November 1943

Karl Valentin lehnt ein Angebot des „Generalgouverneurs für Polen“ ab

München * Karl Valentin erhält von Dr. Hans Frank, dem „Generalgouverneur für Polen“ eine Einladung vor bayerisch-österreichischen Soldaten in Krakau aufzutreten.

Karl Valentin lehnt dies mit mit Hinweis auf seinen schlechten Gesundheitszustand ab.


1943

Suchbegriffe

Polen, Krakau, Auschwitz,

Personen

Valentin Karl

Weitere Ereignisse im Jahr 1943

1943

New York * Der „General-Motors-Ingenieur“ Charles Chayne erwirbt den „Bugatti Royale“ vom Schrottplatz in der New Yorker Bronx. 

1943

München * Das Einkommen des „Scharfrichters“ Johann Reichhart ist aufgrund der zahlreichen Todesurteile innerhalb weniger Jahre in die Höhe geschnellt.  

Im abgelaufenen Jahr erhält der Henker zu seinem jährlichen Grundgehalt von 3.720 RM noch Sondervergütungen in Höhe von 41.748 RM zu.

Alleine die Sondervergütungen für die 764 Enthauptungen betragen 35.790 RM, der Rest sind Fahrkosten und Aufwandsenschädigungen.

1943

Au * Das ehemalige Gebäude der „Kreislehrerinnenbildungsanstalt für Oberbayern“ in der Frühlingstraße (heute: Eduard-Schmid-Straße) wird durch Bomben zerstört. 

1943

Haidhausen * Die verwaiste „Villa Stuck“ wird von einer Sprengbombe getroffen. 

Sommer 1943

Lehel - Grünwald * Das „Luftgaukommando“ wird von der Prinzregentenstraße nach Grünwald verlegt, weshalb die Gäste des „Schlosshotels“ ausquartiert werden.

Darunter auch Karl Valentin.

1943

Untergiesing * Die „Braunauer Eisenbahnbrücke“ wird durch Bomben beschädigt.

27. Januar 1943

Obergiesing * Wilhelm Heppert, der die Kassiererin der „Museum-Lichtspiele“ überfallen und die Kasse um 150 Mark erleichtert hat, wird im „Strafgefängnis München-Stadelheim“ durch den „Scharfrichter“ hingerichtet. 

Sein Leichnam wird dem „Anatomischen Institut“ zur Verfügung gestellt.

15. Februar 1943

München * Das sechste Flugblatt der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ wird fertiggestellt und versandt. 

Es beinhaltet den Aufruf zum „Sturz des NS-Regimes“ und fordert die Errichtung eines „neuen geistigen Europas“.

Das Flugblatt wird später in England nachgedruckt und von britischen Flugzeugen über Deutschland abgeworfen. Außerdem wird der Inhalt durch den Sender „British Broadcast Corporation - BBC“ verbreitet.

16. Februar 1943

Berlin * „Reichspropagandaminister“ Dr. Joseph Goeppels ruft im Berliner „Sportpalast“ den „Totalen Krieg“ aus.  

Nun muss die Münchner Zivilbevölkerung erfahren, was „Krieg“ wirklich bedeutet. 

Bis dahin gab es neun Bombenangriffe auf München. 
Ab diesem Zeitpunkt - bis zum 17. April 1945 - folgen noch weitere 49 Luftangriffe über der Stadt. 

  • So stehen bereits am 10. März 1943, nach dem zehnten Angriff, 9.000 Menschen auf der Straße,
  • am 25. April 1944, dem 18. Angriff, haben schon 70.000 ihre Wohnung verloren und
  • nach dem 28. Angriff sind bereits 200.000 Münchner ohne Dach über dem Kopf. 
18. Februar 1943

Maxvorstadt * Mitglieder der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ verteilen etwa 1.700 Flugblätter in der Münchener Universität.

Der Hausmeister, der die ganze Aktion beobachtet hat, meldet sie bei der „Gestapo“.
Sophie und Hans Scholl sowie Christoph Probst werden verhaftet und ins „Wittelsbacher Palais“ gebracht.

22. Februar 1943

München - Obergiesing * Nach dem dreitägigen Verhör bei der „Gestapo“ folgt der Prozess gegen die Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ vor dem „Volksgerichtshof“ unter dem Vorsitz des eigens aus Berlin angereisten Dr. Roland Freisler.

Hans und Sophie Scholl werden gemeinsam mit Christoph Probst zum Tod verurteilt.

Das Urteil wird noch am selben Tag im „Strafgefängnis München-Stadelheim“ durch den  „Scharfrichter“ Johann Reichhart vollstreckt.

25. Februar 1943

Liverpool * George Harrison, der Sänger, Leadgitarrist und Songwriter der Beatles, wird in Liverpool geboren. 

März 1943

Maxvorstadt * Phosphor- und Sprengbomben zerstören 85 Prozent der Bausubstanz und 25 Prozent des Bücherbestands der „Bayerischen Staatsbibliothek“.

9. März 1943

Ludwigsvorstadt * Bomben zerstören das „Deutsche Theater“ nahezu vollständig. 

April 1943

Bogenhausen * Günther Tetsch, der „Abteilungsleiter Rechtswesen des Lebensborn e.V.“ bezieht die „Bürgermeistervilla“ in Bogenhausen.

23. April 1943

Berlin * Juden wird die „deutsche Staatsangehörigkeit“ entzogen.

Juni 1943

München * In München gibt es nur mehr 483 Juden.

30. Juni 1943

Lehel * Die „Arisierungsstelle“ in der Widenmayerstraße 27 hat ganze Arbeit geleistet.

An diesem Tag verkündet sie ihre Auflösung.
Der „Immobilienmarkt“ und damit die ganze Stadt ist „so gut wie judenfrei“.

1. Juli 1943

Berlin * Deutsche Juden werden dem „Polizeirecht“ unterstellt.

Damit verbunden ist die Aufhebung jeglichen „Rechtsschutzes“.
Im Todesfall eines Juden verfällt dessen Vermögen automatisch dem „Reich“.

13. Juli 1943

Obergiesing * Alexander Schmorell und Professor Kurt Huber, Mitglieder der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“, sterben im „Gefängnis München-Stadelheim“ unter der „Guillotine“ von Johann Reichhart.

26. Juli 1943

Dartford * Mick Jagger, der spätere Frontmann und Sänger der „Rolling Stones“, wird in Dartford in der Grafschaft Kent in England, geboren. 

31. Juli 1943

New York * Lida Gustava Heymann stirbt in New York. 

5. August 1943

München-Obergiesing * Walter Klingenbeck wird im Alter von 19 Jahren im Gefängnis „Stadelheim“ hingerichtet bzw. ermordet.

1. September 1943

Planegg * Karl Valentin verlegt seinen Wohnort in sein Landhaus in der Georgenstraße 2 in Planegg.

Seine Wohnung am Mariannenplatz 4 ist laut polizeilichem Meldebogen „z.Zt. vermietet“.

7. September 1943

Obergiesing * Die Bomben des Zweiten Weltkriegs vernichteten die Obergiesinger „Martin-Luther-Kirche“ bis auf den Turm und die Außenmauern.

27. September 1943

München * Das „Oberfinanzpräsidium München“ bestimmt, „dass zufolge Erlaß des Reichswirtschaftsministers vom 13.2.40 sämtliche Vermögenswerte der Familiengruppe Schülein an Berlin abzuliefern sind“.

Oktober 1943

Theresienwiese * Zweiter Weltkrieg. Das „Oktoberfest“ fällt kriegsbedingt aus.

2. Oktober 1943

Untergiesing * Die Bevölkerung des dicht besiedelten Untergiesing ist durch die Nähe zum „Gauleiterbunker“ im bombensicheren Kellermassiv im „Nockherberg“ und der Isar, an der sich die alliierten Bomber orientieren, stark bedroht. 

In der Nacht vom 2. zum 3. Oktober 1943 ereignet sich in der Kühbachstraße eine Tragödie.
Im Keller des Anwesens Nr. 18 und 20 ertrinken 47 Menschen in dem durch geplatzte Hydranten hereinstürzenden Wasser.
Es handelt sich dabei um eine Hochzeitsgesellschaft, die in dem Gasthaus feiert. 

Da die Geladenen während des „Bombenalarms“ nicht extra in den „Bunker an der Sachsenstraße“ laufen wollten, gehen sie in den Keller, den sie nicht mehr lebend verlassen können.
Ihre zum Teil weit entfernten Heimatwohnorte weisen die Toten als Münchenbesucher aus.

2. Oktober 1943

Bogenhausen * In der Nacht vom 2. zum 3. Oktober wird das Schulgebäude am Kirchplatz 3 in Bogenhausen durch Bomben total zerstört.

Das „Seminar“ und der „Kindergarten“ wird in die „Gebeleschule“ verlegt.

3. Oktober 1943

Au * Die „St.-Wolfgangskirche“ an der Balanstraße wird von Bomben getroffen. 

12. Oktober 1943

Obergiesing * Das Todesurteil gegen Willi Graf, ein Mitglied der „Weißen Rose“, wird durch den „Scharfrichter“ Johann Reichhart im „Gefängnis München-Stadelheim“ vollstreckt.

19. November 1943

Englischer Garten - Hirschau * Der Staat erwirbt auf Druck der „Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen“ das circa 30 Hektar große „Maffei-Gelände“ um 2,5 Millionen Mark.

13. Dezember 1943

Bogenhausen * Der „Wehrmachtsoffizier“ Ludwig Freiherr von Leonrod sucht seinen „Beichtvater“ Dr. Hermann Wehrle in der Bogenhausener „St.-Georgs-Kirche" auf. 

Ihn plagen Gewissensbisse, seit er von Claus Graf Schenk von Stauffenberg in die Attentatspläne auf Hitler eingeweiht worden ist.  

Er will wissen, wie die katholische Kirche zum „Tyrannenmord“ steht.

17. Dezember 1943

Maxvorstadt * Gegen 21:40 Uhr wird der Zirkusbau an der Marsstraße durch Bomben zerstört und vollständig eingeäschert. 

18. Dezember 1943

Dartford * Keith Richards, Gitarrist und Songwriter der „Rolling Stones“, wird in Dartford in der Grafschaft Kent in England, geboren. 

20. Dezember 1943

New York * Anita Augspurg stirbt in New York. 


Verwendet in Führung:

12. Auf den Spuren eines Genies - Karl Valentin



Polen, Krakau, Auschwitz
Valentin Karl, Frank Hans Fr. Hauptkriegsverbrecher