „Kloster der Frauen zum guten Hirten”

Ab dem Jahr 1894

Deutschland * Es kommt zur massenhaften Einstellung von Frauen bei der Post.

Um eine klare Abgrenzung der Aufgabenbereiche zu schaffen, wird der „Telegraphendienst“ in seiner Gesamtheit von den männlichen Beschäftigten übernommen.
Damit kann der „Fernsprechdienst“ ausschließlich mit weiblichem Personal aufgebaut werden.

Die Frauen werden also für ein Arbeitsgebiet eingestellt, das dem direkten Vergleich mit der Arbeit der Männer entzogen ist.  Damit schließen die Männer eine Konkurrenz ihrer Berufszweige gegenüber den Frauen aus.

Sofort kommt es zur Aufspaltung des behördlichen Arbeitsmarktes in einen weiblichen - bis zum Jahr 1922 sogar laufbahnlosen [!] - Beschäftigungszweig und in männliche Berufsfelder mit vielfältigen Aufstiegsmöglichkeiten. 

1894

Haidhausen * Der „Königlich-bayerische Major a.D.“, Karl Graf von Rambaldi, beschreibt in seinem Buch „Die Münchner Straßennamen und ihre Erklärung” - in einer patriotisch-kriegsverherrlichenden Art und Weise - den Hintergrund der Straßenbenennung in diesem Stadtteil.  

So erhält beispielsweise die Weißenburger Straße ihren Namen „Zur Erinnerung an das Treffen bei Weißenburg im Elsaß am 4. August 1870, mit welchem die 4. Bayerische Division ‚Bothmer‘ die Operationen der III. deutschen Armee im Kriege gegen Frankreich so glücklich eröffnete. [...]  
Der Gesamtverlust auf deutscher Seite betrug 91 Offiziere und 1.400 Mann”
.  

Die Wörthstraße erinnert an die Schlacht vom 6. August 1870.
Bei Rambaldi liest sich das so:
„Heiß war der Kampf, die die Weinberge dicht besetzt haltenden Turkos und Zuaven wehrten sich grimmig: Aber unaufhaltsam war das Vordringen der Deutschen [darunter bayerische Armeekorps].
Der Sieg war mit einem eigenen Verlust von 489 Offizieren und 10.153 Mann erkauft”

1894

Haidhausen * Die „Firma Andreas Schärfl“ zieht in die Gebäude der ehemaligen „Brückenwaagenfabrik Greiner“ in der Kellerstraße 27 und Steinstraße 50.

1894

München * Die „bayerische Staatsregierung“ lehnt die „Einführung der Leichenverbrennung“ in München ab.

Noch immer müssen Münchner, die eine „Feuerbestattung“ vorziehen, die hohen Kosten für den „Sargtransport“ zu einem auswärtigen „Krematorium“ akzeptieren.  

In Frage kommen dafür Gotha, später Heidelberg und Jena. 

1894

Haidhausen * Eduard Theodor Grützner schreibt: „Daß ich immer und immer wieder Pfaffen male, daran trage ich die Schuld nur zum kleineren Theile.

Bei jeder Ausstellung fast heißt es: 'Aber Pfaffen müssen's sein oder doch wenigstens einige davon darunter sein!' Male ich etwas anderes, sagen die Leute: 'Es ist kein echter Grützner'. Was ist da zu thun?!“

Tatsächlich kommen in mehr als Dreiviertel seiner Werke Klosterbrüder vor.

Daneben gibt es aber auch Jägerszenen, solche mit dem schier unverwüstlichen Sir John Falstaff sowie Bilder aus dem Theaterleben.

1894

München * Der Münchner „Radrennfahrer“ Josef Fischer besiegt seine Gegner bei der „Fernfahrt Mailand - München“ souverän und machte sich damit einen internationalen Namen, sodass er sich an den ersten Rennen der „Tour de France“ beteiligen kann.

1894

Isarvorstadt - Museumsinsel * Das „Städtische Wehramt“, das zuvor im Rathaus untergebracht war, zieht auf die „Kohleninsel“.

Die Musterung der Wehrpflichtigen findet anfangs noch in der „Schrannenhalle“ statt, weshalb die notwendigen Akten jedes Mal vom „Wehramt“ zum Musterungslokal und danach wieder zurückgebracht werden müssen.

Das war nicht ganz ungefährlich, wie nachstehender Bericht beweist: „[...] bei einem solchen Transport [hat] ein Windstoß eine nicht unbeträchtliche Anzahl von Stammrollen entführt und den grünen Fluten der Isar zugetragen, die sie nicht mehr herausgab“.

1894

Haidhausen * Das „Feuer- und Spritzenhaus“ wird gemeinsam mit dem „Brause- und Wannenbad“ an der Schloss-/ Ecke Kirchenstraße eröffnet.

1894

Berlin * Das „Warenzeichengesetz“ tritt in Kraft.

1894

Englischer Garten - Hirschau * Der Pächter des Ausflugslokals in der „Hirschau“ bittet den Magistrat um Genehmigung von zwei Kegelbahnen, „um auch Normalpublikum in mein Etablissement zu bekommen“.

Sie werden genehmigt.

1894

Obergiesing * Für die neue „Heilig-Kreuz-Kirche“ wird an der Gietlstraße ein neuer Pfarrhof erbaut, da das alte Pfarrhofgebäude wegen der Regulierung des „Giesinger Berges“ abgebrochen werden musste.

Der nach den Plänen des damaligen Bauamtmanns und späteren Professors an der „TH München“, Carl Hocheder, errichtete Pfarrhof „enthält im Erdgeschoß die Geschäftsräume, im ersten Stock die Wohnung des Stadtpfarrers, in einem vollständig ausgebauten Dachgeschoss die Wohnräume der Hilfsgeistlichen.

Im Nebengebäude sind Waschküche und Holzlege untergebracht“.

1894

Kreuzviertel * Der Bildhauer Matthias Gasteiger schenkt seiner Heimatstadt die „Brunnengruppe Satyrherme & Knabe“, die im Volksmund als „Brunnenbuberl“ bezeichnet wird.

Es ist sein  berühmtestes Werk, für das er 1892 im „Glaspalast“ eine Goldmedaille erhalten hatte und für das er weitere Auszeichnungen in Berlin und Wien bekam, wo er sogar das „besondere Wohlgefallen“ des „Österreichischen Erzherzogs“ fand. 

Das Kunstwerk zeigt einen Knaben und eine Satyrherme. Während das „Buberl“ spielerisch das Rohr an der Herme zuhält, spritzt aus dem Mund des „Satyrn“ ein Wasserstrahl auf den Kopf des Jungen.

Und obwohl die Münchner Kunstkritiker Matthias Gasteigs Werk als „prächtige Bereicherung“ Münchens bezeichnen, haben die Münchner Stadtväter große Probleme mit dem nackten Buberl.

1894

München-Bogenhausen * Die Villa an der Maria-Theresia-Straße 17 wird als „Stadtpalais“ für Prinz Friedrich von Hohenzollern gebaut.

1894

Ludwigsvorstadt * Der geschäftstüchtige Münchner „Kommerzienrat“ Friedrich Haenle, der mit der Herstellung von Silberbeschlägen reich geworden ist, besitzt an der Schwanthalerstraße ein 5.400 Quadratmeter großes Grundstück.
Dieses will er gewinnbringend veredeln und sein Geld mit einem weiteren Projekt vermehren.

Zusammen mit dem aus Frankreich stammenden Architekten Alexander Bluhm, der auch als „Konzessionär“ verantwortlich zeichnet, baut er ein Theater für „Aufführungen von Schauspiel, Lustspiel, Schwank und Ballett“

Und wer mit einem „Unterhaltungspalast“ sein Geld verdienen möchte, darf „nicht knausern“.
Die Beiden lassen es also krachen und setzen auf „mondänen Luxus“, sodass die „Münchner Fremdenzeitung“ über die ehrgeizige Ausstattung euphorisch jubiliert:
„Überall ist nur das Beste gewählt, die ersten Firmen der Welt wurden mit Lieferungen betraut, ohne Rücksicht auf Entfernung oder Unkosten, die bis jetzt schon sechs Millionen verschlungen haben. Welches Finanzkonsortium hat diese sechs Millionen gezahlt?  Was kümmert‘s uns und Euch!“.

Das Bauprogramm hat sich aber keineswegs nur auf das „Deutsche Theater“ beschränkt.
Die sogenannte „Schwanthaler Passage“ ist eine interessante Kombination. 
Neben dem „Bühnenhaus“ besteht die „Schwanthaler Passage“ aus dreißig Wohnungen mit insgesamt 114 Zimmern.
Zusätzlich bieten zwanzig Läden vielfältige Möglichkeiten für einen Einkaufsbummel.

1894

Untergiesing * Die „Giesinger Mühle“ gehört der „Münchner Bäcker-Innung“, deshalb der Name „Bäcker-Kunstmühle“.

Sie kauft die Mühle „mit allem lebenden und toten Inventar“ für 482.000 Mark. Nach umfangreichen Umbauarbeiten kann die Mühle noch im gleichen Jahr als „Bäcker-Kunstmühle der Bäcker-Innung München“ eröffnet werden.

Die Wasserkraft des „Auer Mühlbachs“ erzeugt hier 200 PS. Die Turbine wird circa 50.000 Stunden im Jahr betrieben. Der Elektromotor leistet 50 PS und läuft an etwa 1.500 Stunden im Jahr.

In dem vollautomatischen Mahlbetrieb gibt es zwei getrennte Mahlsysteme, in denen 2.995 Tonnen Roggen und 6.412 Tonnen Weizen, also eine Gesamtleistung von 9.407 Tonnen im Jahr, gemahlen werden können.

Januar 1894

Haidhausen * Johann Karl Bernhard Müller vermacht der Stadt seinen gesamten Münchner Immobilienbesitz, um dafür ein Bad „für das unbemittelte Volk“ zu errichten.

20. Januar 1894

München * Das „Reichspatent 78553“ tritt in Kraft. In der „Patentschrift“ wird erstmals das Wort „Motorrad“ gebraucht. 

Der „Patent-Mitinhaber“ Hans Geisenhof wird finanziell abgefunden. 

Nachdem die Versuche, das „Patent“ zu verkaufen erfolglos bleiben, entschließen sich Heinrich Hildebrand und Alois Wolfmüller zur Eigenproduktion der „Motorräder“.

Februar 1894

Hackenviertel * Das „Restaurant Panoptikum“ in der Neuhauser Straße 1 wird eröffnet.

20. Februar 1894

Haidhausen * Die „Stromerzeugungsanlage“ im ehemaligen „Muffatwerk auf der Kalkofeninsel“ liefert erstmals Strom für die „Straßenbeleuchtung“.
278 Bogenlampen erhellen nun die Stadt.

März 1894

Isarvorstadt * Die „Motor-Fahrrad-Fabrik Hildebrand & Wolfmüller“ wird gegründet.

In der Colosseumstraße 1 in München richten sie ihre erste Werkstätte ein.

10. März 1894

Hackenviertel * Der „Schausteller“ Carl Gabriel eröffnet gemeinsam mit dem „Wachsplastiker“ Emil Eduard Hammer im ehemaligen „Vogl'schen Kaufhaus“ in der Neuhauser Straße 1/Ecke Färbergraben das „Internationale Handels-Panoptikum“

Es ist das größte und bedeutendste „Panoptikum“ Münchens und wird als „ein Bedürfnis der werdenden Großstadt“ bezeichnet.
Es gibt rund 2.000 Exponate zu betrachten, davon etwa 500 Wachsfiguren und Wachspräparate.

Der Eintrittspreis beträgt 50 Pfennig, Kinder und Soldaten zahlen die Hälfte.
Das „Panoptikum“ ist täglich von 8 bis 21 Uhr geöffnet.

Als besondere Attraktion befindet sich in der dritten Etage das „Anatomische Museum“ und ein „Extrakabinett“ mit über 600 Exponaten.
Das „Extrakabinett“ dürfen nur Personen über 18 Jahren betreten.
Personen beiderlei Geschlechts ist die gemeinsame Besichtigung „polizeilich verboten“.
Am Dienstag und Freitag ist die „Anatomische Abteilung“ ab 14 Uhr nur für Damen geöffnet.

Im Keller befindet sich die „Inquisitionsabteilung“ mit einer Sammlung von „Folterwerkzeugen“, deren Anwendung an lebensgroßen Wachsfiguren dargestellt werden.
In der angeschlossenen „Verbrecher-Galerie“ werden hauptsächlich zeitgenössische „Massenmörder“ als Wachsimitate gezeigt.

April 1894

Isarvorstadt * Der Tenor Josef „Beppo“ Benz kommt aus dem Schwarzwald an das „Gärtnerplatz-Theater“, um den „Zigeunerbaron“ zu singen. 

18. April 1894

Rom * Adolf Friedrich von Schack stirbt in Rom.

Er hinterlässt eine Sammlung von 267 Werken deutscher Maler.
Davon sind 183 Originale und 84 Kopien, die er nach Gemälden alter Meister - darunter 17 von Franz Lenbach und 4 durch Hans von Mareés - hat erstellen lassen.

Mai 1894

Hackenviertel * Im „Internationalen Handels-Panoptikum“ treten „Hawai-Tänzerinnen“ auf.

Es gibt Programme für Familien und „Elite-Vorstellungen“ nur für Herren.

Mai 1894

Maxvorstadt * Kaiser Wilhelm II. tritt Adolf Friedrich von Schacks Erbe an.

Der Nachlass soll in München bleiben. Das ist keineswegs so großzügig wie es den Anschein hat, sondern beruht auf politischem Kalkül.

Der Kaiser will mit der Verlegung der „Schack-Galerie“ nach Berlin das seit der „Reichsgründung“ angespannte Verhältnis zwischen Preußen und Bayern nicht noch mehr belasten.

Selbstverständlich ist jedoch, dass vor der „Galerie“ in der Brienner Straße - und später an der Prinzregentenstraße - das „kaiserliche Hoheitszeichen“ - der „Reichsadler“ - auf hohen Standarten aufgerichtet wird.

6. Mai 1894

Schwabing * Herzogin Amalie in Bayern, Erbin von „Schloss Biederstein“, stirbt im Alter von 48 Jahren, ein Jahr nach ihrem Ehemann. 

Juni 1894

Hackenviertel * Im „Internationalen Handels-Panoptikum“ lauschen die Besucher den „Wort-, Gesangs- und Tierstimmenreproduktionen“ des „Original-Edison-Phonographen“.

Juni 1894

München * Die „Firma Hildebrand & Wolfmüller“ mietet eine Werkstatt für 150 Arbeiter.

5. Juni 1894

München * Sowohl die „Hochräder“ als auch die später entwickelten „Niedrigräder“ üben eine ungeheuere Faszination auf die Zuschauer und an der Technik interessierten Besucher der „Rennbahn am Schyrenplatz“ aus.

Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis die Idee eines „Fahrrades mit Motorantrieb“ geboren und in die Tat umgesetzt werden wird.

Und auch diese Premiere können die Münchner in Untergiesing bestaunen, als hier „das erste in Serie gefertigte Motorrad der Welt“ vorgestellt wird.

22. Juli 1894

Berg am Starnberger See * Oskar Maria Graf wird in Berg am Starnberger See geboren. 

15. August 1894

München-Untergiesing * Auf der „Radrennbahn“ am „Schyrenplatz“ findet wieder ein spektakulärer Wettkampf zwischen einem „Ross“ und einem „Stahlross“ statt. 

Der aus den Vereinigten Staaten von Amerika kommende Reiter ist der angebliche Sohn des wenige Jahre zuvor von Heinrich Roth besiegten „Buffalo Bill“: Er nennt sich Samuel Franklin Cody.

In Wirklichkeit aber heißt er Samuel Franklin Cowdery, ist ein Wild-West-Darsteller und provoziert die Verwechslung mit Dem Weltstar William Frederick Cody durch seine Kleidung und sein Auftreten, aber natürlich auch, indem er seinen Namen an seines großen Vorbilds angleicht. 

Der „Rennradler“ ist der aus dem „Westend“ stammende Josef Fischer.
Das „Radl-Pferde-Rennats“ findet an mehreren Tagen - über insgesamt sieben Stunden - statt.

„Zu diesem Schauspiel hatte sich am ersten Tag eine kolossale Menschenmenge auf dem Rennplatz des Münchner Velozipedclubs eingefunden“.

Die Bahnlänge beträgt für den Radler 500, für den Reiter 494 Meter. S. F. Cody benutzt von seinen zehn Pferden sechs und beweist sich als ausgezeichneter Reiter, verliert beim Wechsel der Pferde aber jedes Mal sechzig Meter.

Fischer kann das Rennen nur deshalb für sich entscheiden, weil die Ausgangslage für die beiden Rivalen ungleich ist.
So war die „Veloziped-Bahn“ eigens für „Radrennen“ hergestellt worden, während die „Reitbahn“ für ein „Pferderennen“ ungeeignet ist.
Die Kurven sind zu eng und die Längsseiten zu wenig lang, sodass Cody seine Pferde gar nicht richtig ausreiten kann.

Wäre eine bessere Bahn vorhanden gewesen, hätte Cody den „Dauerradfahrer“ auch geschlagen, so wie er in Paris, Pest und anderen Orten bis dahin alle „Rennfahrer“ besiegt hatte.
Zum Schluss schlägt Fischer den Texaner - bei einer Gesamtrennstrecke von 259 Kilometer - mit einem Vorsprung von knapp fünfzig Kilometern.

Die Bezahlung für die sieben Rennstunden soll 350 Mark betragen haben.

September 1894

Theresienwiese * Die „Dinka-Neger-Karawane“ begeistert die „Oktoberfest-Besucher“.

14. September 1894

Untergiesing * Das „Rennen“ zwischen dem Reiter F. S. Cody und dem Radrennfahrer Josef Fischer nimmt der radbegeisterte Heinrich Zierle zum Anlass, den „Velociped Club Wild West“ zu gründen.  

Der „Cowboy-Club“ löst sich in den 1920er Jahren wieder auf. 

31. Oktober 1894

München * Der Münchner „Bauunternehmer“ Jakob Heilmann, Wilhelm von Finck, Mitinhaber des „Bankhauses Merck, Finck & Co.“ und die „Darmstädter Bank für Handel und Industrie“ gründen mit einem Stammkapital von 2 Millionen Goldmark die „Isarwerke GmbH“.

Sie übernimmt den Betrieb des Drehstrom-Kraftwerks „Zentrale I“, das spätere „Wasserkraftwerk Höllriegelskreuth“, nachdem die Stadt München kein Interesse an diesem Projekt gezeigt hat.

Die „Isarwerke GmbH“ sind somit das erste regionale „Elektrizitätsversorgungsunternehmen“ in Deutschland.

1. November 1894

Haidhausen * Die „Nebenwache IV“ der „Berufsfeuerwehr“ bezieht ihre Unterkunft in der Kellerstraße 2 a.

1. November 1894

Petersburg * Nikolaus II. wird Zar von Russland. 

27. Dezember 1894

Haidhausen * Der Holzhändler Johann Ueblacker erwirbt ein Anwesen in der Preysingstraße „mit 0,047 Tagwerk zum Preis von 9.912 Mark und 57 Pfennig, für das Wohnhaus mit angebauter Stallung, Abort, Schutzdach, Wagenremise und Hofraum“.  

Das sogenannte „Üblackerhäusl“ entstand schon im 18. Jahrhundert und war eines der ersten aus Ziegeln erbauten Herbergsanwesen an der Preysingstraße, das bis zum Jahr 1970 bewohnt war und dann wegen Baufälligkeit gesperrt werden musste. 


Verwendet in Führung:

28. Kreuzviertel



Dachau, Amtsgericht Dachau
Thoma Ludwig Schriftsteller