22. September 1158

Bischof Otto I. von Freising stirbt

Freising - Citeaux * Der „Freisinger Fürstbischof“ Otto I. stirbt - im Alter von 46 Jahren - auf einer Reise zum „Generalkapitel“ in Citeaux im „Zisterzienserkloster Morimund“.  

Sein Nachfolger auf dem Bischofsstuhl wird Albert I. von Harthausen. 


1158

Suchbegriffe

Citeaux, Zisterzienserkloster Morimond, Morimond,

Personen

Otto I. Bischof von Freising

Weitere Ereignisse im Jahr 1158

14. Juni 1158

Augsburg - München * Ein vergilbtes Stück Pergament im Format 34 mal 44 Zentimeter gilt als Geburtsschein der bayerischen Landeshauptstadt.  

Die von Kaiser Friedrich Barbarossa auf dem „Reichstag in Augsburg“ unterzeichnete Urkunde geht als „Augsburger Schied“ in die Geschichte ein.  

Dieses „Kaiserdiplom“ wird als „conventio“, also „Übereinkunft“, bezeichnet.  

  • „Mit Zustimmung und Willen der beiden streitenden Parteien“ wird darin vereinbart:  
  • Der Markt, der bisher zu Föhring abgehalten wurde, die Zollbrücke und die Münze, werden dort künftig nicht mehr bestehen.  
  • Als Ersatz hat unser Vetter Herzog Heinrich der Kirche von Freising ein Drittel des Gesamteinkommens aus seinem Marktzoll zu München übertragen, sei es aus Abgaben für Salz, sei es für andere dort ein- und ausgehende Groß- und Kleinstückwaren.  
  • Was den Zöllner betrifft, so soll nach Gutdünken jeder von Euch seinen eigenen haben oder, wenn das für gut erscheint, beide zusammen einen, der jedem von Euch verantwortlich sein soll.  
  • Mit der Münze soll es ähnlich gehalten werden, indem ein Drittel der Einkünfte der Bischof erhält, zwei Drittel aber für den Gebrauch des Herzogs bestimmt sind.  
  • Eine Münzstätte soll nach Gutdünken des Herzogs errichtet werden.  
  • Endlich soll eine Freisinger Münzstätte auch der Bischof errichten dürfen, wenn er will. Von deren Einkünften soll der Herzog nur ein Drittel erhalten und er soll diesen Anteil, er sei groß oder klein, nach dem Wunsch des Bischofs als Lehen weitergeben, wie er es auch bereits getan hat.  

Von einem „Unrecht“ oder gar einer „Freveltat“ des Welfenherzogs findet sich in dieser „kaiserlichen Urkunde“ kein Wort.  

Als Zeugen für die Richtigkeit des Rechtsspruchs werden vier hohe geistliche Würdenträger und vier weltliche Herrscher benannt.  

Doch auch wenn die „Kaiserurkunde“ den Charakter einer „gütlichen Einigung“ in sich trägt, so ist sie in ihrem Kern doch ein „regalienrechtlicher Spruch“ des Kaisers.  

Mit diesem Kompromiss kann Kaiser Friedrich I. Barbarossa einen Interessenausgleich zwischen dem Bischof von Freising und dem baierischen Herzog erzielen und damit beide zufrieden stellen. 

15. Juni 1158

München * Mit dem „Augsburger Schied“ tritt München am 14. Juni 1158 in die Geschichte ein. 

Ein gern erzähltes Märchen bezeugt, dass Herzog Heinrich der Löwe am nächsten Tag die „Löwenbrauerei“ gegründet hat.

Für die Zeit der Stadtgründung Münchens ist ein „Hausbraurecht“ als gesichert anzunehmen.
Das „Brauen“ gehört - wie das „Brotbacken“ - zu den Pflichten der Hausfrau.

Nach dem 11. November 1158

Roncaglia * Zwischen dem 11. und 26. November 1158 findet in Roncaglia ein „Reichstag“ statt.

Dabei erlässt Kaiser Friedrich Barbarossa ein Gesetz, das jede nicht genehmigte Erhebung von Abgaben untersagt.  

Darunter fällt freilich auch die unrechtmäßige „Verlegung des Marktrechts“ von Freising nach Föhring durch - den inzwischen verstorbenen - Bischof Otto I..  

Auffällig ist dabei die Nähe dieses Gesetzes und der Wormser Urkunde vom 6. April 1156 zum „Föhringer Konflikt“


Verwendet in Führung:

11. Münchner Zeitensprünge
21. Berg am Laim - Ost



Citeaux, Zisterzienserkloster Morimond, Morimond
Otto I. Bischof von Freising, Albert I. von Harthausen Bischof von Freising