25. August 1867

Der Grundstein für das „Neue Rathaus“ wird gelegt

Graggenau * In Vertretung König Ludwigs II. wird im Beisein von Prinz Adalbert der Grundstein für das „Neue Rathaus“ gelegt.


1867

Suchbegriffe

Neues Rathaus,

Personen

Ludwig II. König

Weitere Ereignisse im Jahr 1867

Ab 1867

Die Arbeiten an der „Braunauer Eisenbahnbrücke“, die einen Bestandteil der neuen Eisenbahntrasse von München nach „Simbach/Braunau am Inn“ darstellt, dauern bis 1870 an. Nach vorhergehenden Probebohrungen wird mit den Fundamentierungsarbeiten der vier Brückenpfeiler begonnen. Für die beiden inneren Pfeiler sind dafür aufwändige Arbeiten auszuführen. Im Gegensatz dazu werden die beiden äußeren Pfeiler durch die sie umgebenden Hochwasserdämme stabilisiert. Mit sogenannten „Lokomobilen“, das sind auf Schienen bewegbare Dampfmaschinen, können Bagger, Förderbänder sowie Pumpen betrieben und über einen „Dynamo“ Strom erzeugt werden. So eine „Lokomobile“ leistet sechs PS. Um sie aufzubauen oder zu versetzen und zur Montage der Baggermaschine sind acht Arbeiter zehn Tage beschäftigt. Die Bedienungsmannschaft der „Lokomobile“ setzt sich aus dem „Baggerführer“, dem „Führer der Lokomobile“ und vier weiteren Arbeitern zusammen.

Die elektrischen „Lichtbogenlampen“ kommen zum Einsatz, nachdem die Spundwände für die Pfeiler gesetzt und mit den Betonierungsarbeiten begonnen worden ist. Um diese Arbeiten zügig fertig zu stellen, arbeiten die Brückenbauer bis spät in die Nacht hinein. Der riesige, schwenkbare Scheinwerfer ist dazu auf einem zwölf Meter hohen Holzturm angebracht. Die ursprünglich ausschließlich für militärische Zwecke - von der „Telegraphenbau-Anstalt Siemens & Halske“ entwickelte Beleuchtungsanlage kommt beim Bau der „Braunauer Eisenbahnbrücke“ erstmals im zivilen Bereich zum Einsatz. Nachdem die Fundamente errichtet worden sind, baute die aus Nürnberg stammende Eisenbaufirma „Cramer-Klett“, von der schon die „Großhesseloher Brücke“ stammt, auch diese Brücke. Nun überspannen zwei unabhängig voneinander parallel verlaufende Fachwerkträgerkonstruktionen mit drei gleichen Öffnungen auf 150 Meter das Isarbett. Die sieben Meter hohen Eisenfeldträger können rationell in Serienproduktion hergestellt werden und werden anschließend an den Stößen vernietet.

Der hölzerne Werksteg wird nach Beendigung der Bauarbeiten abgebaut und circa siebenhundert Meter isarabwärts - in der Höhe der heutigen „Wittelsbacher Brücke“ wieder montiert. Er diente bis zur Fertigstellung dieser für Giesing so wichtigen Verkehrsanbindung - im Jahr 1875 - als provisorischer Flussübergang. Er darf bis dahin jedoch nur von Fußgängern benutzt werden.

1867

München * Als erster Münchner kauft sich der Maschinenmechaniker Conrad Gautsch ein - damals „Velociped“ genanntes - Fahrrad.

1867

München * Der inzwischen zum „Oberingenieur“ ernannte Arnold Zenetti übernimmt als „Baurat“ die Leitung des „Stadtbauamts“

Nun besteht für ihn die Möglichkeit, einmal gefasste Ideen und Bauvorhaben in die Tat umzusetzen.

Max von Pettenkofers leidenschaftliche Forderungen und Vorschläge, München endlich zur colera- und typhusfreien Stadt zu machen, fallen bei Arnold Zenetti auf fruchtbaren Boden und finden in ihm einen energischen Unterstützer.
Es beginnt eine fruchtbare Zusammenarbeit der beiden Männer, zu denen sich ab dem Jahr 1870 noch der „Erste Bürgermeister von München“, Alois von Erhardt, hinzugesellt.

Die gewaltigen Aufgaben, denen sich die Drei stellten, sind

  • die Errichtung einer neuzeitlichen „Kanalisation“,
  • verbunden mit einer einwandfreien zentralen „Wasserversorgung“ sowie
  • der Errichtung eines „städtischen Vieh- und Schlachthofs“.

Dadurch können die mehr als achthundert Schlachtstätten der Metzgereien, die in denkbar unhygienischer Art und Weise arbeiten, geschlossen werden. 

1867

Angerviertel * Die letzten Holzwasserrohre werden am Oberanger gegen Metallrohre ausgetauscht.

1867

Graggenau * König Ludwig II. lässt die „Nibelungensäle“ im „Königsbau“ der Residenz fertigstellen.  

Im „Saal der Klage“ fehlen noch zwei Bilder, die jetzt - 40 Jahre nach Beginn der Malerarbeiten -  von dem Maler und Graphiker Michael Echter ergänzt werden.  

Auf dem Bild gegenüber dem Eingang gibt der Maler dem lorbeerbekränzten Dicchter des „Nibelungenliedes“ die Gesichtszüge Ludwigs I..  
Dem daneben stehenden jungen Sänger im roten Mantel gibt er das Aussehen König Ludwigs II.. 

1867

Lehel * Erst mit dem „Topographischen Atlas“ liegt ein Nachfolgewerk von Philipp Apians Baiernkarte aus dem Jahr 1563 vor.

1867

Isarvorstadt * Friedrich Brugger erschafft das „Leo-von-Klenze-Denkmal“.

1867

München * München hat nur mehr 17 Brauereien.

1867

Als Abschlussarbeit verlangt Karl von Piloty von seinen Schülern einen „großen historischen Unglücksfall“.

Als Thema für Eduard Grützner schlägt er vor: „Heinrich II. von England lässt sich 1174 am Sarkophage des Erzbischofs Thomas Becket geißeln“. Da der Student der Thematik nur wenig Sympathie abgewinnen kann, malt er eine ganz andere Unglücksgeschichte. Es wird ein humoristisches Kellerbild mit Mönchen, auf dem ein behäbiger, zum Weinholen geschickter Klosterbruder abgebildet ist. Er hat zu tief und zu lange ins Glas geschaut und ist deshalb angetrunken - an einem Weinfass stehend - eingeschlafen. Von einem anderen Pater denunziert, wird der Mönch nun vom Prior kritisch beobachtet. Piloty sieht sich das Bild lange an und sagt schließlich: „Bravo, gratuliere!“ Eduard Grützners nächstes Werk hat eine ähnliche Thematik: Ein von Zahnweh geplagtes Pfäfflein steigt in den Weinkeller, um dort Linderung für seine Pein zu suchen. Dieses Bild kauft der „Kunstverein“ an und versteigert es für dreihundert Gulden. Der Käufer veräußert es umgehend für beinahe das Dreifache.

1867

Mit der Errichtung der „Frühlingsanlagen“ ober- und unterhalb der „Reichenbachbrücke“ wird begonnen. Das Gelände verbindet die rechtsseitigen Isarauen mit der Stadt, wobei es sich zunächst lediglich um einen Spazierweg mit „Begleitbepflanzung“ in den ehemaligen Wiesen handelt. Erst nach der Fertigstellung der „Wittelsbacher Brücke“ - im Jahr 1876 - werden auch die Wege durch die „Birkenleitenau“ - in Verlängerung der „Frühlingsanlagen“ - bis nach Harlaching angelegt. Die „Stadtgärtner“ wollen damit die rechtsseitigen „Isaranlagen“ - unter Einbeziehung der „Gasteig- und Maximiliansanlagen“ - in eine zusammenhängende Promenade von Harlaching bis nach Bogenhausen verwandeln. Eine Idee, die bereits auf eine Initiative König Max II. zurückgeht, der ganz München mit einem Ring von „Anlagen“ umgeben wollte.

1867

Au - Haidhausen * Der an der „Kreisirrenanstalt” vorbeiführende Verkehrsweg erhält die Bezeichnung „Irrenweg“

1867

München - Berlin * Der preußische „Gesandte“ Freiherr von Werther berichtet an „Reichskanzler“ Otto von Bismarck über umlaufende Gerüchten einer Geisteskrankheit des bayerischen Prinzen Otto. 

Es gibt Überlegungen, ihn von der Thronfolge auszuschließen.
Angeblich leidet er „an einem kalten Fieber“

Um 1867

Lenggries * Als „Metzgergeselle“ in der „Alten Wirtschaft“ in Lenggries beginnt der Steyrer Hans mit dem Heben von Steinblöcken unter erschwerten Bedingungen, nämlich mit nur einem Finger.

1867

Bogenhausen * Die „Actien-Ziegelei München“ richtet an der Denninger Straße, beim heutigen Herkomerplatz, die „Fabrik Bogenhausen“ ein.

Nach dem Jahr 1867

Bogenhausen - Zamdorf * Die „Actien-Ziegelei München“ betreibt eine Ziegelei in Zamdorf. 

Eine weitere, die sogenannte „Ziegelei IV“ entsteht am Prinzregentenplatz.

Sie muss vor 1901 dem „Prinzregententheater“ Platz machen.

1867

Schwabing - Theresienwiese * Der aus der Oberpfalz stammende Schreiner Michael Schottenhamel

  • kommt nach München,
  • heiratet hier eine Wirtshausköchin,
  • eröffnet mit ihr das Gasthaus „Zu den drei Mohren“ in der Luitpoldstraße 13 und
  • nimmt noch eine „Oktoberfest-Bierbude“ dazu.

Sie steht hinter dem „Königszelt“ und bietet 50 Personen Platz.

5. Januar 1867

München * Malvina Schnorr von Carolsfeld erhält von König Ludwig II. eine Aufforderung zur umgehenden Ausreise aus Bayern. 

Falls sie dieser Anordnung nicht innerhalb von zwei Wochen nachkommt, soll ihr der „verliehene Jahresbezug von 2.000 fl. sofort sistirt“ werden.

11. Januar 1867

München * Gottfried Semper zeigt dem König das Modell des „Festspielhauses“

Der Monarch ist derart angetan, dass er dem „Architekten“ per Handschlag nicht nur den Auftrag zum Bau erteilt, sondern ihn auch einlädt, nach München zu übersiedeln und „Oberbaurat“ sowie „Hoftheater-Intendant“ zu werden.

Da Semper den Platz auf dem rechten Isarhochufer favorisiert, steht freilich sofort die Anlage einer neuen Straße zur Debatte. 

Gottfried Semper schlägt dafür eine Nord- und eine Südvariante vor.

  • Erstere verlängert in leicht geknickter Form die Galeriestraße.
  • Der südliche Straßenzug, dem auch der König den Vorzug gibt, ist die Verlängerung der Brienner- und Hofgartenstraße.

Obwohl das Bauterrain vom König nie erworben wird, fertigt Semper dafür bis Dezember 1867 die Planunterlagen an.

21. Januar 1867

Oberammergau * Ludwig Thoma wird in Oberammergau geboren. 

22. Januar 1867

München * König Ludwig II. verlobt sich mit Sophie, der Tochter von Herzog Max in Bayern.

30. Januar 1867

München * Das offizielle Verlobungsfoto von König Ludwig II. und seiner Großcousine Sophie Charlotte, Herzogin in Bayern entsteht im Atelier des „Hofphotographen“ Josef Albert. 

Um Februar 1867

Haidhausen * Eine weitere Interessengruppe meldet sich zur Standortfrage des „Ostbahnhofs“ zu Wort.

Diese Gruppierung hat für den Bahnhof ebenfalls einen Standort in Haidhausen vorgesehen.
Dieser liegt aber etwa einen Kilometer östlicher, bei einem „Kuisl“ genannten alleinstehenden landwirtschaftlichen Anwesen, das dem Perlacher Gärtnereibetreiber Peter Ballauf gehört.

Das ist der Platz, auf dem sich heute der „Ostbahnhof“ befindet.
Der genannten Interessengemeinschaft gehören - neben Peter Ballauf - ausschließlich Personen an, die in der Nachbarschaft des „Kuisl-Anwesens“ ausgedehnte Grundstücke besitzen.  

Sprecher und Vorsitzender dieses „Konsortiums“ ist der „Hofbankier“ Carl von Eichthal, der kurz zuvor ein riesiges und unbebautes, „Auf der Ramersdorfer Lüften“ bezeichnetes Gelände erworben hat. 

Februar 1867

Au - Giesing - Haidhausen * Noch eine Interessengemeinschaft zur Standortfrage des „Ostbahnhofs“ tritt auf.

Ihr gehören „Handels- und Gewerbetreibende“ aus der Au, Giesing, Haidhausen und „südlicher Stadtteile“ an.
Sie wollen einen „Südbahnhof“ in Untergiesing, südlich des im Jahr 1847 als „Männerfreibad“ eröffneten „Schyrenbades“ installiert sehen.
Der Bahnhof soll die Anlage eines ausgedehnten Industrieviertels in den Isarauen ermöglichen.
Ein Vorschlag, der heute möglicherweise Erstaunen hervorruft.
Aber am „Auer Mühlbach“ war von „Hellabrunn“ bis hinauf zur „Bäckerkunstmühle“ sogar ein Gebiet für schwerindustrielle Güter im Entstehen.

Mit den genannten Vorschlägen liegen vier Standorte für einen Bahnhof und zwei alternative Streckenführungen zur Auswahl:  

  • eine „innere“, unmittelbar am Haidhauser Zentrum, und
  • eine „äußere“, am östlicher gelegenen „Kuisl-Anwesen“ vorbeiführende Linie. 
10. März 1867

München * Während seines München-Aufenthalts zwischen dem 9. und 18. März begegnen sich Richard Wagner und König Ludwig II..

16. April 1867

München * Die „II. Compagnie der Freiwilligen Feuerwehr München“ kann gegründet werden.

Um Mai 1867

Haidhausen * Carl von Eichthal unterbreitet dem „Innenministerium“ ein lukratives Angebot:  

Wenn die „Braunauer Eisenbahnlinie“ am „Kuisl“ vorbei geführt wird, tritt die Interessengemeinschaft - „der guten Sache halber und im Interesse der Vorstadt Haidhausen und zum allgemeinen besten“ - dem Staat „schenkungsweise“ einen Tagwerk Grund ab.
Gleichzeitig bietet er an, die zusätzlich für die Anlage des Bahnhofs und der Bahnstrecke benötigten Flächen zu einem Preis von lediglich 2.000 Gulden pro Tagwerk zur Verfügung zu stellen.

Natürlich liegt dem „Konsortium“ an der Wertsteigerung ihrer noch unerschlossenen Grundstücke.
Das vorgelegte Angebot liegt zwar weit unter dem Verkehrswert, doch durch die geänderte Streckenführung würde sich das „Entgegenkommen“ durch die in die Höhe schnellenden Baulandpreise schnellstens wieder ausbezahlen. 

14. Mai 1867

Berlin * Kurt Eisner wird in Berlin geboren.

28. Mai 1867

Graggenau * Der „Hofbauinspektor“ Eduard von Riedel legt Pläne für die Neugestaltung der Appartements Ludwigs II. vor.  
Der König ist mit den Planungen nicht zufrieden und gibt die Aufgabe an Franz Seitz weiter.  

Riedel legt auch seine Pläne für die „Herstellung eines Dachpavillons“ auf dem Dach des „Festsaalbaus“ vor.  
Der „Dachgarten“ ist nur ein kleines, zimmergroßes Häuschen aus Eisen und Glas mit einem rechteckigen Grundriss. 

30. Mai 1867

Starnberger See * Richard Wagner bezieht das von Ludwig II. für ihn gemietete „Haus Prestell“ am Starnberger See.

1. Juni 1867

Graggenau * Die Arbeiten am „Neuen Rathaus“ beginnen.

Der erste Bauabschnitt ist bis 1874 fertig gestellt.

3. Juli 1867

Ilbesheim * Johannes Hoffmann, der spätere bayerische „Ministerpräsident“, wird in Ilbesheim bei Landau in der Pfalz geboren. 

26. Juli 1867

Bamberg - Kreuzviertel * Otto, der ehemalige König von Griechenland, stirbt in Bamberg.
Er wird in der „Fürstengruft der Theatinerkirche“ beigesetzt.

Prinz Ludwig, der spätere König Ludwig III. von Bayern, verzichtet auf den griechischen Thron. 

August 1867

Haidhausen * Es kommt zur Entscheidung in der Standortwahl des „Ostbahnhofs“.  

In verschiedenen Gutachten werden eindeutig die Bahnhofs-Standorte in Haidhausen bevorzugt.

Dabei fällt die Wahl zunächst eindeutig auf die „Sedlmayr‘sche Streckenführung“ mit dem Bahnhof nahe dem heutigen Rosenheimer Platz. 

September 1867

Haidhausen * Nur wenige Wochen nach der vorhergehenden Entscheidung, stell die „Generaldirektion der kgl. Staatseisenbahnen“ fest, dass sie wegen bautechnischer Schwierigkeiten auf den Bau der „Sedlmayr‘schen“ Alternative zugunsten der „Eichthal‘schen“ verzichten muss. 

Und diese Entscheidung steht felsenfest.

Da bewirkten selbst die Proteste des Besitzer der „Franziskaner-Leistbrauerei“, Joseph Sedlmayr, der die getroffene Entscheidung lauthals als „Resultat gelungener Agitation und Privatspekulation“ bezeichnet, nichts mehr.

Als eindeutiger Gewinner geht aus diesem monatelangen Tauziehen Carl von Eichthal hervor.
Der „Hofbankier“ hat anno 1856 zusammen mit den bedeutendsten deutschen Großunternehmern und Bankchefs die „Ostbahn-Aktiengesellschaft“ ins Leben gerufen.

Carl von Eichthal gehört unter anderem dem „Kollegium der Gemeindebevollmächtigten“ sowie der „Abgeordnetenkammer“ an und verfügt damit über einen massiven Informationsvorsprung, der seine Eisenbahngeschäfte mit der Bodenspekulation verschmelzen lässt.

Bei der Entscheidungsfindung für die „äußere“ Bahnlinie und dem Bahnhofsstandort am „Kuisl“ war es zumindest nicht hinderlich, dass Gustav von Schlör vor seiner Ernennung zum „Handelsminister“ lange Jahre Direktor bei der „Ostbahngesellschaft“ war.  

Eichthal und Schlör kennen sich persönlich gut und dem entsprechend gut sind die geschäftlichen Verbindungen zwischen dem „Bankier“ und dem „Minister“.
Darüber, ob es interne Absprachen zwischen den beiden Akteuren gab oder dass der einflussreiche „Bankenchef“ Druck auf den „Staatsminister“ ausübte, lässt sich nur spekulieren. 

7. Oktober 1867

München * König Ludwig II. löst in einem Schreiben die Verlobung mit seiner Großcousine Sophie Charlotte, Herzogin in Bayern.  

Er schreibt in sein Tagebuch:  
„Sophie ist abgeschrieben. Das düstere Bild verweht; nach Freiheit verlangt mich, nach Freiheit dürstet mich, nach Aufleben von qualvollem Alp“.  
Das ist ein fast wortgleiches Zitat aus Richard Wagners „Thannhäuser“

10. Oktober 1867

München * Die Auflösung der Verlobung zwischen König Ludwig II. und Sophie in Bayern wird in München bekannt.  

Dezember 1867

Graggenau * Der „Wintergarten“ auf dem Dach des „Festsaalbaus“ für König Ludwig II. ist fertiggestellt.  

Der Monarch plant umgehend die Erweiterung des „Dachgartens“ um 33 Fuß.


Verwendet in Führung:

11. Münchner Zeitensprünge
21. Berg am Laim - Ost
27. Typisch München
29. Graggenau



Neues Rathaus
Ludwig II. König, Adalbert Prinz