10. August 1664

20-jährigen Waffenstillstand mit den Türken vereinbart

Vasvár-Eisenburg * Kaiser Leopold I. schließt in Vasvár-Eisenburg mit den Osmanen den „Friedensvertrag von Eisenburg“ für die Dauer von zwanzig Jahren ab. 


Sortierung 1664

Suchbegriffe

Türkenkriege, Waffenstillstand, Türken, Vasvár-Eisenburg, Eisenburg, Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation, Osmanen,

Personen

Leopold I. deutsch-römischer Kaiser

Weitere Ereignisse im Jahr 1664

8. Januar 1664

Schloss Nymphenburg * Kurfürstin Henriette Adelaide lehnt die vom Turiner „Hofarchitekten“ Amadeo di Castellamonte gefertigten Entwürfe für ein Palais in den Herrschaften „Menzin und Kemnertin“ wegen zu geringer Größe ab.  

Sie hat für die „maison de plaisance“ des Münchner Hofs offenbar den mächtigen „Palazzo Reale“ in Turin vor Augen.  

In Übereinstimmung mit der Tradition ihrer Heimat sollte die „borgo delle ninfe“ ebenfalls ein geschlossener Baukörper in der Art einer römischen „villa suburbana“ werden. 

Ab Februar 1664

Starnberger See * Die Kistler können die Verkleidung der Wände und Decken sowie die Parkettböden des „Bucentaur“ fertigen.  
Danach wird vertäfelt, gemalt, gefasst und vergoldet.  

Das Schiff kostet am Ende insgesamt 20.040 Gulden, wovon die Kosten für die 268.000 Nägel noch den geringsten Anteil ausmachen.  
Der größte Posten an der Gesamtrechnung ist - mit 4.600 Gulden - der Aufwand für die Vergolder und Maler.  

Francesco Santurini baut für Kurfürst Ferdinand Maria jene Staatsgaleere des venezianischen Dogen nach, mit der dieser jedes Jahr am Himmelfahrtstag auf das Meer hinaus fährt, um symbolisch die Vermählung Venedigs mit der Adria zu vollziehen und dabei - mit feierlichem Zeremoniell - einen goldenen Ring ins Wasser wirft.  
Die Galeere des Dogen nennt man wegen ihrer Goldpracht „Buzo d’oro“ oder „Bucintoro“.  

Das venezianische Staatsschiff wird zum Vorbild der „Bucentaur“, der aber, mit über dreißig Meter Länge und drei übereinander liegenden Decks ein Stück größer und prächtiger ist. 

13. Februar 1664

Regensburg * Die Grafen von Taxis aus Regensburg übernehmen die Errichtung einer regulären Postverbindung im Kurfürstentum Baiern. 

19. März 1664

München-Kreuzviertel * Kurfürst Ferdinand Maria erklärt den „Josephstag“ zum Feiertag.

Nach der Heiligenlegende arbeitet Joseph als Zimmermann und verlobt sich als achtzigjähriger Witwer mit der zwölfjährigen Maria.

Die Anfang des 17. Jahrhunderts entwickelte Wirtschaftsideologie des „Merkantilismus“ besagt, dass die Anzahl der Bevölkerung die Wirtschaftskraft eines Staates bestimmt.
Um den Geburtenzuwachs zu erhöhen, müssen die Herrscher das eheliche Leben fördern.
Als Vorbild des „Hausvaters“ dient ihnen dafür der heilige Joseph.
Demzufolge wird aus dem achtzigjährigen Greis ein Mann mittleren Alters mit christusähnlichen Gesichtszügen.

Joseph wird aber nicht nur zum „Patron der Ehepaare und Familien“, sondern auch der der „Arbeiter und Handwerker“.

1. April 1664

Schloss Nymphenburg * In Nymphenburg wird das Gelände für die neuen „Schwaiggebäude“ ausgesteckt. 

Kurfürstin Henriette Adelaide übergibt dem phantasievollen und begabten Barockarchitekten Agostino Barelli den Auftrag für den Plan der neuen Sommervilla in den Herrschaften „Menzin und Kemnertin“.  

Der Architekt hat zuvor schon die Planungen für die „Theatinerkirche“ ausgeführt.

4. Mai 1664

München-Kreuzviertel * Kurfürst Ferdinand Maria ernennt den „Heiligen Josef“ in der „Karmelitenkirche“ zum Patron des Baiernlandes. 

31. Mai 1664

München * Eine „Türkensteuer“ wird durch Kurfürst Ferdinand Maria eingehoben, nachdem die Türken in Ungarn wieder unruhig geworden sind. 

14. Juni 1664

Schloss Nymphenburg * In einer Baurechnung taucht erstmals der Name „Nymphenburg“ für das neue Schloss auf. 

3. August 1664

Au * Der „Rat des Inneren“ und „Aufschlagseinnehmer der Landschaft in Baiern“, Georg Benno Schobinger von Steppberg, verkauft den „Edelsitz Wagegg“ in der Au an Anna Maria Cammerloherin, der Ehefrau des „Hofkammerrats“ Johann Christoph Cammerloher.

September 1664

Schloss Nymphenburg * In Nymphenburg wird an den Fundamenten für das neue „Lustschloss“ gearbeitet.  

Es entspricht in Form und Größe dem heutigen Mittelgebäude, obwohl es damals noch anders aussieht.  
Das Schloss ist im Stil der Renaissance gegliedert und hat einen wesentlich schlichteren Charakter.  

Als Huldigung an die antiken Naturgottheiten gibt man dem Schloss den Namen „borgo delle ninfe“, doch in den alten Baurechnungen steht der endgültige Name bereits fest: „Nymphenburg“. 

27. September 1664

Vasvár-Eisenburg * Der zwischen Kaiser Leopold I. und den Türken unter Führung von Sultan Mehmed IV. in Vasvár-Eisenburg ausgehandelte 20-jährige Waffenstillstand wird nach der Ratifizierung des Vertrags vom 10. August gültig. 


Verwendet in Führung:





Sucbegriffe: Türkenkriege, Waffenstillstand, Türken, Vasvár-Eisenburg, Eisenburg, Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation, Osmanen
Personen: Leopold I. deutsch-römischer Kaiser