1. Mai 1892

Im „Münchner-Kindl-Keller“ treffen sich über 5.000 Arbeiter

München-Au * Im „Münchner-Kindl-Keller“ treffen sich über 5.000 Arbeiter zur „1.-Mai-Feier“

Die Anwesenden stellen die Forderungen nach „Verkürzung der Arbeitszeit“ und zum „Arbeitsschutz“.


1892

Suchbegriffe

Münchner-Kindl-Keller, Verkürzung der Arbeitszeit, Arbeitsschutz, Tag der Arbeit, Maifeier,

Weitere Ereignisse im Jahr 1892

Ab 1892

Schliersee * Der Münchner Schauspieler und Komiker Konrad Dreher ist mit seinem „Schlierseer Bauerntheater“ häufig unterwegs.

1892

München-Ludwigsvorstadt * Das „Panorama“ an der Goethestraße 45 wird abgerissen.

1892

München * Carl Gabriel kommt nach München.

1892

München-Graggenau * Die Firma „Franz Kathreiner‘s Nachfolger“ eröffnet in ihrem Stammhaus an der Burgstraße 16 einen „Chinesischen Teesalon“.

1892

La Porte * Die „Strowger Automatic Telephone Exchange Company“ installiert in La Porte, Indiana, die erste „Vermittlungsstelle“ der Welt.  

Weil Almon B. Strowger mit der „Bell Telephone Company“ in Amerika nicht so recht ins Geschäft kommen kann, konzentriert er sich auf den Export. 

1892

München-Au - München-Graggenau * Valentin Ludwig Fey wechselt in die rein protestantische „Schule an der Herrnstraße“ über.

Den Schulbesuch empfindet er als „Siebenjährige Zuchthausstrafe“.

1892

München-Obergiesing * Der „Giesinger Berg“ wird reguliert.

Dadurch entsteht um die Kirche herum eine Terrassenanlage, die den Turm am Giesinger Berg wie ein Wahrzeichen erscheinen lässt.

1892

München-Au * Die „Münchner-Kindl-Brauerei“ nennt ihren Gerstensaft „Wiesn-Bier“.

1. Januar 1892

München-Bogenhausen * Die bis dahin selbstständige Gemeinde Bogenhausen wird mit den Gemeindeteilen Brunnthal, Neuberghausen und Priel mit seinen 1.570 Einwohner auf 441 Hektar nach München eingemeindet.

26. Januar 1892

München * Herzogin Ludowica Wilhelmine in Bayern stirbt im Alter von 84 Jahren.  

Ihre Grabstätte befindet sich in der Gruft von „Schloss Tegernsee“

Ihr jüngster Sohn, Herzog Max Emanuel in Bayern, erbt „Schloss Biederstein“

30. Januar 1892

München * Franz von Lenbachs Tochter Marion kommt zur Welt.

Um Februar 1892

Berlin * Ernst Philipp Fleischer erhält für das Panoramengemälde „200 Jahre aus der Geschichte der Hohenzollern“ in Berlin den Professorentitel.

29. Februar 1892

München * Im Atelier des 29-jährigen Josef Block kommt es zu einem Treffen von elf Künstlern und Kunstprofessoren.

Sie gründen einen neuen Verein und verfassen ein Pamphlet, in dem es heißt:
„Die heute versammelten haben sich als Club zur Verfolgung derjenigen Maßregeln constituirt, welche ihrer Überzeugung nach im Interesse der münchner Kunst unabhängig von der münchner Künstlergenossenschaft erforderlich sind“.

Sie begründen damit den späteren „Verein Bildender Künstler Münchens e.V. - Secession“.

Unterzeichnet ist das Papier von Josef Block und dessen „Professor“ Bruno Piglhein sowie den „Professoren“ Fritz von Uhde, Hugo Freiherr von Habermann und Paul Hoecker.
Außerdem von Franz Stuck, Heinrich Zügel, Gotthardt Kuehl, Victor Weishaupt, Ludwig Dill und Otto Hierl-Doronco.

Sieben der elf Unterzeichner des Ursprungspamphlets haben während der „Münchner Jahresausstellungen“ relevante Funktionen ausgeführt.
Habermann, Hoecker, Piglhein, Uhde und Weishaupt gehörten der „Vierzehner-Commission“ an.
Mitglieder in der „1889er-Jury“ waren Dill, Habermann, Hoecker, Piglhein und Weishaupt.
Franz Stuck und Fritz von Uhde waren Mitglieder der „1891er-Jury“

März 1892

München * Im März 1892 hält „Generalintendant“ Carl von Perfall einen Vortrag zum Thema „Festspielhaus“ vor den Bürgermeistern der Landeshauptstadt München.

In dieser Rede sagt er unter anderem: „Welch eine große That für die Kunst wäre es, welch eine ruhmreiche Zierde für die Kunststadt München, welch eine neu sich erschließende enorme Geldquelle für die Stadt, wenn die Prinz-Regenten-Straße ihren Abschluß durch Erbauung eines Kunsttempels fände!

Es müßte ein Festspielhaus für das Volk werden, das die verschiedenen Kunstrichtungen von Bayreuth, Salzburg und Worms in sich vereinigte, dessen Pforten im Gegensatz zu Bayreuth jedem aus dem Volke um ein im Verhältnis geringes Entgelt sich eröffneten“.

März 1892

München-Isarvorstadt - Museumsinsel * Die „Garnisonsverwaltung“ zieht von der „Alten Isarkaserne“ auf der „Kohleninsel“ nach Neuhausen.

Damit beginnt die Übergabe des Geländes an die Stadt München. 

Diese quartiert in der ehemaligen Kaserne zahlreiche Behörden ein:

  • die „städtische Desinfektionsanstalt“,
  • die „Inspektion für Blitzableiteranlagen“,
  • das „polizeiliche Krankenträgerinstitut“,
  • den „Sanitätsverband“,
  • die „Lehrwerkstätten des Volksbildungsvereins“ und
  • die „Berufsschule für Friseure“.
24. Juni 1892

München - München-Maxvorstadt * Otto von Bismarck samt Gemahlin halten sich bis 26. Juni in München auf.

Sie wohnen in der „Künstlerresidenz“ Franz von Lenbachs.

Juli 1892

Eberswalde * Kurt Eisner heiratet in Eberswalde - gegen den ausdrücklichen Wunsch seiner Eltern - die Protestantin Lisbeth Hendrich.

September 1892

München-Theresienwiese * Wegen fehlender Toiletten darf der „Ochsenbrater“ Johann Rössler kein Bier ausschenken.

Und weil Ochs‘ ohne Bier in München gar nicht geht, erleidet Rössler einen geschäftlichen Misserfolg.

22. Oktober 1892

München-Lehel * Mit der Einweihung der neuen „Anna-Basilika“ wird die alte „Anna-Kirche“ nur mehr „Franziskaner-Klosterkirche“.  

Die Vorstadtbasilika ist nun die „Pfarrkirche“ des „Lehels“

6. November 1892

Nürnberg * In Nürnberg wird aufgrund der Initiative des Prinzen Ludwig [III.] der „Verein zur Hebung der Fluss- und Kanalschifffahrt in Bayern“ - kurz „Bayerischer Kanalverein“ - gegründet. 

12. Dezember 1892

München * Elisabeth Wellano, die spätere Liesl Karlstadt, wird als Fünftes von 9 Kindern geboren.

27. Dezember 1892

Toulon * In Toulon wird die „Französisch-Russische Allianz“ geschlossen. 

31. Dezember 1892

München * Die Zahl der „Cafès“ hat sich bereits auf 84 erhöht.  

Das Wachstum hält bis kurz vor die Jahrhundertwende an.  
Nicht ohne Grund melden die Münchner Neuesten Nachrichten: „Cafés schießen wie Pilze aus dem Boden“

31. Dezember 1892

Berg am Laim * Die Zahl der Beschäftigten der Firma „Franz Kathreiner‘s Nachfolger“ ist auf 177 angewachsen.


Verwendet in Führung:

03. Der Gasteig - Ein Stück Alt-München
06. Die nördliche Au
10. München - Weinstadt & Biermetropole
16. „An jedem Eck a Gaudi“ - Die Münchner Volkssänger



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