22. Oktober 1858

Auguste Viktoria, die spätere Kaiserin, wird in Dolzig geboren

Dolzig * Auguste Viktoria Friederike Luise Feodora Jenny von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg, die spätere Ehefrau von Kaiser Wilhelm II., wird in Dolzig in der Niederlausitz geboren. 


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Dolzig, Niederlausitz, ,

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Wilhelm II. Kaiser Auguste Viktoria

Weitere Ereignisse im Jahr 1858

1858

München-Obergiesing * Nachdem die Beziehung zu ihrem Vetter Franz-Xaver Huber in die Brüche geht, verlieren sich die Spuren der Theres Feldmüller.
Ihr Sterbedatum ist unbekannt.

Man sagt ihr ein „wechselhaftes Leben“ nach, weshalb sie noch heute einen „schlechten Ruf“ besitzt.

Ab 1858

München-Kreuzviertel * In der Zeit der „Purifizierung der Frauenkirche“ wird alles entfernt, verkauft oder zerschlagen, was nicht gotisch ist.

Sogar die „welschen Hauben“ sollen durch „gotische Spitzhelme“ ausgetauscht werden.

Von diesem Plan wird jedoch Abstand genommen.

1858

Southhampton * Die Familie Herkomer lässt sich in Southampton in England nieder.

1858

München-Graggenau - München-Kreuzviertel * Eine von „Kriegsminister“ von Manz vorgelegte „Denkschrift“ will die Bürgerhäuser am „Max-Joseph-Platz“, zwischen der „Perusagasse ab nach Norden bis auf die Höhe des ludovicianischen Königsbaues abzureißen“, um den „Rebellen“ keinen Unterschlupf und ein „freies Schußfeld“ zu ermöglichen.

Zwischen der „Prannergasse“ [heutige Kardinal-Faulhaber-Straße] und der „Theatinerstraße“ will er in den geschlossen bebauten Häuserblock eine Bresche schlagen, den gesamten Häuserblock zwischen der „Perusagasse“ und der „Schrammergasse“ demolieren und auf der dadurch freiwerdenden Fläche eine „Defensivkaserne“ errichten. 

Zum Glück haben sich all diese Planungen aus verschiedenen Gründen nicht realisieren lassen.

1858

München-Maxvorstadt * Aus Anlass ihres 50-jährigen Bestehens hält die „Akademie der Bildenden Künste“ die „Deutsche Allgemeine und Historische Kunstausstellung“ im „Glaspalast“ ab.

1858

Main * Die Dampfschifffahrt auf dem Main wird bis 1886 eingestellt.

1858

Schwabing * Das „Palais der Königin Therese“ wird um 20.000 Gulden - über einen Strohmann - vom Militär gekauft und nach dem Umbau als „Kriegsschule“ verwendet.

1858

Bogenhausen * Die „Leipziger Illustrirten“ loben die „Dr. Steinbachs Naturheilanstalt“ im „Brunnthal“ von Bogenhausen, die sich einen international bekannten Namen gemacht hat.

1858

München-Kreuzviertel * Der „Kenotaph“ für Kaiser Ludwig dem Baiern wird aus der Mitte des „Chores“ der „Frauenkirche“ in das Kirchenschiff versetzt.

11. Februar 1858

Lourdes - Rom-Vatikan * In den Auseinandersetzungen um das Dogma der unbefleckten Empfängnis erscheint dem Bauernmädchen Bernadette Soubirous in einer Felsengrotte bei Lourdes eine „schöne weiße Dame“, die sich als „die unbefleckte Empfängnis“ betitelt.

Aus der Sicht von Papst Pius IX. gerade im richtigen Moment. 
Umgehend wird der Ort der Erscheinung zum Wallfahrtsort erhoben. 

28. Februar 1858

München * Die Richard-Wagner-Oper „Lohengrin“ wird in München aufgeführt.

14. Juni 1858

München-Lehel - München-Haidhausen * Die Feierlichkeiten zum 700-jährigen Bestehen Münchens beginnen mit einer Prozession und der Grundsteinlegung der neuen Maximiliansbrücke.

August 1858

Zürich - Venedig - Paris - Karlsruhe * Richard Wagner trennt sich von seiner Frau Minna, verlässt Zürich und übersiedelt nach Venedig.
Danach folgen Paris und Karlsruhe.

5. August 1858

Rosenheim - Kufstein * Die 31,9 Kilometer lange Eisenbahnstrecke von Rosenheim bis zur Grenze bei Kufstein ist fertiggestellt. 

26. Oktober 1858

München-Haidhausen - Ramersdorf * Es kommt zu einer Grenzbereinigung, bei der die Anwesen Nummer 1 bis 37 der „Ramersdorfer Lüften“ sowie die Anwesen Nummer 1 bis 5 am „Ramersdorfer Feldweg“ von der Gemeinde Ramersdorf abgetrennt, danach wird aber der Vorzustand wieder hergestellt. 

3. November 1858

München - Landshut * Auf den Vorarbeiten der staatlichen „Eisenbahn-Commission“ aufbauend, kann die „Landshuter Linie“ eröffnet werden.

Die „Landshuter Allee“ erinnert noch heute an die ursprüngliche Trassenführung. 

3. November 1858

München-Graggenau - München-Lehel * Der neue Boulevard erhält die offizielle Bezeichnung „Maximilianstraße“.

Es ist eine großartige Straßenachse entstanden, die in der deutschen Architektur des 19. Jahrhunderts keinen Vergleich zu scheuen braucht.
Die Münchner sind allerdings weniger mit den „neugotischen Fassadenvorstellungen“ Friedrich Bürkleins einverstanden und so hagelt es durchwegs vernichtende Kritik am neuen Baustil.

Leo von Klenze schreibt unter anderem:
„Der Einfluß des Hofsekretärs Hofmann für seinen Freund Bürklein (...) bewirkte nun, daß der König sich der Illusion hingab, ein gewisses architektonisches Ragout, ein Mixtum compositum, welches ihm der Baurath Bürklein servierte, für einen wirklich neuen Baustyl anerkennen zu dürfen, dasselbe den maximilianischen Styl taufte und seine Anwendung bei allen nur aufzufindenden Gelegenheiten durch eigene Verordnung befahl”.

Noch erbarmungsloser fällt die Kritik des Ex-Königs aus:
„Was man da gebaut hat”, sagt Ludwig I. zu Leo von Klenze, „ist das Abscheulichste, das ich kenne” und weigert sich strikt, die Konkurrenz seiner „Prachtstraße“ zu besich­­­­tigen.

Doch in der „Maximilianstraße“, immerhin „Münchens teuerstem Boulevard“, pulsiert das großstädtische Leben - im Gegensatz zur menschenleeren, sterilen, verkehrsreichen und autobahnählichen „Ludwigstraße“

Dass es zu der teilweise vernichtenden Kritik am „Maximilianischen Stil“ kommt, liegt zu einem erheblichen Teil an dem ewig zaudernden und unsicheren Bayernkönig Max II., indem er mitten im Bau der Maximilianstraße die Konzeption abändert.

So lässt er das fast fertiggestellte „Taubstummeninstitut” wieder abreißen, um eine einheitliche Bebauung am „Forum“ zu erhalten.

Und kurz vor seinem Tod ordnet er noch an, dass am „Maximilianeum” die gotisierenden Spitzbögen in „Rundbögen“ abgeändert werden müssen, wodurch der Bau im Gegensatz zum ganzen Straßenzug einen „Renaissance-Charakter“ erhält.

Diese Stiländerung nimmt der Schweizer Kulturhistoriker Jacob Burckhardt in seiner Kritik auf.
Er schreibt zum Maximilianeum: „(...) Ich habe nur deshalb Dankbarkeit für das Gebäude empfunden, weil es wenigstens äußerlich in die Formen der Renaissance hinüberleitet und den Geist von dem jämmerlichen Gotisch der Maximilianstraße befreit.”

31. Dezember 1858

München * In München wohnen 121.234 Einwohner in 6.083 Häusern.


Verwendet in Führung:

35. Revolution, Räterepublik & Weißer Terror




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