Ab Mai 1715

Die bestraften „Anführer des Volksaufstands“ werden begnadigt

München * Kurfürst Max Emanuel begnadigt zum großen Teil die bestraften „Anführer des Volksaufstands“ und setzt sie wieder in ihre Ämter ein.


1715

Suchbegriffe

Mordweihnacht, Haftstrafen, Anführer, Volksaufstand,

Personen

Max Emanuel Kurfürst

Weitere Ereignisse im Jahr 1715

1715

Benediktbeuern - Walchensee * Als der Freisinger Fürstbischof Johann Franz Eckher von Kapfing und Liechteneck Benediktbeuern besucht, wird zur allgemeinen Belustigung ein „Drama melodico-satyricum“ aufgeführt, ein satirisches Singspiel mit dem Titel „Eremitae Walchenseenses“.  

In dieser Bedrängnis kommt den „Einsiedler-Brüdern“ Hilfe aus dem „Lehel“, da sich die dort ansässigen zweitausend, meist einfachen und ärmeren Bewohner seelsorglich vernachlässigt fühlen. 

1715

Freising * Der große baierischen „Kinderhexenprozess“ geht in Freising, in zwei Teilen vonstatten.

Die „Bettelkinder“ Andre, genannt der „Drudenfanger“, und Lorenz werden unter der Beschuldigung, „Ferkel und Mäuse“ hergezaubert zu haben, verhaftet.
Die Verhöre ergeben weitere Beschuldigungen. 

1715

München-Lehel * Auf dem Nordteil der „Isarinsel“ entsteht ein „Militärholzgarten“.

1715

München * Die Münchner Kasernen bieten Unterkunft für 1.568 Mann.

18. Januar 1715

München * Der „Spanische Erbfolgekrieg“ ist beendet. 

Die kaiserlichen Truppen verlassen München wieder. 

25. Januar 1715

Schloss Nymphenburg * Die Arbeiten an „Schloss Nymphenburg“ werden wieder aufgenommen, obwohl Kurfürst Max Emanuel noch gar nicht in der Stadt ist. 

23. März 1715

Versailles - München * Max Emanuel verlässt Versailles und reist nach Baiern zurück.

8. April 1715

Lichtenberg am Lech * In Lichtenberg am Lech treffen Kurfürst Max Emanuel, Kurfürstin Therese Kunigunde und ihre Kinder nach elf Jahren wieder zusammen. 

Die Ehefrau kommt aus Venedig, die Kinder aus Graz. 

10. April 1715

München * Kurfürst Max Emanuel zieht nachts um 23 Uhr mit seiner Familie in aller Stille durch das „Neuhauser Tor“.  
Freudenbezeugungen sind zuvor verboten worden.  

Der erneut in seine Herrschaftsrechte eingesetzte Kurfürst Max Emanuel trifft damit wieder mit seiner Familie zusammen.  

Er hat Großes mit seinen Söhnen vor und in seinem Exil beschlossen, dass drei seiner fünf Söhne in der „Reichskirche“ untergebracht werden sollen:
Philipp Moritz, Clemens August und Johann Theodor. 

Nach dem 11. April 1715

München * Nachdem Kurfürst Max Emanuel aus seinem Exil wieder nach Baiern zurückgekehrt ist, lässt er alle Juden aus dem Land weisen.

Dabei hat die „Kurbaierische Landschaftsverordnung“, die Vertretung der „Landstände“, in den letzten Monaten der kaiserlichen Besatzungsherrschaft auf jüdische Finanzmittel zurückgegriffen.

Um den Abzug der kaiserlichen Besatzungstruppen zu beschleunigen, hat sie die ausstehenden kaiserlichen Forderungen und alle Landesausgaben übernommen.
Diese Aufwendungen hat sich die „Landschaftsverordnung“ von jüdischen Geldgebern finanzieren lassen.

Als Gegenleistung gesteht man den Kreditgebern den freien Aufenthalt im Kurfürstentum bis zur Zurückzahlung der Schulden zu.

Mai 1715

München * Ignaz Haid wird anno 1706 zu lebenslanger Haft verurteilt.

Auch er kommt nach der Rückkehr des Kurfürsten Max Emanuel wieder frei. 

Mai 1715

München * „Hauptmann“ Matthias Mayer wird 1706 zu einer Haftstrafe verurteilt und kommt nach der Rückkehr des Kurfürsten Max Emanuel wieder frei.

Er wird „ehrlich“ gesprochen und wieder in der baierischen Armee aufgenommen.

??? 8. Mai 1715

Berchtesgaden * Kurfürst Joseph Clemens gründet in der „Franziskanerkirche“ in Berchtesgaden eine „Michaels-Bruderschaft“.

11. Juli 1715

München * An Kurfürst Max Emanuel 53. Geburtstag wird der offizielle Einzug der kurfürstlichen Familie in die Stadt nachgeholt. 

1. September 1715

Versailles * König Ludwig XIV. von Frankreich stirbt.

21. November 1715

Au * Die ersten zwei „Klosternonnen vom Kloster Niedernburg“ treffen am „Gaisberg“ ein.

Maria Agnes Dascher wird als „Priorin“ das Kloster leiten, Maria Antonia von Eiseneck als „Wirtschaftsleiterin“ die Geschicke der Klostergemeinschaft lenken.

Danach unterstellt man ihnen die sechs schon vorhandenen Nonnen und erhebt die Gemeinschaft zum „Benediktinnerinnenkloster“, für das sich bald der Name „Lilienberg“ einbürgert.

23. Dezember 1715

München * Die Anzahl der „Kaffee- und Teesieder“ in München sowie den Ursprung ihrer „Konzession“ muss an den „Hofrat“ berichtet werden. 


Verwendet in Führung:




Mordweihnacht, Haftstrafen, Anführer, Volksaufstand
Max Emanuel Kurfürst