6. August 1567

Am „Haßlang-Schlösschen“ wird ein Triebwerk eingehängt

Au * Am „Haßlang-Schlösschen“ in der heutigen Lilienstraße wird ein Triebwerk in den Auer Mühlbach eingehängt.

Damals übergeben die Herzöge Sigmund und Albert dem Hanns Platner von der Rosen einen Platz zum Lehen, damit er eine Mühle und einen Hammer erbauen kann.

Die Urkunde hat folgenden Wortlaut: „Von gottes gnaden Wir Sigmund vnd Wir Albrecht gebrüdere Phallenz grauen bey Reine Hertzogen in Obern vnd Nidern Bairn [...] tun kunnt [...], Das wir vnnserm getrewen Hannsen Platner mit der Rosen von sunndern gnaden ainen Mulslag gelegen enthalb der Yser an dem Rain auf dem pach zwischen der Mul Neydegk und der Yserbrugken, Darauf er machen vnd slagen mag ain Sleifmul vnd obe er ainen platthamer auch darauf richten mocht [...]“.


1567

Suchbegriffe

Haßlang-Schlösschen, Lilienstraße, Auer Mühlbach, Lehen,

Personen

Sigmund Herzog

Weitere Ereignisse im Jahr 1567

1567

Stuttgart * In der „Württembergischen Landesordnung“ wird das neue „Hexerei-Delikt“ ausformuliert: 

„Wo aber jemandt sich mit dem Teuffel, zu Nachtheil und Beschädigung der Menschen in Bündnuß eingelassen und damit noch niemandts Schaden gethon hette, der soll gestrafft werden nach Gelegenheit der Sach“

1567

Au * Georg Schobinger lässt „Wageck“ an der Lilienstraße durch zusätzliche Zahlungen zu einem „Edelsitz“ erheben.

1567

Haidhausen * Über den Haidhauser Dorfteich, die „Große Lacke“, heißt es: „Welches fleckhlein, nachdem es zum theil nur ain Lackhen, weder Vieh noch leut, Dieffe des wassers  halber, mit nichte geniessen“.

22. November 1567

München * Herzog Albrecht V. erlässt ein Mandat, das den Ausschank von „Weißbier“ stark einschränkt.  

  • Es darf fortan nur mit eigenem oder im Ausland gekauften Weizen gebraut werden.
  • Der Ausschank von „Weißbier“ ist nur in den Städten und Märkten jenseits der Donau in Richtung „Bairischer Wald“ erlaubt.
  • Neue „Weißbierbrauereien“ dürfen bei Strafe nicht mehr errichtet werden,
  • auch deshalb, weil beim Brauen große Mengen Weizen verschwendet werden.

Denn, so der Herzog weiter, das Weißbier ist „gar ein unnuez getranck, [...] das weder fueert noch nert, weder sterck, krafft noch macht gibt, und dahin gericht ist, das es die Zechleut, oder diejenigen dies trincken, nur zu mehrerm trincken raitzt und ursacht“

Allerdings, mehr kann man sich doch von einem Getränk nicht erwarten.


Verwendet in Führung:

06. Die nördliche Au



Haßlang-Schlösschen, Lilienstraße, Auer Mühlbach, Lehen
Sigmund Herzog, Albert Herzog, Platner Hanns von der Rosen Waffenschmied