September 1952

Der Löwenbräu-Löwe erhält einen Maulkorb

Theresienwiese * Der „Oktoberfestausschuss“ des Münchner Stadtrats erteilt dem Löwen auf dem „Löwenbräu-Festzelt“ einen Maulkorb, nachdem die sieben großen „Wiesnbrauereien“ vereinbarten, dass „akustische Brauerei-Reklame“ unzulässig sei. 

Der Löwe bleibt daraufhin stumm und wird von der „Löwenbrauerei“ mit einem gigantischen Schloss hinter einer Glasscheibe dekoriert.


1952

Suchbegriffe

Oktoberfest, Löwenbräu-Festzelt, Löwenbräu-Löwe, Akustische Brauerei-Reklame, Bier, Wiesnbier,

Weitere Ereignisse im Jahr 1952

1952

München * Der Bayerische Rundfunk startet unter dem Titel „Der Haushaltslehrling“ eine neue Sendereihe mit Liesl Karlstadt als „Mutter Brandl“.

Die Sendung läuft jeden Donnerstag und wird ein Riesenerfolg.

1952

Welt * Weltweit werden Urheberrechte durch ein „Welturheberrechtsabkommen" geschützt.

1952

Englischer Garten - Schwabing * Wegen der Erweiterung der „Tierärztlichen Fakultät" muss der „Schwabinger Bach" im „Englischen Garten" verlegt werden.

1952

Haidhausen * Das Gasthaus „Zu den vier goldenen Äpfeln“ in der Haidhauser Kirchenstraße heißt jetzt „Haidhauser Klause“. 

Später wird daraus das „Birdland“, eine Soul-Kneipe mit Live-Bands.

1952

Bogenhausen * Das „Kindergärtnerinnen-Seminar“ zieht in die Räume der ehemaligen „Lauer-Villa“ in Bogenhausen.

1952

Graggenau * Karl Pilotys Monumentalgemälde „Monachia“ im „Großen Sitzungssaal des Neuen Rathauses“ wird wegen technischer Umbauarbeiten abgehängt und durch einen historischen Gobelin ersetzt.

1952

München * Der „Verein Brauerei-Museum“ wird gegründet.   

Bis ihm das „Münchner Stadtmuseum“ im Jahr 1963 den Platz zur Verfügung stellen kann, sammelt der Verein Anschauungsmaterial, Geräte, Modelle, Pläne, Fachliteratur, Urkunden und eine Vielzahl bildlicher Darstellungen. 

1952

Maxvorstadt * Nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg werden die „Propyläen am Königsplatz“ 1952 und 1960 grundlegend renoviert.

1. März 1952

Untergiesing * Pfarrer Adolf Mathes, der seinerzeit auch als „Bunkerpfarrer" bekannt war, eröffnet das "Heim für obdachlose Männer" an der Pilgersheimerstraße 11, als Ersatz für die zwei Bunker, die er bis dahin anzubieten hatte. 

Das „Pilgersheim" hat bei seiner Eröffnung - als damals Deutschlands modernstes „Obdachlosenasyl" - 400 Betten, in denen vor allem das Heer von Kriegsheimkehrern, Evakuierten, Heimatvertriebenen und Menschen, die alles verloren haben, kurzzeitig unterkommen.
Das Haus verfügt im Erdgeschoss über einen Aufenthaltsraum und elf Schlafsäle, mit jeweils acht oder sechzehn Betten. 

Die erste Nacht ist kostenlos.
Für jede weitere Übernachtung müssen die Männer ein Fufzgerl bezahlen.
Für ein weiteres Fünferl gibt es einen Morgenkaffee.
Die Quartiersuchenden können das Haus nur durch das Zimmer des Arztes betreten.
Nach einer kurzen Untersuchung müssen die Männer baden und werden - wenn notwendig und notfalls auch zwangsweise - desinfiziert.
Eigene Kleidung ist den Asylsuchenden verboten.
Sie müssen „gestreifte Blaumann-Schlafanzüge" und Filzpantoffeln anziehen.

27. März 1952

Kreuzviertel * Im Polizeipräsidium an der Ettstraße explodiert ein an Bundeskanzler Konrad Adenauer [CDU] adressiertes Päckchen. 

Dabei wird der Polizeibeamte Karl Reichert getötet. 

12. Juni 1952

Kreuzviertel * „Kardinal“ Michael von Faulhaber stirbt. 

Der Tod der nicht unumstrittenen Persönlichkeit ruft bei den Gläubigen Münchens nicht nur Bestürzung hervor.

Nach dem 12. Juni 1952

München * Es ist und bleibt ein ewiges Rätsel, warum ausgerechnet die „Münchner Jüdische Zeitung“ zum Schluss kommt, dass Michael von Faulhaber an dem denkwürdigen 3. Dezember 1933 „gegen den Rassenwahn der nationalsozialistischen Machthaber so furchtlos Stellung nahm“.

Juli 1952

Graggenau * Der „Genießer-Brunnen“ im Hof der Burgstraße 5 geht in Betrieb.

8. Juli 1952

Kreuzviertel * Straßenarbeiter bringen in der Neuhauser Straße den ersten „Zebrastreifen“ Deutschlands auf die Fahrbahn.

23. Juli 1952

Englischer Garten - Hirschau * Das 30 Hektar große „Maffei-Gelände“ wird in den „Englischen Garten“ einbezogen.

August 1952

Theresienwiese * Im Zusammenhang mit der geplanten Eintragung der Bezeichnung „Wiesen-Bier“, „Wiesen-Märzen“ und „Münchner Oktoberfestbier“ als geschütztes Warenzeichen beim Patentamt bemüht sich der „Verein Münchener Brauereien e.V.“, dass zum „Oktoberfest“ nur die „Münchner Großbrauereien“ zugelassen werden.

9. August 1952

Vatikan * Papst Pius XII. ernennt „Bischof“ Joseph Wendel zu Michael von Faulhabers Nachfolger als „9. Erzbischof von München und Freising“.  

Joseph Wendel gilt als ein gemäßigter Konservativer. 

Seit September 1952

Theresienwiese * Der Münchner Oberbürgermeister fährt beim „Wiesn-Einzug der Festwirte und Brauereien“ in der Kutsche der „Festwirtsfamilie“ Schottenhamel mit.

Beim „Trachtenumzug“ fährt er dagegen in einer eigenen Kutsche mit.

September 1952

Theresienwiese * Das „Hofbräuhaus-Festzelt“ ist erstmals auf der „Wiesn“.

6. September 1952

Englischer Garten * Der wiederhergestellte „Chinesische Turm“ im „Englischen Garten“ wird der Öffentlichkeit übergeben.

Er ist in seiner äußeren Erscheinung eine ziemlich genaue Rekonstruktion des ursprünglichen Bauwerks.


Verwendet in Führung:

34. Bierzelt-Rallye auf dem Oktoberfest



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