22. August 1638

Philipp Holzhauser darf eine Kapelle in Haidhausen errichten

Haidhausen * Der „Churfürstlich Baierische Rechnungs-Commissarius und Preibeamte zu München“, Philipp Holzhauser, erhält vom „Freisinger Bischof“ Veit Adam Gebeck die Genehmigung, dass er „in seiner aigentumblichen Behausung vnnd Gartten zu Haidthausen negst München Bogenhauser Pfarr“ eine „Kapelle“ zu Ehren des „Heiligen Kreuzes“ errichten und mit „Paramenten und allem zur Feier des hl. Meßopfers Notwendigen“ versehen darf.  

Außerdem erhält er und seine Ehefrau auf Lebenszeit das Recht zugesprochen, dass sie - so oft sie sich in ihrer Besitzung in Haidhausen aufhalten - an einem „Messopfer“ beiwohnen dürfen, das von einem „geweihten Priester“ gehalten wird.  Ausgenommen von diesem Recht sind lediglich die „Hochfeste“ Ostern, Pfingsten und Weihnachten.  

Philipp Holzhauser muss viel für die Kirche getan haben, dass er solche Privilegien überhaupt erhalten kann.  
Und tatsächlich treten er und seine Gattin mehrfach als „Taufpaten“ in Erscheinung.  
Zudem vermacht er der Haidhauser Kirche mehrmals hohe Geldbeträge. 


Sortierung 1638

Suchbegriffe

Hofmark Haidhausen, Messopfer, Kapelle, Privilegien, Taufpate,

Personen

Holzhauser Philipp Rechnungs-Kommissar

Weitere Ereignisse im Jahr 1638

1638

Haidhausen * Der alte „Totenkercher“, das „Beinhaus“, der Haidhauser „Sankt-Johannes-Baptist-Kirche“ wird abgerissen und neu aufgebaut.

30. September 1638

München * Der zweitgeborene Sohn Kurfürst Maximilians I., Prinz Maximilian Philipp Hieronymus, wird geboren.

7. November 1638

München-Graggenau * Am ersten Sonntag nach „Allerheiligen“ weiht der Freisinger Fürstbischof Veit Adam von Gepeckh das „Marien-Monument“ auf dem „Schrannenplatz“ feierlich ein.

Das ist jener Tag, an dem alljährlich in einer großen „Gedächtnis-Prozession“ der Sieg Maximilians I. in der „Schlacht am Weißen Berg“ bei Prag, im Jahr 1620, gegen die aufständischen Böhmen, gefeiert wurde.  
Auf den Tag genau ist das jetzt 18 Jahre her.  

Die Münchner „Mariensäule“ ist die erste „Madonnen-Säule“ nördlich der Alpen.  

Der baierische Kurfürst hat die „Madonnen-Säule“ als Symbol des durch den „Dreißigjährigen Krieg“ wieder erstarkten katholischen Glaubens und als Ausdruck seiner eigenen tiefen „Marienverehrung“ errichten lassen.  
Er legt damit ein öffentliches Bekenntnis für seine Religion und seine politische Überzeugung ab.  

Die Münchner „Mariensäule“ wird zum Vorbild vieler ähnlicher Monumente in Baiern und Österreich.  


Verwendet in Führung:

01. Haidhausen - Bauern, Adel und Tagelöhner




Sucbegriffe: Hofmark Haidhausen, Messopfer, Kapelle, Privilegien, Taufpate
Personen: Holzhauser Philipp Rechnungs-Kommissar, Gebeck Veit Adam Freisinger Bischof