1955

Die „Isar-Amper-Werke AG“ entstehen durch Fusion

Maxvorstadt * Die „Amper-Werke“ und die „Isar-Werke GmbH“ fusionieren zu den „Isar-Amper-Werken AG“.

Damit endet für die „Isarwerke GmbH“, als sie dieses zunächst auf die „Isarwerke AG“ übertrug, die Teilnahme am operativen Geschäft.

Fortan halten die drei Familienstämme August und Wilhelm von Finck und Wilhelm Winterstein vom „Bankhaus Merck Finck“ zusammen etwa 90 Prozent der Anteile an einer „GmbH“, die als „Holdinggesellschaft“ der „Isar-Amper-Werke“ auftritt und auch Betreiber des „Atomkraftwerks Isar“ ist.


1955

Suchbegriffe

Amper-Werke, Isar-Werke GmbH, Isar-Amper-Werke AG, Holdinggesellschaft, Atomkraftwerk Isar, Bankhaus Merck Finck,

Personen

Finck Wilhelm Bankier

Weitere Ereignisse im Jahr 1955

1955

Lehel - Praterinsel * Bei Eduard Pichls Beerdigung werden dessen letzten Grüße verlesen:

„Ich würde genau wieder so leben wollen. Ich bereue nichts“.

1955

Maxvorstadt * Die „Isar-Amper-Werke AG“ verfügen über das Anwesen Ecke Brienner Straße 41 und Richard-Wagner-Straße 3 und 5.

1955

Englischer Garten - Schwabing * Nach der Behebung der Kriegsschäden wird das „Seehaus“ wieder eröffnet.

Ab 1955

Englischer Garten - Hirschau * Der „Hirschauer Forst“ wird bis zum Jahr 1962 in den „Englischen Garten“ einbezogen.

1955

Haidhausen * Nach ihrer Wiederherstellung kann die „Altöttinger-Kapelle“ neu eröffnet werden.

1955

München * Dieter Hildebrandt bricht seine Arbeiten an der Dissertation zur Erlangung des Doktortitels ohne Abschluss ab. 

Dafür gründet er das Kabarett „Die Namenlosen“ und hat damit erste Erfolge.

1955

Lehel * Die Zahl der Einwohner im „Lehel“ hat sich auf 23.000 erhöht. 

Seit dem Jahr 1955

Maxvorstadt * Die „Ludwigskirche“ wird durch Erwin Schleich wiederhergestellt.

Um 1955

Obergiesing * Der Giesinger Bildhauer Konstantin Frick erschafft im „Ostfriedhof“ eine naturgetreue Kopie des Denkmals für die „Toten der Revolution - 1919“

Seit 1955

Untergiesing * Die „Stadtgärtner“ erproben im „Rosengarten“ auf einer Fläche von 4.500 Quadratmetern neue „Rosensorten“.

Ob sie das Münchner Klima vertragen, müssen die Pflanzen erst einmal zeigen.

Sind sie robust genug, pflanzen sie die Gärtner in großen Stückzahlen in die städtischen Blumenbeete ein.

1955

Ludwigsvorstadt * Einweihung der neuen evangelischen „Matthäuskirche“ am Sendlinger-Tor-Platz. 

1955

Maxvorstadt - Lehel * Das „Französische Konsulat“ zieht von der Kaulbachstraße 13 in die Widenmayerstraße 51 im Lehel.

Um 1955

Maxvorstadt * In der „Akademie der Bildenden Künste“ bildet sich die „Künstlergruppe SPUR“.

1955

Vatican * Papst Pius XII. bestimmt den 1. Mai als Festtag „Joseph der Arbeiter“ und gibt damit dem „Tag der Arbeit“ seine christliche Weihe.

1955

Maxvorstadt * In der Amalienstraße 23 eröffnet der frühere Oberkellner Friedrich Jahn das „Linzer Stüberl“.

Der anfängliche Publikumsrenner „Hühnersuppe mit Nudeln“ wird bald vom „Grillhendl“ abgelöst, weshalb das Lokal in „Weinstube zum Wienerwald“ umbenannt wird.

Bald heißt der Slogan: „Heute bleibt die Küche kalt, wir gehen in den Wienerwald“

2. Februar 1955

Au * Der „Cowboy Club München Süd” bittet um „Baugenehmigung für ein Behelfsclubheim”. 

Auf dem der Öffentlichkeit nicht zugänglichen Grundstück von Frau Ida Krone, „da dadurch das bisher durch Lausbubenstücke und von lichtscheuen Elementen heimgesuchte Gelände unter schärfere Kontrolle fällt und der Rasen und Baumbestand gepflegt wird.
Korrektes und ruhiges Verhalten wird die Nachbarschaft nicht belästigen“

In einer „Ranch“ will der Verein einen „Clubraum“, einen „Museumsraum“ für die wertvolle Sammlung und einen „Bibliotheksraum“ verwirklichen.

Die „Cirkus-Krone-Verwaltung“ genehmigt dem „Cowboy-Club“ die Grundstücksnutzung für seine sportlichen und ideellen Zwecke, bis zum beabsichtigten Verkauf des Areals.
Seither beherrschen Winnetou und Old Shatterhand den ehemaligen „Schmederer-Garten“.

Eine alte „Wehrmachtsbaracke“ wird mit Hilfe der „Pschorrbrauerei“ und hoher Eigenleistung zur „Ranch“ umgebaut.
„Jeden Samstag und Sonntag sind 15 bis 20 Mann ganztägig da.
Rund 2.000 Arbeitsstunden werden freiwillig und gern von den Clubmitgliedern geleistet“
.  

In der „Ranch“ befindet sich der kostbarste Besitz des „C.C.M.S.“, das „Indianermuseum“.  In ihm ist alles Zubehör und Kleidung zu finden, die einen Indianer ausmachen.
Köcher aus Büffelleder, Federhauben, „Friedens-Pfeifen“, Brautmokassins, mit perlenbestickten, bunten Schuhsohlen, sowie Kriegsbeilen, wie sie wirklich waren: schlicht und einfach.

In einem eigenen lateinamerikanischen Glaskasten befindet sich ein „Schrumpfkopf“

März 1955

München * Der Film „Rock around the clock“ kommt in die Kinos. 

Damit wird der Titelsong von Bill Haley und seiner Band „Comets“ zur „Hymne der Jugend“

Oktober 1955

Haidhausen * Mit dem Bau der „Elisabethkirche“ in der Breisacher Straße wird begonnen.  

Dazu treten die „Frauen vom guten Hirten“ einen Teil des Klostergartens ab.  
Wegen der Beschränktheit des Bauplatzes steht die Kirche etwas zurückgesetzt von der Straße.  
Nur der schlanke freistehende Turm wird zur Straße vorgeschoben, womit die beabsichtigte gute Sichtbarkeit erreicht wird.  
Der Turm nimmt auch die „Transformatorenstation“ der Stadtwerke München auf.  

Die Hallenkirche hat eine Länge von 32 und eine Breite von 25 Metern und besitzt am Altar eine Höhe von 17 Metern. 

20. Dezember 1955

Deutschland - Italien * Zwischen Italien und der Bundesrepublik Deutschland wird ein „Abkommen zur Anwerbung italienischer Arbeitskräfte für den deutschen Arbeitsmarkt“ abgeschlossen. 

Nach dem 21. Dezember 1955

München * Die ersten Italiener treffen als „Gastarbeiter“ auf Gleis 11 am Münchner Hauptbahnhof ein.

In einem ehemaligen „Luftschutzbunker“ befindet sich die „Weiterleitungsstelle“.
Die Neuankömmlinge sollen „möglichst schnell vom Bahnsteig verschwinden, um nicht den Eindruck des Sklavenhandels“ entstehen zu lassen. 


Verwendet in Führung:

24. Brienner Straße
38. Richard-Wagner-Straße



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