13. Oktober 1832

Eine griechische Delegation huldigt dem künftigen König

München * Eine zwölfköpfige Delegation trifft in München ein, um dem künftigen König die Huldigung der Griechen darzubringen und ihn anschließend nach Griechenland zu begleiten. 


1832

Suchbegriffe

Griechenland,

Personen

Otto König von Griechenland

Weitere Ereignisse im Jahr 1832

1832

München * In der Brausaison 1832/33 kommt erstmals Natureis zur Kühlung der Bierkeller zur Anwendung.

Bis dahin bewerkstelligte man die Kühlung lediglich durch Kaltluftzufuhr.

1832

Berg am Laim * Außenputzarbeiten und Neuverputzung der Westfassade der Kirche „Sankt Michael“ in Berg am Laim.

1832

München-Maxvorstadt * Grundsteinlegung für die 172 x 78 x 24 Meter umfassende „Bayerische Staatsbibliothek“.

1832

München * Die „Post“ wird wieder dem „Ministerium des Königlichen Hauses und des Äußeren“ unterstellt.

Aus Angst vor einer „Revolution“ - in Frankreich findet im Jahr 1830 die „Julirevolution“ statt - will der Bayernherrscher die politische Kontrolle über die „Post“ ausüben.

Daran scheitert auch eine „Privatisierung der Post“, für die das Haus „Thurn und Taxis“ ein entsprechend großzügiges Angebot offeriert hatte.

1832

München * Der 21-jährige bayerische Kronprinz Max II.

  • hat die Idee einer „Akropole“ zur „Hebung des monarchischen nationalen Volksgeistes“
  • und beabsichtigt, „auf der Isaranhöhe einen großen Nationalbau, einen Park, eventuell sogar einen neuen Stadtteil anzulegen”.

Das ist der Anstoß für die 1.664 Meter lange „Maximilianstraße“.

1832

Vorstadt Au * Gründung der „Armen-Industrie-Schule“ durch Pfarrer Hermann Rabl.

Ziel ist die „Erziehung der verwahrlosten Jugend zu aufrichtig frommen und wahrhaft tugendhaften Christen und zu rechtschaffenden, arbeitsamen, häuslichen und überhaupt wohlgesitteten Menschen“.

1832

München-Englischer Garten - Lehel * Ein künstlicher Hügel wird im „Englischen Garten“ aufgeschüttet.

Ziegelfundamente in fast gleicher Höhe wie der „Monopteros“ selbst, geben dem Kunstberg den nötigen Halt. 
Der Hügel besteht aus Ziegelsteinen, Resten der Stadtbefestigung und angefallenem Erdreich.  

Januar 1832

Frankreich * Die „Cholera“ tritt in Frankreich auf und verbreitet sich von da aus über die ganze Erde.

19. Januar 1832

Bubenhausen * Auf Initiative von Johann Georg August Wirth gründet sich in Bubenhausen der „Preß- und Vaterlandsverein zur Abwehr von staatlichen Eingriffen in die Pressefreiheit“.  

  • Mit ihm will er die Arbeit der liberalen Journalisten unterstützen.  
  • Durch eine freie, unzensierte Presse sollte die öffentliche Meinungsbildung bis hin zur grundlegenden Staatsveränderungen geschaffen werden.  
  • Der Verein sollte den Journalisten und ihren Familien ein festes Einkommen sichern und Vertriebswege schützen. 
13. Februar 1832

London - Petersburg - Paris - München * Nachdem Prinz Carl die griechische Krone ausgeschlagen hat, wählen die drei Schutzmächte England, Russland und Frankreich Carls Neffen Otto, den zweitgeborenen, erst 16-jährigen Sohn König Ludwigs I., zum griechischen König. 

1. März 1832

München * Der „Preß- und Vaterlandsverein zur Abwehr von staatlichen Eingriffen in die Pressefreiheit“ wird verboten.  

Johann Georg August Wirth wird zwei Wochen später wegen „Hochverrats“ verhaftet. 

14. April 1832

Zweibrücken * Das „Schwurgericht“ in Zweibrücken spricht Johann Georg August Wirth von der Anklage des „Hochverrats“ wieder frei. 

18. April 1832

Hambach * In verschiedenen rheinbayerischen Zeitungen wird ein Aufruf veröffentlicht, der zu einer „Feier des Jahresgedächtnisses der Verkündigung der Verfassungsurkunde am 26. Mai 1818“ für den 26. Mai 1832 auf die als Ausflugsort genutzte „Hambacher Schlossruine“ einlädt.

19. April 1832

München * Das „Bayerische Innenministerium“ befasst sich mit der „Cholera“ und gibt erste vorsorgliche Hinweise an die Bevölkerung.

20. April 1832

Neustadt * 32 Neustadter Bürger laden zu einem „Volksfest“ ein, das der „politischen Diskussion über die Gestaltung eines demokratischen Nationalstaats und über die Mittel zu seiner Durchsetzung“ gewidmet ist.
Der Kreis der Einladenden für das „Volksfest auf dem Hambacher Schloss“ setzt sich überwiegend aus wohlhabenden Geschäftsleuten und Gutsbesitzern zusammen. 

Als äußeres Zeichen dafür, dass das Fest einem künftigen und nicht bereits erreichten politischen Ziel gilt, wird es vom bayerischen Verfassungstag am 26. auf den 27. Mai verschoben. 

Das ist zudem ein Sonntag und damit für die arbeitende Bevölkerung ein wesentlich günstigerer Termin.
Ausdrücklich werden auch die Frauen zu dieser politischen Versammlung aufgerufen. 

29. April 1832

Hambach * Der „Festausschuss für das Volksfest auf dem Hambacher Schloss“ veröffentlicht Zeitungsartikel und Flugblätter für das „Hambacher Fest“ am 27. Mai 1832.

7. Mai 1832

London * Im „Londoner Vertrag“ werden die Bedingungen für die Einsetzung des bayerischen Kronprinzen Otto auf dem griechischen Thron detailliert festgelegt.

Im Königreich Bayern wird die Berufung mit Stolz und Begeisterung aufgenommen.

8. Mai 1832

Hambach * Die „Rheinbayerische Kreisregierung“ unter der Leitung von Ferdinand Freyherr von Adrian-Werburg verbietet das „Hambacher Fest“

Begründet wird das Verbot mit der „Ungesetzlichkeit des Versammlungszwecks“, der „politischen Diskussion“ und dem Bestreben der „Auflösung der bestehenden Ordnung“

17. Mai 1832

Pfalz * Ferdinand Freyherr von Adrian-Werburg und die „Rheinbayerische Kreisregierung“ müssen das Verbot des „Hambacher Festes“ wieder zurücknehmen.

Der Landrat, verschiedene Städte und einflussreiche, angesehene Bürger haben gegen das Verbot interveniert. 

19. Mai 1832

Neustadt * Der Neustadter Stadtrat richtet - neben der Gendarmerie - eine aus Neustadter Bürgern zusammengesetzte, uniformierte „Sicherheitsgarde“ ein. 

Das Tragen von Feuer- und sonstigen Waffen wird verboten. 

27. Mai 1832

Hambach * Auf dem „Hambacher Fest“ demonstrieren rund 30.000 Menschen aus Süddeutschland in den Farben Schwarz-Rot-Gold für die „Einheit Deutschlands“, für eine „föderative deutsche Republik“ und für eine „Allianz der demokratischen Bewegungen Europas“.  

Offenbar sind viele Frauen dem Aufruf gefolgt, der sich ja auch ausdrücklich an die „deutschen Frauen und Jungfrauen“ gewendet hat, „deren politische Missachtung in der europäischen Ordnung ein Fehler [...] ist“.
Die Festteilnehmer tragen Fahnen mit politischen Aufschriften mit, die auf die Themen der Veranstaltung aufmerksam machen.

In mehr als zwanzig Reden beschreibt man die augenblickliche politische Lage und beschreibt - in einer heute ungewohnt pathetischen Sprache - die künftige Gestaltung Deutschlands.

Die Forderung nach „Einheit“ meint die staatliche Einheit der deutschen Kulturnation, die auf der gemeinsamen Sprache und der gemeinsamen historischen Vergangenheit beruht.

Die Forderung nach „Freiheit“ meint die bürgerlichen Rechte wie Meinungs-, Rede- und Pressefreiheit, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit, Freizügigkeit sowie Handels- und Gewerbefreiheit.

Die Forderung nach „Gleichheit“ richtet sich gegen die mittelalterliche „Ständeordnung“, die die Menschen in Adel, Klerus und den „dritten Stand“, welcher über keinerlei politischen Rechte verfügt, einteilt.
„Gleichheit“ meint aber auch eine Gleichberechtigung aller Staatsbürger vor dem Gesetz ohne Bindung an den Geburtsstand.

Gegen dieses absolutistische System setzen die „Hambacher“ die „Volkssouveränität“ als den obersten Wert der Staatsverfassung.
Die Macht im Staate soll vom Volk ausgehen, gesetzlich festgelegt und kontrollierbar sein, damit Willkürakte verhindert werden und der Einzelne mit Hilfe der Gesetze in seinen Eigentums- und Freiheitsrechten geschützt ist.

Anstelle der dem Fürsten verantwortlichen Heere fordern die „Hambacher“ eine allgemeine Bürgerbewaffnung.

Die Frau wird als gleichberechtigte Partnerin des Mannes gesehen.
Sie ist „nicht mehr die dienstpflichtige Magd des herrschenden Mannes, sondern die freie Genossin des freien Bürgers“, deren Aufgabe es ist, frühzeitig ein politisches Verantwortungsbewusstsein in den Kindern zu wecken.

Überhaupt sehen die in Hambach Versammelten in der politischen Bildungsarbeit ein bedeutendes Mittel zur Durchsetzung ihrer Interessen.
Das soll in einem öffentlichen Meinungsbildungsprozess in der Presse und auf Volksversammlungen gefördert werden, damit sich die Ziele der „Einheit“, der „Freiheit“, der „Gleichheit“ und der „Volkssouveränität“ in der Bevölkerung festsetzen und so allmählich gewaltlos verwirklicht werden können. 

27. Mai 1832

Gaibach * Im fränkischen Gaibach wird auf dem Platz der „Konstitutionssäule“ - ähnlich wie am gleichen Tag in Hambach - eine „Verfassungsfeier“ abgehalten. 

Doch auch hier werden statt der „Vivat-Rufe“ kritische Töne gegenüber der Regierung angeschlagen. 

28. Mai 1832

Hambach * Mehrere hundert Menschen treffen sich zu einer Versammlung in dem neben dem „Hambacher Schloss“ befindlichen „Schießhaus“

Man beschließt die Herausgabe einer „Festbeschreibung“ und die Initiierung ähnlicher Feste in anderen deutschen Staaten.
Die folgenden Erörterungen über das weitere Vorgehen enden mit dem Ergebnis, „jeder soll auf eigene Faust handeln“.  

Heinrich Heine schreibt dazu spöttisch:
„Ihr großen Königskinder, ich bitte Euch, öffnet die  Kerkertüren der gefangenen Patrioten [...].
Ihr habt nichts zu riskieren, die deutsche Revolution ist noch weit von Euch entfernt, gut Ding will Weile und die Frage der Kompetenz ist noch nicht entschieden. [...]  
O Schilda, mein Vaterland!“
 

1. Juni 1832

Hambach * Das „Hambacher Fest“ wird offiziell beendet. 

Nach dem 1. Juni 1832

München - Pfalz * Aus Sorge über die Entwicklung in der Pfalz und um hier die Ruhe und Ordnung wieder herzustellen, werden militärische Maßnahmen ergriffen. 

2. Juni 1832

München - Hambach * Das „Bayerische Gesamtministerium“ gibt ihre erste öffentliche Stellungnahme zum „Hambacher Fest“ heraus. 

Darin erklärt sie ihre „äußerste Missbilligung“ und ihre „Überzeugung von der Strafbarkeit“ der Hambacher Vorgänge.
Zu diesem Zeitpunkt befindet sich König Ludwig I. noch in Italien. 

15. Juni 1832

Homburg * Der Jurist und Publizist Dr. Johann Georg August Wirth, einer der Wortführer des „Hambacher Festes“, stellt sich in Homburg selbst der Polizei.

16. Juni 1832

Pfalz * Bayerische Truppen, bestehend aus 8.000 Soldaten, marschieren zur Besetzung in die Pfalz ab. 

17. Juni 1832

Haardt/Neustadt * Der Jurist Dr. Philipp Jakob Siebenpfeiffer, ebenfalls ein Wortführer des „Hambacher Festes“, wird in seinem Haus in Haardt/Neustadt verhaftet. 

22. Juni 1832

München - Hambach - Gaibach * Auf ausdrücklichen Befehl des Königs Ludwig I. wird jetzt gegen die Aktivisten vom Hambach und Gaibach mit harten Strafen vorgegangen. 

„Feldmarschall“ Carl Philipp Joseph Fürst von Wrede wird vom Bayernkönig mit nahezu diktatorischen Vollmachten ausgestattet, um die Unruhen im „Rheinkreis“ zu „befrieden“ und um gleichzeitig die Verwaltungsmissstände zu untersuchen. 

Der „Regierungspräsident des Rheinkreises“, Ferdinand Freyherr von Adrian-Werburg, wird abberufen und durch den früheren „Generalkommissär“ von Carl Albert Leopold Freiherr von Stengel ersetzt.

Die bayerischen Truppenkontingente treffen in der Pfalz ein. 

28. Juni 1832

Hambach * „Feldmarschall“ Carl Philipp Joseph Fürst von Wrede verordnet in 16 Paragraphen detaillierte Maßnahmen, mit denen die oppositionelle Volksbewegung unterdrückt werden soll.

Im Einzelnen verbietet er öffentliche Versammlungen, politische Vereine und Verbindungen sowie das Tragen von schwarz-rot-goldenen Abzeichen und Fahnen.
Er befiehlt die Entfernung der „Freiheitsbäume“ und kündigt die Bestrafung der Verfasser und Verbreiter unzensierter politischer Flugschriften an. 

Für den Fall, dass die angeordneten „Maßnahmen zur Wiederherstellung von Ruhe und Ordnung“ unzureichend sein sollten, kündigt Wrede die „Verhängung des Kriegszustandes“ an. 

Im weiteren Verlauf kommt es zu 142 Gerichtsprozessen, in denen sogar sieben Todesstrafen ausgesprochen werden.  
Diese werden allerdings in lebenslange Haft umgewandelt. 

8. Juli 1832

München-Maxvorstadt * Der Grundstein für die „Staatsbibliothek“ an der Ludwigstraße wird gelegt. 

1. August 1832

Pfalz * „Feldmarschall“ Carl Philipp Joseph Fürst von Wrede verlässt den „Rheinkreis“ wieder. 

Die Ruhe in der Pfalz ist äußerlich wiederhergestellt, seine Anordnungen bleiben jedoch weiterhin in Kraft. 

8. August 1832

Nauplia * Die griechische „Nationalversammlung“ akzeptiert Prinz Otto von Bayern als „König von Griechenland“.

Ludwig I., der sich selbst gerne als „alten Philhellenen“ bezeichnet, fühlt sich mit der Ernennung seines zweitgeborenen Sohnes Otto zum griechischen König am Ziel seiner Träume. 

9. August 1832

München-Maxvorstadt * Mit dem Guss der „Königsfigur“ auf dem „Max-Joseph-Platz“ kann begonnen werden.

Stiglmaier hat erstmals beim Guss des „Max-Joseph-Denkmals“ die Form mit der sogenannten „Schwarzen Masse“, einer Mischung aus angefeuchtetem Sand, Lehm und Holzkohle hergestellt und will die Figur in einem Stück gießen.

Das Metall wird mehrere Tage lang in einem mit Holz gespeisten sogenannten „Flammofen“ bis zum Schmelzen erhitzt.
Zuerst wird das Kupfer geschmolzen, zuletzt das leicht verbrennende Zinn untergerührt.
Nach Entfernen des Tonpfropfens aus dem „Flammofen“, fließt die flüssige Bronze in einem schmalen, feuerfesten Kanal in ein größeres Reservoir über der fertigen „Gussform“.
Auf ein Kommando öffnen die Arbeiter alle mit eisernen Pfropfen verschlossenen Zuflussöffnungen, sodass das flüssige Material aus dem Reservoir in die „Gussform“ stürzen kann.

Der Guss der „Königsstatue“ ist ein derart außergewöhnliches Ereignis, dass daran der komplette „Magistrat der Haupt- und Residenzstadt München“, der „Finanzminister“, der „Direktor der Königlichen Münze“ und Leo von Klenze teilnehmen.
An den Guss einer auch nur annähernd gleichwertigen Bronzeplastik kann sich keiner der Gäste erinnern.
Er lag viele Generationen zurück. 

Doch der Versuch, die Figur in einem Stück zu gießen, missglückt.
Fünfzehn Personen werden bei diesem Unglück verletzt und das Werk von achtzehn Monaten Arbeit vernichtet.
Ferdinand Miller beziffert den Schaden auf 8 bis 10.000 Gulden.

15. August 1832

Haidhausen * Das vom „Landgerichts-Physikus“ Dr. Sieber im Jahr 1813 erworbene „Ridler-Schlössl“ wird „Edelsitz“ und erhält den Namen „Schloss Haidenau“.

25. August 1832

Haidhausen * Das „Innenministerium“ genehmigt die Umbenennung des Haidhauser „Ridlerschlößls“ in „Schloss Haidenau“.

September 1832

Dettendorf - Miesbach - München * Die „Gemeinde Dettendorf“ kämpft - unterstützt von den „Pfarrherren“ von Elbach, Au und Irschenberg - mit den Miesbacher Behörden und die „Regierung von Oberbayern“ gegen die „50-Gulden-Strafe“ und die „Untersuchungskosten“ in Höhe von 244 Gulden und 42 Kreuzer.

Letztlich bringen aber nur verschiedene Gesuche an König Ludwig I. den Erlass der Strafe. Auch die „Untersuchungskosten“ werden Ende September 1832 der „Staatskasse“ auferlegt. 

14. Oktober 1832

München-Theresienwiese * Um den griechischen Abgesandten die Teilnahme am „Oktoberfest“ zu ermöglichen, wird der Beginn der „Wiesn“ vom 7. auf den 14. Oktober verschoben.

14. Oktober 1832

München-Theresienwiese * Auf dem „Oktoberfest“ kann man beobachten,

„dass die arbeitende, ärmere Klasse der Gesellschaft, die anderwärts nur draußen steht und neidisch und begehrlich zusieht, hier mitgenießen kann“

20. Oktober 1832

Wildparting * In der Nacht vom 20. zum 21. Oktober 1832 findet in Wilparting ein „Haberfeldtreiben“ statt. 

30. Oktober 1832

Irschenberg * Vom 30. auf den 31. Oktober wird in Irschenberg ein „Haberfeldtreiben“ abgehalten. 

22. November 1832

Litzldorf * In der Nacht vom 22. zum 23. November 1832 wird ein weiteres „Haberfeldtreiben“ in Litzldorf abgehalten.

Aus Sicht des „Landrichters“ ist das die Folge der „oberbehördlichen Güte“. Konsequenterweise forderte er einen härteren Kurs gegen die „Haberfeld­treiber“ und ihre Unterstützer.

Aus seiner Sicht wäre es gleich anders, wenn „rücksichtslos gegen diese Ruhestörer auf Leben und Tod fürgeschritten werden dürfte, wo vielleicht mit ein paar Kugelschüssen, Verwundeten oder einer Tötung diesem Mißstand auf lange Zeit, wenn nicht für immer, begegnet würde“

6. Dezember 1832

Ottobrunn - Aibling * Der 17-jährige Bayernprinz Otto macht sich von der Münchner Residenz auf nach Griechenland, in sein neues Königreich. 

In Ottobrunn nimmt König Ludwig I. Abschied von seinem Sohn.

Königin Therese wird ihn noch bis nach Aibling begleiten. 
An der Brücke über die Mangfall wird sie sich - unter Tränen - von ihrem Sohn trennen.

7. Dezember 1832

Kufstein - Kiefersfelden * Weil Prinz Otto am 6. Dezember die bayerisch-österreichische Grenze schlafend überquert hat, kehrt er von Kufstein aus nochmal zurück nach Kiefersfelden, um den Abschied von seiner bayerischen Heimat bewusst zu vollziehen. 


Verwendet in Führung:

24. Brienner Straße
34. Bierzelt-Rallye auf dem Oktoberfest
38. Richard-Wagner-Straße



Griechenland
Otto König von Griechenland