22. September 1979

Oberbürgermeister Erich Kiesl ruft „I‘zapft os!“

München-Theresienwiese * Bei Oberbürgermeister Erich Kiesl klappt es dieses Mal zwar mit dem Anzapfen. 

Dafür blamiert er sich dann mit seinem Ausruf: „I‘zapft os!“.


1979

Suchbegriffe

Oktoberfest, Schottenhamel-Festzelt, Anzapf-Zeremonie,

Weitere Ereignisse im Jahr 1979

1979

München-Englischer Garten - München-Schwabing * Nach der Verlagerung von „Hochschulsportplätzen“ können weitere 6,6 Hektar Grünflächen angelegt werden.

Sie werden als „Schwabinger Bucht“ dem „Englischen Garten“ einverleibt.
Im Bereich der „Schwabinger Bucht“ werden im gleichen Jahr noch zwei neue Brücken errichtet.

1979

München-Lehel * Mit der Erneuerung des letzten Seitenaltars endet die Renovierung der „Anna-Klosterkirche“.

1979

München-Untergiesing * Bei einem Besuch des bayerischen „Ministerpräsidenten“ Alfons Goppel wird die Problematik der beengten Raumverhältnisse im Untergiesinger „Templer-Kloster“ angesprochen.

Die einbezogene staatliche Beamtenschaft schlägt vor, die Raumprobleme durch den Bau eines Glockenturmes zu lösen. Denn auf einen Glockenturm hat eine „Religionsgemeinschaft“ sogar einen Rechtsanspruch.

Mit dem achtstöckigen Bauwerk kann die dringend benötigte Nutzfläche von über vierhundert Quadratmetern erzeugt werden. Der Turm besitzt eine Gesamthöhe von 87 Metern, bei einer Diagonale von elf Metern.

Die Turmzwiebel umfasst alleine eine Höhe von 18 Metern. Und damit ragt dieser Turm natürlich weithin sichtbar über das Untergiesinger Wohnungsneubaugebiet und die sich in dieser Gegend befindende „Kleingartenanlage“.

Schon dadurch gibt der Turm der „Ordensgemeinschaft“ ein weithin sichtbares Symbol.

1979

München-Haidhausen * Die verbliebenen Reste des alten Haidhausens werden unter „Ensembleschutz“ gestellt.

1979

München-Untergiesing * Nachdem die Turbinen der ehemaligen „Bäcker-Kunstmühle“ mehrere Jahre stillstanden, erweckt sie der Kfz-Mechanikermeister Günter Tremmel - mit viel Geld, Engagement, Überzeugungskraft und noch mehr Eigenarbeit - zu neuem Leben.

Diese Fähigkeiten sind die notwendigen Voraussetzungen dafür, dass der aus Bad Feilnbach stammende Techniker sein Ziel erreichen kann.

23. Februar 1979

Großbritannien * George Harrisons neu veröffentlichtes Album heißt einfach nur „George Harrison“

24. Mai 1979

München * Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Franz Josef Strauß gibt seine Kanzlerkandidatur bekannt. 

28. Mai 1979

Bonn * Der CDU-Bundesvorstand benennt den niedersächsischen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht zum Kanzlerkandidaten.

Der CDU-Vorsitzende Helmut Kohl hatte zuvor auf eine erneute Kandidatur verzichtet. 

2. Juli 1979

Bonn * Franz Josef Strauß wird von der „CDU/CSU-Fraktion des Deutschen Bundestages“ als erster Kanzlerkandidat der CSU für die Unionsparteien nominiert.
Er erhält 135 Stimmen der 237 anwesenden Abgeordneten (57 Prozent).
102 Abgeordnete stimmen für Ernst Albrecht (43 Prozent).

Die Kanzlerkandidatur von Franz Josef Strauß ist von großer Bedeutung für die Unionsparteien, weil sich die CDU als größere Schwesterpartei der Fraktionsgemeinschaft seit der Kanzlerschaft von Konrad Adenauer ein gewohnheitsmäßiges erstes Zugriffsrecht auf die Kanzlerkandidatur gesichert hatte.

Die Kanzlerkandidatur eines CSU-Politikers gilt als Ausnahme, da ein Erfolg eines bayerischen Politikers auf Bundesebene als nur wenig wahrscheinlich angesehen wird.

24. Juli 1979

München-Oberföhring * Das ausgebaute „Naherholungsgebiet Isarinsel Oberföhring“ wird der Bevölkerung übergeben.

17. August 1979

New York * Der Monty-Python-Film „Das Leben des Brian“ wird im New Yorker „Cinema One“ uraufgeführt. 

Der Film ist bereits vor seiner Veröffentlichung wegen „Religionsbeleidigung“ umstritten.
Freigegeben ist der Film für Jugendliche ab 17 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen. 

Vor dem 22. September 1979

München-Theresienwiese * „Paulaner“ kauft die bis dahin als „Wirtezelt“ geführte „Ochsenbraterei“.

Den Zuschlag erhält aber nicht „Paulaner“, sondern die „Spatenbrauerei“, die bis dahin kein eigenes Zelt hat.

22. September 1979

München-Theresienwiese * Der Eintrittspreis im „Hippodrom“ wird abgeschafft.

Damit geht die exklusive Clubatmosphäre verloren.

Ab dem 22. September 1979

München-Theresienwiese * 36 Ochsen drehen sich am Spieß der „Ochsenbraterei“.

22. September 1979

München-Theresienwiese * Das Wirtsehepaar Wiggerl und Christa Hagn übernimmt das „Löwenbräu-Festzelt“.

3. Oktober 1979

München-Lehel * Nach den Sanierungsarbeiten wird die „Schack-Galerie“ der Öffentlichkeit wieder zur Verfügung gestellt.

Das Interesse an den Schätzen der „Schack-Galerie“ flaut jedoch ab.
Nur zwischen 8.000 bis 10.000 Besucher kommen im Jahr.

Oft stehen die Säle leer, weshalb ein München-Führer die „Galerie“ sogar als „stillen Winkel“ für Ruhe suchende Kunstfreunde empfiehlt.

8. November 1979

London * Uraufführung des Films „Das Leben des Brian“ für Großbritannien findet im „Plaza Cinema“ in London statt. 

Vor dem Kino finden sich Demonstranten ein und singen Kirchenlieder. 

9. November 1979

York * Der Erzbischof von York ruft alle Christen und besorgten Bürger auf, die zuständigen Gremien vor dem Film „Das Leben des Brian“ zu warnen, „so wie in anderen Fällen, wo es schien, dass ein Film den Wert des Menschen missachtet […]“.

Wie viele andere religiöse Kritiker hat auch er den Film zuvor nicht gesehen. 

22. November 1979

München * Zwischen 1973 und 1979 werden im ZDF 66 Folgen von Dieter Hildebrandts „Notizen aus der Provinz“ ausgestrahlt. 


Verwendet in Führung:

34. Bierzelt-Rallye auf dem Oktoberfest



Oktoberfest, Schottenhamel-Festzelt, Anzapf-Zeremonie