14. September 1696

Ein Testament zu Gunsten des baierischen Kurprinzen Ferdinand Joseph

Madrid * König Carl II. von Spanien regelt in seinem Testament die Erbfolge.  

Trotz Geheimhaltung sickert durch, dass es zu Gunsten des baierischen Kurprinzen Joseph Ferdinand lautet.  
Spanien hat bis zu diesem Zeitpunkt immer am Prinzip der Unteilbarkeit der spanischen Monarchie festgehalten.  

Prinz Joseph Ferdinand von Baiern hat im Stammbaum - als Urenkel des spanischen Königs Philipp IV. und Maria Anna von Österreich - den höchsten Anteil spanisch-habsburgischen Blutes.  

Doch auch Österreich schiebt einen Universalerben für den spanischen Thron vor:  
Erzherzog Carl, den jüngsten, im Jahr 1685 geborenen Sohn Kaiser Leopolds I. aus dessen dritter Ehe. 


1696

Suchbegriffe

Spanien, Österreich, Habsburger,

Personen

Ferdinand Joseph Kurprinz Carl II. spanischer König Leopold I. Kaiser

Weitere Ereignisse im Jahr 1696

1696

München-Lehel * Der vierte Schritt, vom „Lehen“ zum „Lehel“ vollzieht sich in einem Steuerbuch aus dem Jahr 1696.  

Dort hieß es: „Auf dem Lehel in gemainer Statt München Burgfridt entlegene und sich befindende Inwohner“

1696

München - Haidhausen * Einen kurfürstlicher Erlass verfügt, dass in einer Entfernung von vier bis fünf Meilen um die Hauptstadt keine weitere „Jurisdiktion“ und kein „Scharwerk“ veräußert werden darf und die bereits veräußerten wieder einzuziehen sind.  

Dies trifft freilich auch auf die „Hofmark Haidhausen“ zu. 

1696

Berg am Laim * Der angesehene „Franziskaner-Pater“ Fortunatus Hueber übernimmt  die Funktion des „Präses der Michaels-Bruderschaft“,  verfasst das „Bruderschaftsbüchlein“ und  schafft es, dass sich die „Michaels-Bruderschaft“ so schnell ausbreiten kann, dass ihr anno 1696 bereits 60.000 Menschen angehörten.

Der „Franziskaner-Ordensmann“ erzählt dabei so eindringlich von seiner Errettung durch den „Erzengel Michael“ aus türkischer Gefangenschaft im Jahr 1687 und dass ihn - zwei Tage vor der Gründung der „Bruderschaft“ - der „heilige Michael“ im Traum erschien und ihn von den seine Person bedrängenden bösen Geister befreite.  
Das kommt gut an.

„Fürstbischof“ Joseph Clemens will ursprünglich zwölf Pater an die „Josephsburg“ setzen und dort ein „Hospitium“ zur Besorgung der „Bruderschaft“ bauen lassen.  
Seine Flucht anno 1704, seiner langer Aufenthalt in Frankreich und schließlich sein Tod im Jahr 1723 verhinderten dies jedoch.

1696

Au * Johann Maximilian von Alberti holt beim Freisinger Bischof die Baugenehmigung für ein „Kloster am Gaisberg“ ein, erwirbt den noch notwendigen Baugrund und lässt einen Garten anlegen.

8. Mai 1696

Lüttich * Kurfürst Joseph Clemens gründet in Lüttich eine weitere „Michaels-Bruderschaft“.

22. Juli 1696

München * Mit einem kurfürstlichen Mandat des Kurfürsten Max Emanuel wird sogar das „Kammerfensterln“ verboten. 


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Spanien, Österreich, Habsburger
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