27. Juni 1684

Den kaiserlichen Truppen fällt Waitzen/Vác in die Hände

Waitzen/Vác * Den kaiserlichen Truppen fällt Waitzen/Vác in die Hände. 


Sortierung 1684

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Türkenkriege, Waitzen, Vác,

Weitere Ereignisse im Jahr 1684

1684

Schloss Mickhausen ? * Gräfin Maria Claudia, die Ehefrau von Paulus Graf von Fugger-Kirchberg-Weißenhorn stirbt. 

Aus dieser 18 Jahre andauernden Ehe sind elf Kinder hervorgegangen. 

1684

Haidhausen * Die Behausung des Haidhauser „Ziegelmeisters“ befindet sich am Ende des Dorfes, an der Straße, „wo man nach Loretto geht“.

1684

Schloss Nymphenburg * Kurfürst Max Emanuel befiehlt den völligen Abbruch der noch unausgebauten Seitenpavillons von „Schloss Nymphenburg“.  

Das Baumaterial nutzte er für seinen ersten Schlossbau, das „Jagdschloss Lustheim“ bei Schleißheim. 

5. März 1684

Rom * Mit Unterstützung von Papst Innozenz XI., der sich selbst als „Streiter für die Rein­haltung des katholischen Glau­bens“ sieht, gelingt die Gründung einer „Heiligen Liga“ zum „Kampf und zur Abwehr der Osma­nen“.

König Johann III. Sobieski von Polen, Kaiser Leopold I. und die Republik Venedig schließen dazu ein Bündnis, dem zwei Jahre später auch Russland beitreten wird.

Durch die „Heilige Liga“ fließen umfangreichere Subsidien, sodass die baierische Armee auf eine Sollstärke von 18.000 Mann erhöht werden kann. 

16. Juni 1684

Gran * Durch die türkische Niederlage in der Schlacht am Kahlenberg am 12. September 1683 sieht Kaiser Leopold I. die Chance zum Gegenschlag gekommen. Am 16. Juni 1684 wird die Stadt Gran von den Kaiserlichen erobert. 

30. Juni 1684

Pest * Die kaiserliche Hauptarmee rückt in die Stadt Pest ein, die die Türken zuvor in Brand gesteckt haben. 

14. Juli 1684

Buda/Ofen * Am Jahrestag des Anfangs der Belagerung Wiens, beginnen die Kaiserlichen mit der Belagerung von Buda.

Zwar schaffen es die Belagerer die Unterstadt von Buda einzunehmen, doch die türkischen Verteidiger wehren alle weiteren Angriffe ab. Und nachdem die Zahl der diensttauglichen kaiserlichen Soldaten von 34.000 auf 12.500 gesunken ist, sinkt die Motivation und Kampfmoral auf ein extrem niedriges Niveau ab. 

18. August 1684

Haidhausen * Kurfürst Max Emanuel erfüllt die Bitte des Freiherrn Franz Pongraz von Leiblfing in einem „Gnadenbrief“ und erhebt „sein in Haidhausen habentes Haus“ zu einem „der Landtafel einverleibten adeligen Sitz“.  

Gleichzeitig überlässt der Kurfürst dem Freiherrn die „Vogtei und Niedergerichtsbarkeit über Haus und Garten des Wirtes Georg Krünner und über 43 namentlich aufgeführte Untertanen“, die bislang dem „Hofkastenamt“ unterstanden.  
Lediglich das „Jagdscharwerk“ behält sich der Landesherr auch weiterhin vor.  

Der baierische Kurfürst begründete diesen Schritt mit der „In Ansehung seiner - also Leiblfings - langjährigen und ersprießlichen guten Dienste“

9. September 1684

Buda/Ofen * Max Emanuel trifft mit seinen Truppen vor Buda/Ofen ein und übernimmt den Oberbefehl

11. September 1684

Buda/Ofen * Die Belagerer erhalten durch ein kaiserliches Hilfskorps personelle Unterstützung, weshalb sie die Belagerungsaktivitäten sofort wieder verstärken. 

22. September 1684

Buda/Ofen * Ein türkisches Entsatzheer erreicht Buda und greift die Belagerer umgehend an.

Die folgenden Auseinandersetzungen bringen zwar keine Entscheidung, dennoch zeigen die ständigen Angriffe des Entsatzheeres und die Ausfälle der türkischen Stadt­besatzung ihre Wirkung und zermürben die Belagerer.

  • Durch die osmanischen Ausfälle,
  • durch Ruhr und Fieberepidemien,
  • durch schlecht angelegte Laufgräben sowie
  • durch taktische Fehler bei der Belagerung selbst

schrumpft die Streitmacht um mehr als die Hälfte.

Bei den christlichen Alliierten sind nach diesem gescheiterten Unternehmen 23.000 Mann an Verlusten zu beklagen. Und nachdem das Wetter im Oktober auch immer schlechter wird, bricht man die Belagerung nach 109 Tagen ab. 

Um Oktober 1684

Wien - München * Die „Heiratsverhandlungen“ der baierischen Räte über eine Verehelichung des Kurfürsten Max Emanuel mit der Erzherzogin Maria Antonia beginnen.

Sie dauern bis zum Frühjahr 1685.

30. Oktober 1684

Buda/Ofen * Die kaiserliche Armee zieht sich unter Beteiligung der baierischen Regimenter aus Buda/Ofen zurück. Die Schuld am Misslingen der Belagerung von Buda wird Ernst Rüdiger von Starhemberg aufgebürdet, obwohl er am Anfang als Einziger gegen diese Belagerung war. 

27. November 1684

Freising * Der 13-jährige Herzog Joseph Clemens wird vom Freisinger „Domkapitel“ einstimmig zum „Koadjutor“ (= Nachfolger) von Bischof Albrecht Sigismund gewählt. 

Um Dezember 1684

Haidhausen * Freiherr Franz Pongraz von Leiblfing ist mit dem Erreichten allerdings noch lange nicht zufrieden, weshalb er sich nur wenige Monate später erneut an Max Emanuel wendet und darstellt, dass die vom Regenten erwiesene Gnade „von gar geringer Ergiebigkeit“ sei und er deshalb für sich die „ganze Dorfschaft Haidhausen“ - mitsamt dem „Kirchenschutz“ - als „geschlossene Hofmark“ erbittet.  

Um seinen Anspruch zu unterstreichen, hebt er die „in 27 Jahren geleisteten treuen und untertänigst geleisteten Dienste“ hervor.  

Daraufhin forderte der Baiernherrscher vom „Gericht ob der Au negst München“ eine Stellungnahme. 


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