2. Februar 1962

ADAC fordert: „Weg mit diesem Mördern am Straßenrand“

München * In einem Leserbrief in der „Süddeutschen Zeitung“ klagt der „Allgemeine Deutsche Automobilclub - ADAC“ die „wahren Schuldigen am Massensterben auf den Straßen“ an: die Alleebäume.  

Der ADAC fordert: „Weg mit diesem Mördern am Straßenrand“.


1962

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ADAC, Alleebaum, Mörder am Straßenrand, Süddeutsche Zeitung,

Weitere Ereignisse im Jahr 1962

1962

München-Maxvorstadt * Ewald-Heinrich von Kleist-Schmenzin lädt zur ersten „Münchner Wehrkundetagung“ in die Räume der Münchner „Industrie- und Handelskammer - IHK“ ein. 

1962

München-Au * In dem im Jahr 1962 erstellten Neubau wird wieder eine Wirtschaft mit dem klassischen Namen „Falkenhof“ eingerichtet.

Heute führt das dort etablierte italienische Restaurant den Namen „Il Falco“.

1962

München * In 14 Münchner „Ziegeleien“ werden 100 Millionen Steine gebrannt.

1962

Großbritannien * Tony Sherdan erhält eine „Goldene Schallplatte“ für „My Bonnie (lies over the ocean)“.

Bis 1962

München-Obergiesing * An der Stelle des ehemaligen Kaufhauses „Karstadt“, heute „Woolworth“, an der Tegernseer-Land-Straße befindet sich der „Schweizer Wirt“.  

In der Wirtschaft findet die „Giesinger Kirta“ statt.  
Außerdem dient sie dem „Giesinger Faschingsverein“ als Hauptquartier. 

Um 1962

München-Englischer Garten - Hirschau * Aus der „Parktanzfläche“ vor dem Restaurant „Hirschau“ entsteht eine „Rollschuhbahn“.

1. Januar 1962

London * Die Beatles spielen - erfolglos - bei „Decca Records“ in London vor.  

Obwohl sie keinen Vertrag erhalten, schickt Brian Epstein die Aufnahmen als Demo zu EMI. 

5. Januar 1962

Großbritannien * Die Single „The Saints/My Bonnie“ erscheint nun auch in Großbritannien. 

Jetzt bereits unter dem Interpretennamen Tony Sheridan & The Beatles.

23. Januar 1962

Hamburg * Der Beatles-Manager Brian Epstein gibt dem Hamburger „Top-Ten-Club“-Geschäftsführer Peter Eckhorn eine Absage. 

Dieser wollte die Beatles erneut verpflichten. 

24. Januar 1962

London * Die Beatles unterzeichnen den Managervertrag mit Brian Epstein. 

April 1962

Großbritannien * In England erscheint eine EP mit Tony Sheridan & The Beatles mit den Titel „My Bonnie“, „Why“, „Cry for a shadow“ und „The saints (When the saints go marching in)“.

10. April 1962

Hamburg * Stuart Sutcliffe, der ehemalige Bassist der Beatles, stirbt im Alter von 21 Jahren in Hamburg. 

13. April 1962

Hamburg * Der „Star Club“ in Hamburg wird mit den Beatles eröffnet. 

Sie spielen dort bis 31. Mai insgesamt 48 Konzerte. 

9. Mai 1962

Hamburg - London * Während die Beatles im Hamburger „Star-Club“ spielen, handelt Brian Epstein, ihr Manager, einen Vertrag mit „Parlophone Records“ aus. 

Um den 3. Juni 1962

München * Das Ergebnis eines vom „Münchner Verkehrsverein“ ausgeschriebenen Wettbewerbs für ein neues München-Image steht fest. 

Der Slogan lautet: „München - Weltstadt mit Herz“.

5. Juni 1962

München-Maxvorstadt * Im Anschluss an ein Jazzkonzert kommt es an der Münchner „Ludwig-Maximilians-Universität“ zu Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und rund 2.000 Personen.

Nach dem Ende des Konzerts in der Aula der Universität fordern zahlreiche Konzertbesucher die Musiker auf, auf dem Geschwister-Scholl-Platz weiterzuspielen.

Als die mit Buhrufen begrüßte Polizei eintrifft, kommt es zu Rangeleien und zwei Festnahmen.
Die Polizei wird von den Protestierern durch eine Blockade am Wegfahren gehindert.
Dabei werden auch die Reifen des Einsatzwagens zerstochen. 

Die bedrängten Polizisten rufen Verstärkung, die mit zwei Funkstreifenwagen, dem Kleinen und Großen „Überfallkommando“ sowie dem „Bereitschaftszug der Stadtpolizeischule“ am Ort der Auseinandersetzung eintrifft.

Der Polizeimacht gelingt es an diesem Abend die Menge zu zerstreuen.
Es kommt zu weiteren sieben Festnahmen.
Die so Festgesetzten werden alle wegen „Auflauf“ und „Landfriedensbruch“ angezeigt.

Dieses Geplänkel geht als „Unikrawall“ in die Geschichte ein.

6. Juni 1962

London * Die Beatles beginnen ihre Plattenaufnahmen in den „Abbey Road Studios der EMI“

Am Schlagzeug sitzt noch Pete Best. 

20. Juni 1962

München-Schwabing * Der nächste Polizeieinsatz, der letztlich zu den „Schwabinger Krawallen“ führen wird, erfolgt am Wedekindplatz.

Am späten Abend schreiten die Ordnungshüter gegen eine Gruppe Gitarristen und deren rund 150 Zuhörer ein, weil sie „ruhestörenden Lärm verursachten, indem sie musizierten, sangen, in die Hände klatschten, zum Teil auch tanzten und grundlos grölten“.

Weil die Beamten mit Pfeifen und Buhrufen empfangen werden, rufen sie umgehend das „Kleine Überfallkommando“ herbei.
Nach einer dreimaligen über Lautsprecher verbreiteten Aufforderung den Platz zu verlassen, räumen die Zuschauer - ohne nennenswerten Widerstand - den Wedekindplatz.

21. Juni 1962

München-Schwabing * An „Fronleichnam“, einem katholischen Feiertag in Bayern, beginnen die sogenannten „Schwabinger Krawalle“.

Das erste Aufeinandertreffen zwischen Polizei und etwa 50 Zuhörern von drei Gitarrenspielern erfolgt gegen 21:45 Uhr - weit weg von jedem Wohnblock - im „Englischen Garten“ am „Monopteros“.
Doch es läuft glimpflich ab, denn die Jugendlichen folgen der Aufforderung der Polizei und gehen auseinander.

Eine knappe halbe Stunde später löst am Wedekindplatz eine andere Streifenwagenbesatzung - ebenfalls ohne größere Probleme - eine aus etwa 150 Personen bestehende Ansammlung auf, die sich um drei Gitarristen gruppiert hat.

Um 22.35 Uhr kommt es an der Leopold-/Ecke Martiusstraße zum dritten Polizeieinsatz und daraus resultierend zur tätlichen Auseinandersetzung zwischen der Polizei und einer aus etwa 200 Personen bestehenden Gruppe, die sich um fünf Gitarristen gebildet hat.
Die Band besteht aus den Gymnasiasten Michael Erber und Klaus Olbrich, den Lehrlingen Wolfram Kunkel und Hans (Sitka) Wunderlich und dem jungen Schreiner Rüdiger Herzfeldt. Sie singen und spielen russische Volkslieder.

Nachdem sich einige Anwohner über die „Störung der Nachtruhe“ bei der Polizei beschwert haben, treffen zwei Beamte am „Tatort“ ein und fordern die jungen Gitarrespieler zum Einsteigen in den Funkstreifenwagen auf.

Das Einschreiten der Polizei gegen die Musiker wird von den Zuhörern - „spontan und ohne vorherige Planung“ - als Festnahme gedeutet.
Diese artikulieren daraufhin ihren Unmut ziemlich laut und unmissverständlich.
Es kommt zu Rangeleien mit den Ordnungshütern, die nun ihrerseits Verstärkung anfordern, nachdem die Randalierer die Luft aus den Reifen des Polizeiautos lassen. 

Mit einem ersten Gummiknüppeleinsatz kann die Polizei die auf mehrere hundert Menschen angewachsenen Protestierer vom Schauplatz abdrängen.
Kaum dass die Polizisten abgerückt sind, läuft eine noch größere Menschenmenge als zuvor (Schätzungen sprechen von 5.000 Personen) auf die Leopoldstraße und blockiert den Auto- und Straßenbahn-Verkehr mit Stühlen und indem sie sich selbst auf der Straße niederlassen.

Erst nach der zweimaligen Räumung der Straße und der Festnahme von 41 Personen erklärt die Polizei um 1:40 Uhr den Einsatz für beendet.
Laut Polizeibericht kommen 90 Beamte zum Einsatz.
Zwei Protestierer werden nachträglich zur Anzeige gebracht.

22. Juni 1962

München-Schwabing * Freitag. Die „Schwabinger Krawalle" gehen weiter.

Ab 21 Uhr laufen „unzählige junge Leute [...] immer weiter in die Fahrbahn hinein“ und blockieren damit die Leopoldstraße. Nach Beschwerdeanrufen trifft die Polizei ein.

Der Münchner Oberbürgermeister Hans-Jochen Vogel und der Polizeipräsident Manfred Schreiber sprechen mit den Protestierenden. Letztlich werden sie aber von den 10.000 Anwesenden niedergeschrieen und ausgepfiffen, weshalb es zur zweiten gewaltsamen Räumung der Leopoldstraße kommt.

Die Auseinandersetzungen dauern bis in die frühen Morgenstunden an. Laut Polizeibericht kommen über 100 Polizisten zum Einsatz, die 24 Protestierer festnehmen und vier weitere nachträglich zur Anzeige bringen.

23. Juni 1962

München-Schwabing * Samstag. Wieder versammeln sich bis zu 10.000 Protestierer auf der Leopoldstraße und erstellen Straßenblockaden. 

Mit Feuerwerkskörpern versuchen sie die Pferde der berittenen Polizei scheu zu machen.
Flaschen und Steine fliegen in Richtung der Polizei. Dabei werden drei Beamte verletzt.

Bei einer „regelrechten Straßenschlacht“, bei der die Polizei vom massiven Schlagstockeinsatz gebrauch macht, werden 14 Randalierer schwer verletzt. 

Der Student Georg Friz schwebt nach einem Leberriss in Lebensgefahr.

Nach Ansicht von Oberbürgermeister Hans-Jochen Vogel haben an diesem Samstag weniger die Studenten als „vor allem der Pöbel aller Stadtviertel“ in Schwabing ihr Unwesen getrieben.

Laut Polizeibericht kommen über 150 Polizisten zum Einsatz.
16 Protestierer werden festgenommen und neun nachträglich zur Anzeige gebracht.

24. Juni 1962

München-Schwabing * Sonntag. Die Proteste der „Schwabinger Krawalle“ lassen zwar nach, doch Pressebeobachter zählen immer noch 3.000 Teilnehmer.
Sogar Studentengruppen wenden sich nun gegen die Fortsetzung des Protests.

Wieder beginnen die Straßenblockaden.
Es kommt zu den „härtesten Auseinandersetzungen“, die sich auch an der besonders hohen Zahl von Festnahmen ablesen lässt.

Man schiebt die Gewalttätigkeit der „Halbstarken-Szene“ zu.
Doch spätere Untersuchungen können diese Mutmaßung nicht bestätigen.
Der Anteil der Studenten an den Protestveranstaltungen hat sich gegenüber dem Vortag prozentual sogar erhöht.

Laut Polizeibericht kommen über 450 Polizisten zum Einsatz, die 85 Protestierer festnehmen und 13 nachträglich zur Anzeige bringen.

25. Juni 1962

München-Schwabing * Montag. Rund 2.500 Protestierer versammeln sich an der Leopoldstraße.
Mehrere hundert Jugendliche blockieren erneut den Verkehrauf dem Boulevard.

Gegen 1 Uhr räumt die Polizei die Straße. Rund 200 Protestierer werden „eingekesselt“ und anschließend festgenommen, darunter auch der spätere „RAF-Terrorist“ Andreas Baader. Damit enden die „Schwabinger Krawalle“.

Laut Polizeibericht kommen an diesem Tag rund 360 Polizisten zum Einsatz.
35 Protestierer werden festgenommen, sieben nachträglich zur Anzeige gebracht.
Darüber hinaus werden über 200 Anwesende zur Personalienfeststellung kurzfristig in Gewahrsam genommen.

Dass die „Stadtpolizei“ an allen Tagen keine „Wasserwerfer“ einsetzt, liegt an der in der Leopoldstraße verkehrenden Straßenbahn.
Man hätte nämlich aus Sicherheitsgründen die Strom führenden Oberleitungen außer Betrieb nehmen müssen.
Außerdem befürchtet man angesichts der sommerlichen Temperaturen, dass ein „Wasserwerfer“ zur weiteren „Erheiterung“ der Protestierenden beigetragen hätte.

Fazit: Gegen 248 Personen werden Ermittlungen wegen der Beteiligung an den „Schwabinger Krawallen“ aufgenommen. Darunter finden sich lediglich 13 Frauen.

Fast drei Viertel der Verfahren werden eingestellt.
54 Angeklagte werden verurteilt; es gibt 13 Freisprüche.
Das Durchschnittsalter der Verurteilten liegt bei 22 Jahren.

Von den jungen Berufstätigen werden auffällig viele verurteilt.
Während aus dem akademischen Nachwuchs nur jeder Zehnte eine Strafe erhält, ist es bei den Nichtakademikern nahezu jeder Zweite.
Es werden sechs Gefängnisstrafen zwischen drei und dreizehn Monaten ausgesprochen, wovon fünf auf Nichtakademikern fallen.
Die Geldstrafen liegen zwischen 40 und 1.000 DMark.
Die Jungakademiker kommen mit Geldbußen und Strafen auf Bewährung davon.

Gegen Angehörige der „Stadtpolizei“ werden 143 Verfahren eröffnet.
Lediglich 14 Polizisten werden aber mit Anklagen konfrontiert.
Vier „Ordnungshüter“ werden rechtskräftig verurteilt.
Darunter ist nur ein „Stadtpolizist“, der an den Einsätzen vor Ort beteiligt war. Die drei Anderen sind als Aufseher in der „Polizeihaftanstalt“ tätig.

Der „Bezirksausschuss Schwabing-Freimann“ protestiert in einer Resolution gegen die Ausschreitungen, die das „Machwerk verantwortungsloser, ortsfremder Elemente“ gewesen sei und bedankt sich ausdrücklich bei der „Münchner Polizei“ für das mutige und tatkräftige Einschreiten.

26. Juni 1962

München-Lehel - Englischer Garten * Am „Monopteros im Englischen Garten“ treffen sich rund 250 Protestierer zu einer vom Ortnungsamt verbotenen Kundgebung.

Doch statt der Protestkundgebung wird über die Ereignisse der „Schwabinger Krawalle“ diskutiert und in einer Resolution eine genaue Überprüfung der Vorfälle und die Kennzeichnung der Polizisten mit Dienstnummern gefordert.
Die Versammlung wird aufmerksam von der Polizei beobachtet.

Der „Allgemeine Studenten-Ausschuss der Ludwig-Maximilians-Universität“ distanziert sich per Flugblatt von den Protesten.

27. Juni 1962

München-Graggenau * In einer „Interfraktionellen Erklärung“ stellen sich nahezu alle Mitglieder des Stadtrats hinter die „Münchner Stadtpolizei“.

29. Juni 1962

München-Maxvorstadt * Das „Studentenparlament der Ludwig-Maximilians-Universität“ missbilligt das „teilweise kriminelle Verhalten“ einzelner Protestierer. 

Es schreibt aber die Hauptschuld an den Ausschreitungen bei den „Schwabinger Krawallen“ dem „unklugen und rücksichtslosen Vorgehen der Polizei“ zu.

12. Juli 1962

London * Die „Rolling Stones“ geben im Londoner „Marquee Club“ ihr Livedebüt.  

Mick Jagger, Brian Jones, Keith Richards und Pianist Ian Stewart sowie Bassist Dick Taylor [später bei „The Pretty Things“] und Drummer Mick Avory [später bei „The Kinks“] treten erstmals auf.  

Das Repertoire der „Rolling Stones“ besteht aus Blues-Standards wie „Kansas City“, „Hoochie Coochie Man“ oder „Bright Lights“

5. August 1962

Los Angeles * Die Schauspielerin Marilyn Monroe stirbt in Los Angeles an noch immer nicht geklärten Ursachen. 

15. August 1962

London * Ringo Starr wird Schlagzeuger der Beatles, weil George Martin mit der Leistung von Pete Best auf diesem Instrument nicht zufrieden ist.

16. August 1962

London * Da George Martin mit dem Schlagzeugspiel von Pete Best nicht zufrieden ist, muss ihm Brian Epstein die Nachricht überbringen, dass er nicht mehr den Beatles angehört. 

18. August 1962

Port Sunlight * Ringo Starr spielt zum ersten Mal bei einem Liveauftritt der Beatles in der „Hulme Hall“ in Port Sunlight. 

23. August 1962

Liverpool * John Lennon heiratet die schwangere Cynthia Powell in Liverpool. 

1. September 1962

München-Maxvorstadt * Der „Allgemeine Studenten-Ausschuss der Ludwig-Maximilians-Universität“ veröffentlicht seinen „Untersuchungsbericht zu den Schwabinger Krawallen“.

Er stellt fest, dass es sich dabei insgesamt um „keine Studentenunruhen“ gehandelt hat.
Nur an den ersten „Protestabenden“ waren Studenten führend beteiligt.
Der „Stadtpolizei“ wird ein „taktisch unkluges Vorgehen“ bescheinigt. 

4. September 1962

London * Erste Aufnahmen der Beatles von „Love me do“ mit Ringo Starr am Schlagzeug. 

11. September 1962

London * Erneute Aufnahme von „Love me do“. 

Das Schlagzeug spielt jetzt Andy White, Ringo Starr unterstützt ihn nur mit dem Tamburin. 

Lange vor dem 22. September 1962

München-Theresienwiese * Bürgermeister Albert Bayerle will die Wirtsbudenstraße auflösen.

Alle Festzelte sollen mit Notausgängen nach außen rings um den Festplatz verteilt und Karusells und Schaustellungen ins Innere des großen Runds gelegt werden. 

Das würde bei Notfällen eine reibungslose Räumung der Riesenhallen erlauben. Die Planungen scheiterten an den Kosten und den Brauereien.

1. Oktober 1962

London * Brian Epstein unterschreibt einen 5-Jahres-Vertrag mit den Beatles.  

5. Oktober 1962

Großbritannien * Mit „Love me do/P.S. I love you“ erscheint die erste Single der Beatles.

13. Oktober 1962

München - München-Theresienwiese * Franz Halmanseger, der „Rekommandeur“ vor dem „Hippodrom“, stirbt - sechs Tage nach dem Wiesn-Ende - im Alter von 78 Jahren.

Bekannt war er auch wegen seiner Sprüche: „Treten Sie ein, Herr Baron, die Pferde sind gesattelt. Alles Glück auf der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde“.

17. Oktober 1962

Großbritannien * Erster Fernsehauftritt der Beatles im Regionalfernsehen. 

26. Oktober 1962

Bonn * „Bundesverteidigungsminister“ Franz Josef Strauß veranlasst eine widerrechtliche Polizeiaktion gegen das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“.

Es war zu erwarten, dass sich diese Aktion negativ auf das Wahlergebnis in Bayern auswirken würde.

Doch genau das Gegenteil ist der Fall.

25. November 1962

Freistaat Bayern * Mit der Wahl vom 25. November 1962 werden endgültig die Weichen für die späteren Regierungsverhältnisse in Bayern gestellt.

Seither führen die der CSU angehörenden „Bayerischen Ministerpräsidenten“ - Alfons Goppel, Franz Josef Strauß und Max Streibl - von der „Staatskanzlei“ an der Prinzregentenstraße 9 aus nur noch reine „CSU-Kabinette“.

Mit satten 47,5 Prozent der Stimmen kann die CSU ihren Stimmenanteil erneut um fast zwei Prozent erhöhen.
Das Ergebnis reicht sogar für die „absolute Mehrheit“ der „Landtags-Mandate“ aus.

26. November 1962

London * Die Beatles nehmen ihre zweite Single „Please please me“ auf. 

30. November 1962

Bonn * Franz Joseph Strauß muss aufgrund der „Spiegel-Affäre“ sein Amt als „Bundesverteidigungsminister“ niederlegen.

Um den 10. Dezember 1962

London * Bill Wyman ersetzt Dick Taylor als Bassist bei den „Rolling Stones“

25. Dezember 1962

München-Maxvorstadt * Carl und Frieda Sembach-Krone haben in achtmonatiger Bauzeit den alten provisorischen Zirkus-Holzbau an der Marsstraße durch einen Steinbau ersetzen lassen.

Das einzige feste Zirkusgebäude in der Bundesrepublik Deutschland fasst 3.000 Personen. 


Verwendet in Führung:

09. München von hinten



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