1595

Die „Stadtschreiberei“ und das „Amt für Goldwäscherei“ ziehen ins Tal

München-Graggenau * Die „Stadtschreiberei“ und das „Amt für Goldwäscherei“ ziehen in das „Ridlerhaus“ im Tal um.

Der „Weinstadel“ bleibt im Haus Dienerstraße 20/ Burgstraße 5.


1595

Suchbegriffe

Wein, Stadtschreiberei, Amt für Goldwäscherei, Ridlerhaus, Tal, Weinstadel, Burgstraße 5, Dienerstraße 20,

Weitere Ereignisse im Jahr 1595

Um 1595

Wien * Johann Tserclaes Graf von Tilly tritt in kaiserliche Dienste ein und steigt bis 1605 zum „Feldmarschall“ auf.

1595

Arnsberg * Um seiner Mätresse Gertrud von Plettberg näher zu sein, zieht sich Ernst, der Kurfürst von Köln und Chef der fünf Bistümer Köln, Freising, Hildesheim, Lüttich und Münster, in seine Arnsberger Neben-Residenz zurück.  

Dort hat er zwischenzeitlich das Palais „Landsberger Hof“ errichten lassen.  

Gemeinsam mit Gertrud von Plettberg hat Bischof Ernst einen Sohn: Wilhelm Freiherr von Höllinghofen.  
Er wird anno 1650 zum „Fürstabt der Reichsabtei Stablo-Malmedy“ ernannt.  

Außerdem wird der 17-jährige Baiernprinz Ferdinand zum „Koadjutor“ (= Nachfolger) seines Onkels Ernst auf dem Kölner Bischofsstuhl gewählt. 

1. Januar 1595

München * Herzog Wilhelm V. überträgt seinem Sohn Maximilian I. die Mitregierung in Form der Stellvertretung.  

Die „Landstände“ hatten den Herzog aufgrund seiner Verschuldung und der „Unordnung in der Hof- und Staatsverwaltung“ zu diesem Schritt gedrängt.  
Doch die „Verwirrung im Finanzwesen“ wird durch die Doppelregierung noch schlimmer.  

Es wird eine „Abdankung“ auf Raten. 

6. Februar 1595

Nancy * Elisabeth Renata von Lothringen, die spätere Ehefrau von Herzog Maximilian I. wird in Nancy geboren.

15. Mai 1595

München * Da die Nachfrage nach Seidenartikeln im Herzogtum Baiern unverändert hoch ist, versuchen italienische Handelsleute die Marktlücke zu schließen. Deshalb will sich der Mailänder Händler Hieronymus Peverollj in München niederlassen und „einen handsladen von sament unnd seyden aufrichten“.

Herzog Maximilian I. empfiehlt in einem Schreiben dem Rat der Stadt die Annahme des Gesuchs, „weil man dann die Waren soll wohlfeiler haben können, wan man nicht immer an einen handlsman gebunden ist [...]. Auch Wir hätten bei diesem vorschlag nuz vnd vortheil“.

Der Münchner Bürgermeister informiert vor der Zusage und „zur verhüettung khonftiger Irrung“ zuerst die „handlsleuth und Cramer“, die allerdings keinerlei Bedenken äußern. 

18. November 1595

München * Die letzte Meldung über das Münchner „Frauenhaus“ taucht auf.  

An diesem Tag wird dem Hanns Ernst und seiner Hausfrau Rosina Selberin, „verschidener zeit gewester wirtin im gemainen haus alhie“, von der „Stadtkammer“ die zehn Gulden „Büßerinnen-Prämie“ ausbezahlt, die man jeder „Prostituierten“ überreicht, wenn sie aus dem „Bordell“ ausscheidet. 


Verwendet in Führung:

10. München - Weinstadt & Biermetropole




Sucbegriffe: Wein, Stadtschreiberei, Amt für Goldwäscherei, Ridlerhaus, Tal, Weinstadel, Burgstraße 5, Dienerstraße 20