31. Dezember 1924

Der amerikanische Ku-Klux-Klan hat vier Millionen Mitglieder

USA * Der amerikanische „Ku-Klux-Klan“ hat vier Millionen Mitglieder und verfolgt eine Politik „weißer Vorherrschaft“ insbesondere gegenüber „Afro-Amerikanern“.

Er vertritt aber auch einen militanten „Antikatholizismus“ und „Antisemitismus“


1924

Suchbegriffe

Haberfeldtreiben, USA, Ku-Klux-Klan, Geheimbund, Terror, Gewalttaten, Nordstaatler, Antisemitismus, Antikatholizismus,

Weitere Ereignisse im Jahr 1924

1924

München * Die traditionellen „Schwurgerichte“ treten wieder an die Stelle der „Volksgerichte“.

Die Vollstreckung der Todesurteile erfolgt nun grundsätzlich durch die „Guillotine“.

1924

München-Schwabing * Zur besseren wirtschaftlichen Verwertung wird die 250 Tagwerk [= ~53.000 Quadratmeter] große Immobilie um das „Schloss Biederstein“ von den wittelsbachischen Erben veräußert.  

Die „Firma Heilmann & Littmann“ erhält den Auftrag zum Verkauf. 

1924

München *Die Hauptgesellschafter der „Isarwerke GmbH“: Jakob Heilmann, das „Bankhaus Merck Finck & Co“ und Georg von Simson, Gesellschafter der „Danat-Bank – Darmstädter und Nationalbank“, gründen zum Zwecke des Betriebes des „Wasserkraftwerks Mühltal“ bei Schäftlarn die „Isarwerke AG“.

1924

München-Au * Josef Liebl leitet die „Museum-Lichtspiele“.

1924

München-Graggenau * Der 62 Meter lange, 33 Meter breite und acht Meter hohe „Wintergarten“ Königs Max II. - zwischen dem „Königsbau“ der „Residenz“, dem „Cuvilliés-Theater“ und dem „Nationaltheater“ - wird abgerissen. 

1924

Planegg * Karl Valentin kauft in der Georgenstraße 2 in Planegg ein Landhaus um 14.000 Mark auf einem 1.440 qm großen Grundstück, das er auf seine Ehefrau Gisela Fey überschreiben lässt.

3. Januar 1924

München-Bogenhausen * Der Bau des „Reichsfinanzhofs“ an der Ismaninger Straße 109 wird offiziell seiner Bestimmung übergeben.

29. Februar 1924

Berlin * „Reichswehrminister“ Otto Geßler enthebt „Generalleutnant“ Otto Hermann von Lossow seiner Funktion als „Generalkommandant der VII. Division“.

26. März 1924

München-Maxvorstadt * Nach dem Tod von Friedrich Ritter von Mildner übernimmt Dr. Hermann Schülein als „Generaldirektor“ und „Vorstandsvorsitzender“ dessen Nachfolge in der „Löwenbräu AG“.

27. März 1924

München * Der 31-jährige Johann Reichhart erhält vom „Landgerichtsbezirk München I“ zum 1. April 1924 einen Arbeitsvertrag als „Bayerischer Scharfrichter“.

29. März 1924

München * Durch die „Revolution“ und der damit verbundenen veränderten Staatsform wird dem „Staatskirchentum“ das Fundament entzogen. 

Deshalb versucht die katholische Kirche seit dem Jahr 1920 vergeblich, einen „Staatsvertrag“ - ein „Konkordat“ - mit den Vertretern der „Weimarer Republik“ zu schließen, mit dem ihre Stellung im Staat fest definiert wird.

Nachdem sich dieser Weg so nicht realisieren lässt, beginnt der „päpstliche Nuntius“ in München, Eugenio Pacelli, der spätere Papst Pius XII., gemeinsam mit „Kardinal“ Michael von Faulhaber, mit dem republikanischen „Freistaat Bayern“ ein „Konkordat“ abzuschließen.

Das bayerische „Konkordat“

  • sichert der Kirche nach Außen den „Schutz durch den Staat“ zu und
  • gibt ihr gleichzeitig die „völlige Unabhängigkeit nach Innen“.
  • Die „Ernennung und Abberufung von Professoren“ an den „theologischen Fakultäten der Universitäten“ und der „Religionslehrer an den höheren Schulen“ obliegen nun allein den Bischöfen, die wiederum nur vom Papst ernannt werden.
  • Der „Religionsunterricht“ wird zum „Hauptfach“ an den Schulen erklärt und die „Bekenntnisschule zur Regelschule“ gemacht.  
  • „Schulgebet und Schulgottesdienste“ werden staatsrechtlich abgesichert.
  • Weiter wird festgelegt, dass der „Freistaat Bayern“ feste Beträge an die Kirche abzutreten und bei finanziellen Notlagen die Kirche zu unterstützen hat.
  • Der Steuerzahler finanziert die Gehälter und Wohnungen der Geistlichen, ihre Ruhestandsgelder, Gebäude usw.  
  • Die katholische Kirche in Bayern lässt sich ihre Ausgaben zu einem großen Teil vom Staat zahlen, ohne gleichzeitig dessen Kontrolle dulden zu müssen. Dazu wird die „Kirchensteuer“ festgeschrieben.  

Das „bayerische Konkordat“ hat Vorbildfunktion für weitere Abkommen zwischen Staat und Kirche. 

1. April 1924

München-Maxvorstadt * Uraufführung des Valentin-Karlstadt-Bühnenstücks „Raubritter vor München“ in den „Kammerspielen“ in der Augustenstraße 89. 

Das Stück erlebt 284 Vorstellungen.

2. April 1924

Landsberg * Während der letzten sechs Wochen seiner Inhaftierung lernt Graf von  Arco einen Neuzugang kennen, der die Haftruhe - wie  auch Graf Arco selbst - zum Niederschreiben seiner Gedanken und Pläne nutzt: Adolf Hitler.

Dieser beginnt in Landsberg mit seinem Werk „Mein Kampf“, in dem er unter anderem den deutschen „Föderalismus“ als Schwächung Deutschlands geißelt. 

13. April 1924

Berlin * „Reichspräsident“ Paul von Hindenburg begnadigt Anton Graf von Arco auf Valley. 

Eine „lebenslange Festungshaft“ war für Arco eh nie ernstlich vorgesehen. 

18. April 1924

München-Haidhausen * Die „Unionsbrauerei“ in der Äußeren-Wiener-Straße in Haidhausen wird geschlossen.

Um den 10. Mai 1924

Landsberg * Bereits vier Jahre nach seiner Verurteilung verlässt Anton von Arco auf Valley die „Festung Landsberg“ wieder als freier Mann.  

Bei seiner Rückkehr nach „Schloss Sankt Martin“ wird der Graf von der Bevölkerung jubelnd empfangen und die farbentragende katholische bayerische „Studentenverbindung Rhaetia“ nimmt im Rahmen einer „Festkneipe“ im Sommer 1925 den aus der Haft entlassenen Mörder in ihren Reihen auf. 

Anton von Arco ist durch seinen „Mord am bayerischen Ministerpräsidenten“ zum „Helden der nationalen Rechten“ aufgestiegen.  
Dass er dabei von den Leibwächtern schwer verletzt wurde, macht auch noch einen „Märtyrer“ aus ihm. 

24. Juli 1924

Landshut * Der „Scharfrichter“ Johann Reichhart vollzieht im Hof des „Landgefängnisses Landshut“ seine erste Hinrichtung.

12. September 1924

Berlin * Karl Valentin und Liesl Karlstadt machen sich zu einer Gastpielreise nach Berlin auf. 

15. September 1924

Berlin * Karl Valentin und Liesl Karlstadt treten im „Neuen Operettenhaus“ am Schiffbauerdamm in Berlin mit „Theater in der Vorstadt“ auf.  

Oktober 1924

München-Theresienwiese * Die „Inflation“ zwingt den Magistrat zur Absage des „Oktoberfestes“.

7. Oktober 1924

München-Lehel * Karl Valentins Gesuch zur „Genehmigung zur Errichtung und zum Betriebe einer Rundfunkempfangsanlage in der Wohnung“ wird von der Polizeidirektion positiv beschieden. 

14. Dezember 1924

München-Ludwigsvorstadt * Im „Deutschen Theater“ in München stimmen 1.663 von 1.906 Delegierten des „Deutschen und Österreichischen Alpenvereins - DuOeAV“ dem Ausschluss der jüdischen „Sektion Donauland“ zu. 

Dies geschieht elf Jahre vor den „Rassegesetzen“ der NS-Regierung.

20. Dezember 1924

Landsberg * Adolf Hitler wird - nach nur neun Monaten - vorzeitig aus der „Festungshaft“ aus Landsberg entlassen. 

30. Dezember 1924

München-Maxvorstadt * Lolo von Lenbach stiftet Franz von Lenbachs Hinterlassenschaft an Gemälden, Kunstwerken und Erinnerungsstücken der Landeshauptstadt München.


Verwendet in Führung:




Haberfeldtreiben, USA, Ku-Klux-Klan, Geheimbund, Terror, Gewalttaten, Nordstaatler, Antisemitismus, Antikatholizismus