9. November 1766

Die Mozartkinder geben ihr erstes „Hofkonzert“ in München

München * Auf der Rückreise von der großen „Konzertreise“ geben die Mozartkinder ihr erstes „Hofkonzert“ in München.


Sortierung 1766

Suchbegriffe

Hofkonzert,

Personen

Mozart Wolfgang Amadeus Komponist Mozart Nannerl

Weitere Ereignisse im Jahr 1766

1766

Nancy * Mit der erfolgten Vertreibung und Enteignung der „Jesuiten“ in Nancy geht die Leitung des Kollegs an ein weltgeistliches Gremium über. 

Seit dieser Zeit stehen „Realien“ im Mittelpunkt des Unterrichts von Maximilian Joseph von Montgelas, also Naturwissenschaften, Geschichte, Geographie und neue Sprachen.

März 1766

Bogenhausen * Die Umbauarbeiten an der Bogenhausener „Georgskirche“ beginnen.

1. April 1766

Parsberg bei Miesbach * In der Nacht vom 1. zum 2. April 1766 findet in Parsberg bei Miesbach das „Parsberger Treiben“ statt. 

Das „Opfer“ ist Maria Aignmann, die Tochter des „Sterzlbauern“, die sich mit dem ledigen Bauernsohn Anton Preißl aus dem gleichen Dorf eingelassen und ein Kind geboren hat.
An dem „Haberfeldtreiben“ sind 23 Männer beteiligt, von denen nur einer verheiratet ist. Sie sind zwischen 16 und 26 Jahre alt.

Die dargebrachten „Spottverse“ sind sowohl für die Tochter des „Sterzlbauern“, aber auch einigen Bauern aus Parsberg und Bürgern vom nahen Miesbach gewidmet. 

20. August 1766

Miesbach - München * Der „Gerichtspfleger“ von Miesbach leitet eine Untersuchung ein, die umgehend zur Inhaftierung von neun „Haberern“ des „Parsberger Treibens“ vom 1./2. April 1766 führt.

Der folgende „kurfürstliche Erlass“ vom 20. August 1766 stellte das erste Dokument der Verfolgung des „Haberfeldtreibens“ durch die baierischen Behörden dar. 

22. September 1766

München * Der baierische Kurfürst Max III. Joseph und sein wittelsbachischer Verwandter Kurfürst Carl Theodor von der Pfalz schließen eine „Erbverbrüderungs-Erneuerung“.  

Darin werden Baiern und Pfalz erstmals als „unteilbarer Gesamtbesitz des Hauses Wittelsbach“ bezeichnet. 

13. Oktober 1766

München * Der Theatiner-Pater Don Ferdinand von Sterzinger hält eine Rede gegen den Hexenwahn. Sein Vortrag befasst sich mit „dem gemeinen Vorurteil der wirkenden und tätigen Hexen“.

Er geht als Vertreter der Aufklärung gegen Aberglauben und Unwissenheit vor. Seine Schriften gegen Hexen sowie das Zauber- und Gespensterwesen bringen ihm grenzüberschreitende Achtung und Anerkennung ein. Der Theatinerpater bricht damit eine langwierige Diskussion vom Zaun, die als Baierischer Hexenkrieg bekannt wird. Im weiteren Verlauf streitet man in 28 Streitschriften um das Für und Wider.

Als besondere Gegner des Theatinerpaters offenbaren sich die Benediktiner von Scheyern, deren Kreuzreliquie angeblich gegen Verhexung wirksam ist und die in der Demontage des Zauberei-Tatbestands ihr Geschäft mit den von ihnen vertriebenen heiligen Gegenständen gefährdet sehen. 

Doch Dank der Stellungnahme der „Akademie der Wissenschaften“ kommt es in „Churbaiern“ zu keinen „Hexenverfolgungen“ mehr. Auch in anderen süddeutschen Territorien erlahmen schließlich die „Hexenverfolgungen“

21. November 1766

München * Wolfgang und Nannerl Mozart geben ihr zweites „Hofkonzert“ in München.


Verwendet in Führung:

26. November-Gschichten
28. Kreuzviertel
29. Graggenau




Sucbegriffe: Hofkonzert
Personen: Mozart Wolfgang Amadeus Komponist, Mozart Nannerl