8. November 1939

Hitler verlässt den „Bürgerbräukeller“ 13 Minuten zu früh

München-Haidhausen * Die von Georg Elser im „Bürgerbräukeller“ installierte Bombe explodiert zum vorgesehenen Zeitpunkt, doch Hitler verlässt die Veranstaltung der „Alten Kämpfer“ dreizehn Minuten zu früh.


1939

Suchbegriffe

Bürgerbräukeller, Attentat, Alte Kämpfer,

Personen

Hitler Adolf Reichskanzler

Weitere Ereignisse im Jahr 1939

1939

München-Lehel - Praterinsel * Das „Alpine Museum des DAV“ zählt 400.000 Besucher. 

Der Besuch des „Alpinen Museums“ wird in München-Führern besonders empfohlen.

1939

Bayern * Die Zahl der landwirtschaftlich tätigen Bevölkerung in Bayern ist auf rund zwei Millionen, bei 500.000 Betrieben, gesunken. 

Die Gesamtbevölkerung Bayerns ist aber in der Zwischenzeit auf 8,5 Millionen angestiegen, was den Anteil der in der Landwirtschaft tätigen Bevölkerung auf 25 Prozent drückt.

1939

München-Englischer Garten - Schwabing * Das im Jahr 1932 beseitigte „Sckell-Denkmal“ am Südufer des „Kleinhesseloher Sees“ wird durch eine Kopie von Georg Petzold aus „Kalktuff“ ersetzt.

Seit 1939

München-Maxvorstadt * In der „Klopfer-Villa“ an der Brienner Straße 41 befinden sich zusätzlich Büros der „Reichsleitung der NSDAP“.

1939

München-Maxvorstadt * Obwohl Dr. Walter und Nelly Zeckendorf die offiziellen Besitzer des Anwesens Richard-Wagner-Straße 11 sind, darf die Parterrewohnung und der erste Stock, in dem die verstorbene Jenny Zeckendorf bewohnt hat, nicht mehr vermietet werden.

Sie werden sofort für Zwangseinquartierungen jüdischer Menschen genutzt.

Ab 1939

München-Maxvorstadt * Zwischen 1939 und 1941 lassen sich in dem Anwesen Richard-Wagner-Straße 11 insgesamt 22 jüdische Menschen nachweisen, die hier untergeracht worden sind.

Es handelt sich ausnahmslos um Personen, die aus ihren eigenen Wohnungen vertrieben worden sind und von der Richard-Wagner-Straße 11 aus entweder ins Altenheim wechselten oder ins „Sammellager Milbertshofen“ an der Knorrstarße gebracht werden.

1939

München-Untergiesing * Das „Brausen- und Wannenbad“ an der Pilgersheimerstraße 5, das sogenannte „Untergiesinger Tröpferlbad“, wird wegen der geplanten Erweiterung des Bahnstrecke abgebrochen.

1939

München-Haidhausen * Adolf Hitler erwirbt die Immobilie am Prinzregenten Platz 16.

1939

München-Graggenau * Nachdem bekannt wurde, dass der verstorbene Geschäftsmann Karl Rosipal, der „Stifter des Glockenspiels“ am Neuen Rathaus, „nicht ganz arischer Herkunft“ war, schreckt der antisemitische Oberbürgermeister Fiehler nicht davor zurück, die „Stiftung“ rückgängig zu machen und die gestiftete Summe den Erben zurückzuzahlen.

1939

England * Zu Kriegsbeginn wird Gerhard Haas, der Enkel Joseph Schüleins, als „Deutscher Kriegsfeind“ in einem „Internierungslager“ gefangen gehalten.

Das Lager wird nach Kanada verlegt, von wo aus Gerhard Haas nach Cuba fliehen kann.
Dort wartet er bis 1941 mit vielen tausend Flüchtlingen aus Deutschland auf sein Visa für die Einreise in die USA.

1939

München-Maxvorstadt * Das „Haus des Deutschen Rechts“ in der Ludwigstraße 28 wird seinem Zweck übergeben. 

Hans Frank will das Justizwesen zu einer „Waffe von ungeheuerer Bedeutung für das deutsche Volk“ umgestalten.

Um 1939

München-Bogenhausen * Die „Villa Benno Becker“ in der Möhlstraße wird arisiert. 

Der „Reichsleiter der NSDAP“, Martin Bormann, bezieht mit seiner elfköpfigen Familie die Immobilie.

1939

München-Bogenhausen * Die Villa in der Cuvilliésstraße 22 wird durch einen Treuhänder um 61.000 RM an den „Reichsfiskus“ (Luftfahrt) verkauft. 

Dieser stellt die Bogenhausener Villa dem „Lebensborn e.V.“ ab 1940 zur Verfügung.

1939

München-Bogenhausen * Karl Freiherr von Eberstein, der Münchner „Polizeipräsident“ und damit „Gerichtsherr über die SS-Wachmannschaften im KZ Dachau“, bezieht die Villa in der Maria-Theresia-Straße 17.

1939

München-Untergiesing * In der „Bäcker-Kunstmühle“ sind insgesamt 31 Personen beschäftigt, davon 14 gelernte „Müller“ und zwölf Fahrer.

Ab Januar 1939

München-Bogenhausen * Obwohl Elisabeth Braun am 4. Oktober 1920 der „Evangelisch-lutherische Kirche“ beigetreten war, muss sie ihrem Vornamen den Zusatz „Sara“ hinzufügen.

1. Januar 1939

Berlin * Der „Arbeitspflichtdienst für alle Mädchen“ unter 25 Jahren wird eingeführt. 

1. Januar 1939

Berlin * Alle deutschen Juden mussten als zweiten Vornamen „Sara“ oder „Israel“ annehmen und in ihre Ausweise eintragen lassen.

Ab diesem Zeitpunkt mussten sie ihre Briefe mit dem diskriminierenden Vornamen unterzeichnen, Briefköpfe, Praxisschilder und ähnliches ändern und ergänzen.
Verstöße werden mit Gefängnishaft bestraft. 

24. Januar 1939

Berlin * „Gestapo-Chef“ Reinhard Heydrich erhält den Auftrag, die „Endlösung der Judenfrage“ vorzubereiten.

2. Februar 1939

München-Maxvorstadt * Martin Bormann, Leiter der Partei-Kanzlei der NSDAP, gibt die vertrauliche Anweisung, in Reden der Partei alle christlichen Redewendungen und Begriffe zu vermeiden. 

10. Februar 1939

Rom-Vatikan * Papst Pius XI. stirbt. 

Sein Nachfolger wird der langjährige „Nuntius“ von München, Eugenio Pacelli, als Pius XII.. 

2. März 1939

Rom-Vatikan * Eugenio Pacelli, der langjährige „Nuntius“ in München, wird zum Papst Pius XII. gekrönt. 

9. März 1939

München-Lehel * In einer „Vormerkung“ an „Oberbürgermeister“ Fiehler wird neben den Problemen der Finanzierung des „Hauses der Deutschen Architektur“ auch die Räumung der Wohnungen und Unterbringung der Mieter angesprochen.  

„Durch Zusammenlegung der Juden [Münchens] in insgesamt 800 Wohnungen würden 1000 Wohnungen frei“, lautet die Empfehlung für die Entmietung, die nach Anordnung Hitlers ohne Härte [!] vor sich gehen sollte. 

15. März 1939

Prag * Deutsche Truppen marschieren in das „Reichsprotektorat Böhmen und Mähren“ ein. 

April 1939

München-Lehel * „Reichskanzler“ Adolf Hitler legt die Grundsteinlegung für das „Haus der Deutschen Architektur“ für den „Tag der Deutschen Kunst 1940“ fest.  

Der inzwischen begonnene Krieg verhindert die Errichtung dieses Ausstellungsgebäudes. 

17. April 1939

Deutsches Reich * Bei einer Volkszählung bezeichnen sich 95 Prozent aller Deutschen als „Angehörige einer christlichen Kirche“

20. April 1939

München * Unter „herzlichem und dankbarem Gedenken“ - auch der Münchner evangelischen Gemeinde - begeht Adolf Hitler seinen 50. Geburtstag. 

21. April 1939

München-Kreuzviertel * Der evangelischen „Matthäus-Kirchengemeinde“ wird die Nutzung des „Weiße Saales“ in der ehemaligen „Augustinerkirche“ - rückwirkend zum 15. Juni 1938 - vertraglich zugesprochen. 

Die Unterhalts- und etwaige Instandsetzungskosten gehen zu Lasten der Kirchengemeinde. 

23. April 1939

Augsburg * Während eines Gastspiels mit Karl Valentin im „Apollotheater“ in Augsburg bricht Liesl Karlstadt zusammen. 

Daraufhin zieht sie sich von der Bühne zurück.

Karl Valentin lässt umgehend Annemarie Fischer aus München kommen und besetzt die Karlstadt-Rolle bis zur Beendigung des Engagements am 30. April mit ihr.

28. April 1939

Berlin * Adolf Hitler kündigt den „deutsch-polnischen Nichtangriffspakt“

30. April 1939

München * Juden müssen „arische“ Wohnhäuser verlassen und in „Judenhäuser“ ziehen.

Mai 1939

München * Sämtliche „Rundfunkgottesdienste“ werden eingestellt. 

14. Mai 1939

Berlin * Aus Anlass der „Muttertagsfeiern“ werden erstmals „Ehrenkreuze der deutschen Mutter“ an kinderreiche Frauen verliehen.  

Frauen mit vier bis fünf Kindern erhalten den „Mutterorden“ in Bronze, für mehr als sechs Kinder gibt‘s den Orden in Silber, und für mehr als acht Kinder wird das „Mutterkreuz“ in Gold vergeben.
Die Orden hängen an einem blauen Band mit der Aufschrift: „Das Kind adelt die Mutter“. 

Hinter vorgehaltener Hand wird das  „Mutterkreuz“ auch als „Karnickelorden“ bezeichnet.

Nationalsozialistische Politik drängt die Frauen zurück an Herd und Kinderbett.
Außerhalb des Hauses gelten Frauen nur wenig. 

„Reichspropagandaminister“ Joseph Goeppels meint zur Rolle der Frau:
„Die Frau hat die Aufgabe, schön zu sein und Kinder zur Welt zu bringen. [...]
Die Vogelfrau putzt sich für den Mann und brütet für ihn die Eier aus“

22. Mai 1939

Berlin - Rom * Ein „Militärbündnis“ mit Italien wird abgeschlossen, der sogenannte „Stahlpakt“.

22. Mai 1939

New York * Ernst Toller begeht im Bad seines Hotelzimmers in New York Selbstmord. 

24. Mai 1939

München * Der Dokumentarfilm „München 1938“ erlebt im „Phoebus-Palast“ seine Premiere. 

Das war die einzige Vorführung, da er auf persönlichen Wunsch Adolf Hitlers verboten wurde.

9. Juni 1939

München-Maxvorstadt * Pater Rupert Mayer gibt anlässlich einer Vorladung bei der „Gestapo“ folgende schriftliche Erklärung ab:

„Ich erkläre, daß ich im Falle meiner Freilassung trotz des gegen mich verhängten Redeverbotes nach wie voraus grundsätzlichen Erwägungen heraus predigen werde.
Ich werde auch weiterhin in der von mir bisher geübten Art und Weise predigen, selbst dann, wenn die staatlichen Behörden, die Polizei und die Gerichte meine Kanzelreden als strafbare Handlungen und als Kanzelmißbrauch bewerten sollten“
.

Ab 11. Juni 1939

München-Isarvorstadt * Karl Valentin tritt in Eduard Künneckes „Glückliche Reise“ im „Theater am Gärtnerplatz“ als „Radfahrer“ auf.

Um Juli 1939

München-Bogenhausen * Mit der „Gleichschaltung“ der Studentenverbindungen verliert das „Corpshaus der Suevia“ in Bogenhausen seinen Zweck.

Es wird um 350.000 Reichsmark an die Stadt München zur Unterbringung der „Meisterschule für Mode“ verkauft.

17. Juli 1939

München-Hackenviertel * Karl Valentin hat seinem „Panoptikum“ im Färbergraben 33 einen neuen Spielort für seine Stücke hinzugefügt. 

Die „Ritterspelunke“ ist eine Verbindung von Panoptikum, Kellerkneipe und Kabarett

Die „Ritterspelunke“ vereinigt das „Panoptikum“, eine Künstlerkneipe und den Theaterbetrieb.
„Zum Verlassen des Panoptikums kann der Ausgang kostenlos genützt werden, dagegen ist der Eintritt von 60 Rpf. am Eingang zu bezahlen“

29. Juli 1939

Schloss Nymphenburg * Gut ein Monat vor Beginn des Zweiten Weltkriegs findet die vierte und letzte „Nacht der Amazonen“ statt.

23. August 1939

Berlin - Moskau * Abschluss des geheimen „Deutsch-sowjetischen Nichtangriffspaktes“ und Einigung über die Aufteilung Polens. 

25. August 1939

England - Polen * England schließt mit Polen einen „Beistandspakt“

28. August 1939

München * Karl Valentin verkauft um 20.000 Mark seine umfangreiche Fotosammlung an das „Münchner Stadtarchiv“.

September 1939

München-Theresienwiese * Zweiter Weltkrieg. Das „Oktoberfest“ fällt zum fünfzehnten Mal aus.

September 1939

München-Theresienwiese * Willy Heide erinnert sich: 16 stramme Ochsen stehen schon für den Verzehr auf der „Wiesn“ bereit.

Doch dann bricht der Zweite Weltkrieg aus.
„Der Papaa hat alle schlachten lassen miassn und in Büchsen einmachen.
Da hat‘s lang a Stammessen geb‘n im Heide-Volm“
.

September 1939

München-Bogenhausen * Nach dem Kriegsbeginn zieht in die ehemalige „Lauer-Villa“ in der Neuberghausener Straße 11 eine „Luftschutzrettungsstelle“ für Bogenhausen ein.

Weitere Militäteinrichtungen, darunter die „Luftschutzschule“, folgen.

1. September 1939

Deutsches Reich - Polen * Deutschland überfällt Polen ohne Kriegserklärung. 

Damit beginnt der Zweite Weltkrieg. 

1. September 1939

Berlin * Der „Euthanasiebefehl“ Hitlers, wird zwar erst Ende Oktober 1939 geschrieben, aber auf den 1. September 1939 rückdatiert. „Träger minderwertigen Erbgutes“ (siehe 14. Juli 1933) gelten den Nazis als „lebensunwertes Leben“

Das „geheime Ermächtigungsschreiben“ Adolf Hitlers hat die planmäßige Tötung von 100.000 Erwachsenen und 20.000 Kindern zur Folge. 

Die Verwirklichung des „Euthanasieprogramms“ soll vor der Öffentlichkeit geheim gehalten werden, weshalb die unmittelbar Hitler unterstellte „Kanzlei des Führers der NSDAP“ mit der Vorbereitung und Durchführung der Tötungsmaßnahmen beauftragt wird. 
Die „Euthanasie-Aktion“ wird inoffiziell als „Aktion T 4“ bezeichnet, nach dem Sitz der zuständigen Dienststelle in der Berliner „Tiergartenstraße 4“

Um keinen Verdacht zu erregen, werden in den „Tötungsanstalten“ eigene „Standesämter“ zur Ausstellung der „Todesurkunden“ eingerichtet.
Die Angehörigen erhalten eine Mitteilung, dass der Kranke „unerwartet an einer Krankheit“ gestorben und bereits eingeäschert worden ist.

2. September 1939

München * Mit einem „Aufruf des Geistlichen Verwaltungsrates“ stellt sich die evangelische Kirche hinter Hitler und seinen Krieg mit Polen. 

3. September 1939

London - Paris - Berlin *  und Frankreich erklären Deutschland den Krieg. 

5. September 1939

Berlin * Wenige Tage nach dem Kriegsbeginn wird eine Verordnung gegen „Volksschädlinge“ erlassen.

Sie bildet eine weitere rechtliche Grundlage für Todesurteile.
Die Verordnung räumt ausdrücklich auch die „Todesstrafe durch Erhängen“ ein.

20. September 1939

Berlin * Juden müssen sämtliche Radioapparate abliefern.

28. September 1939

München-Lehel * Die „Arisierungsstelle“ in der Widenmayerstraße 27 nimmt ihre Tätigkeit auf.

Ab Oktober 1939

München-Untergiesing * Auch im Zweiten Weltkrieg wird in der „Volksschule am Kolumbusplatz“ ein Lazarett eingerichtet.

Es steht immer schlecht ums Land, wenn aus Schulen Krankenhäuser werden.

Um Oktober 1939

München-Maxvorstadt * Um den „großen Einfluß des Theologieprofessorenzirkels auszuschalten“ schließen die braunen Machthaber das „Georgianum“.

1. Oktober 1939

München-Lehel * Die „Schack-Galerie“ wird in das Eigentum Bayerns überführt.

Die Gemälde werden kurz nach Kriegsbeginn in Klöstern und Schlössern im bayerischen Oberland in Sicherheit gebracht.

1. Oktober 1939

München * Zum „Erntedankfest“ wird in den evangelischen Kirchen eine „Kanzelabkündigung des Geistlichen Vertrauensrates“ verlesen.  

Darin wird für „die Ernte auf den polnischen Schlachtfeldern Gott gedankt“

3. Oktober 1939

München * Auf Anordnung des „Landeskirchenrates der evangelischen Kirche“ werden nach dem Einmarsch in Warschau die Kirchenglocken sieben Tage lang von 12 bis 13 Uhr geläutet. 

6. Oktober 1939

Polen *  Kämpfe in Polen werden beendet. 

Polen wird „Generalgouvernement“

18. Oktober 1939

München * Ein Verbot der Versendung kirchlicher Druckschriften an Wehrmachtssoldaten wird erlassen. 

3. November 1939

München-Maxvorstadt * Pater Rupert Mayer wird wegen „Wahrung des Beichtgeheimnisses“ und dem Verdacht konspirativer Kontakte zur Widerstandsgruppe der „Monarchistischen Bewegung“ verhaftet.

Er wird zwei Monate im „Wittelsbacher-Palais“ gefangen gehalten.

Nach dem 8. November 1939

München-Kreuzviertel * „Kardinal“ Michael von Faulhaber schreibt nach dem Attentat von Georg Elser auf Adolf Hitler im „Bürgerbräukeller“ diesem ein Telegramm und beglückwünscht ihn zu seiner „glücklichen Rettung“

Zudem bittet er Gott, „er möge auch ferner seinen schützenden Arm über Sie halten“

9. November 1939

München * Nach dem Attentat auf Hitler im „Bürgerbräukeller“ wird die kirchliche Presse angewiesen, das „besondere Walten der Vorsehung“ hervorzuheben. 

19. November 1939

München * Das „Evangelische Gemeindeblatt“ druckt ein „Dankgebet für die Bewahrung Adolf Hitlers“ beim Attentat im „Bürgerbräukeller“ ab. 

6. Dezember 1939

München-Hackenviertel * Die Karl-Valentin-Szenenfolge „Ritter Unkenstein“ erlebt in der „Ritter­spelunke“ am Färbergraben 33 ihre Premiere.

Valentins neue Partnerin ist die junge Schauspielerin Annemarie Fischer.

Das Stück wird über einhundert Mal aufgeführt.

21. Dezember 1939

Berlin * Mit einem „Führererlass“ wird der Architekt Hermann Giesler zum „Generalbaurat für die Hauptstadt der Bewegung“ ernannt.

23. Dezember 1939

Sachsenhausen-Oranienburg * Pater Rupert Mayer wird in das „KZ Sachsenhausen-Oranienburg“ bei Berlin überführt und erhält Einzelhaft.

Dort verschlechtert sich sein Gesundheitszustand infolge von Hunger und seiner Kriegsverletzung, sodass die Behörden befürchten, der Pater werde als „Märtyrer“ sterben.

31. Dezember 1939

München-Lehel * Das „Lehel“ wird von 22.000 Menschen bewohnt. 


Verwendet in Führung:

03. Der Gasteig - Ein Stück Alt-München
10. München - Weinstadt & Biermetropole
29. Graggenau
36. Täterorte - Opferorte * Nationalsozialismus



Bürgerbräukeller, Attentat, Alte Kämpfer
Hitler Adolf Reichskanzler, Elser Georg Widerstandskämpfer