8. Oktober 1838

König Ludwig I. genehmigt die Gründung einer „Walz-Getreidemühle zu Tivoli“

München-Englischer Garten - Tivoli * König Ludwig I. genehmigt die Gründung einer „Walz-Getreidemühle zu Tivoli“.

Am Namen wird noch gefeilt und so wird aus der „Neumühle“ die „Königlich bayerische privilegierte Ludwigs-Walzmühle in München“.

Von den damals 13 ansässigen Münchner Müllermeistern wird nur Anton Huber von der „Hofpfistermühle“ Aktionär.
Die übrigen bekämpften Christian August Erich mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Argumenten.


Sortierung 1838

Suchbegriffe

Tivoli, Neumühle, Walz-Getreidemühle, Königlich bayerische privilegierte Ludwigs-Walzmühle in München, Hofpfistermühle,

Personen

Ludwig I. König

Weitere Ereignisse im Jahr 1838

1838

Angers - Haidhausen * Die „Generaloberin der Frauen vom guten Hirten“, Marie de St. Jean David, wendet sich an König Ludwig I., um „diesen frommen Orden auch in dieses Land zu verpflanzen“.

1838

München-Englischer Garten - Schwabing * In Erinnerung an Freiherr Reinhard von Wernecks „verdienstvolle Tätigkeit“ als „Direktor des Englischen Gartens“ veranlasst König Ludwig I. die Errichtung des „Werneck-Denkmals“ auf einer kleinen Anhöhe in der Nähe des Ostufers des „Kleinhesseloher Sees“.

Architekt ist Leo von Klenze.

1838

England - Indien - England * Eliza [= Lola Montez] und ihr Ehemann Thomas James brechen in Richtung Indien auf.  

Kaum in Indien angekommen, verlässt Eliza ihren Mann und segelt nach England zurück, um dort einen Neuanfang zu versuchen.  
Ihre Ehe wird anno 1842 aufgelöst. 

1838

Haidhausen * Der „Faber-Bräu“ und die „Eberlbrauerei“ gehen wieder getrennte Wege.

1838

München-Graggenau * Simon von Eichthal verkauft sein Palais an der Residenzstraße 26 an den „Konditor“ Carl Rottenhöfer.

Dessen Geschäft floriert derart, dass es schon bald nach seiner Eröffnung zur „Königlich-Bayerischen Hofkonditorei“ ernannt wird.

Bis Mitte 2013 trägt es den Namen „Confiserie Rottenhöfer Café Hag“ und befand sich an der selben Adresse.

1838

München-Englischer Garten - Lehel * Der im „Hirschangerwald“ gelegene „Apollo-Tempel“ wird wegen Baufälligkeit entfernt.

Dafür entsteht an gleicher Stelle ein anderes Idyll: die „Steinerne Bank“, die Leo von Klenze nach Art einer griechischen „Exedra“ errichtet.

1838

München-Englischer Garten - Hirschau * Der aus einem italienischen Adelsgeschlecht stammende Joseph Anton Ritter von Maffei kauft von der Witwe Lindauer die weit außerhalb der Stadtgrenze Münchens gelegene „Hofhammerschmiede“ in der „Hirschau“ ab.

29. Januar 1838

München-Englischer Garten - Hirschau * Obwohl der Kaufvertrag für den „Lindauer'schen Hammer“ erst am 20. März unterschrieben wird, führt „von diesem Tage an [...] der Herr Käufer das Geschäft auf seine Rechnung und hat auch von diesem Tage an alle laufenden Kapitalzinsen, Staats-, Haus- und Kommunallasten zu tragen“.

20. März 1838

München-Englischer Garten - Hirschau * Der Kaufvertrag für die „Hofhammerschmiede“, auch „Lindauer'scher Hammer“ genannt, wird von Franziska Lindauer und Joseph Anton von Maffei unterschrieben. 

Das Unternehmen firmiert zunächst viele Jahre unter „Eisenwerk Hirschau“.

Weil Maffei gegenüber seinen Konkurrenten Emil Keßler in Karlsruhe und August Borsig in Berlin nicht als Nachzügler erscheinen will, gibt er immer 1837 als „Gründungsjahr“ seines Unternehmens an.

Um April 1838

??? * Adolf Friedrich von Schack legt sein „juristisches Staatsexamen“ ab.

Nach einem dreiviertel Jahr „Referendarzeit“ erhält er - aus gesundheitlichen Gründen - Urlaub für ein Jahr, den er auch zur Vertiefung seines Sprach- und Literaturstudiums nutzt.

23. April 1838

München * Der Gipfel der presse- und postfeindlichen Maßnahmen wird erreicht, als König Ludwig I. die „Zensur“ ausweitet und die Zulassung einer Zeitung so ändert, dass alle Zeitungen die unangenehm aufgefallen sind, nicht mehr von der „Post“ ausgeliefert werden dürfen. 

Das heißt, ihnen das sogenannte „Postdebit“ zu verweigern oder nachträglich zu entziehen.

Durch den Gebrauch des „Postdebits“ als „Zensurmaßnahme“ macht sich Bayern in ganz Europa zum Gespött der Presse. 

Die Furcht des Königs vor den Zeitungen ist freilich berechtigt.
Sein autokratisches Regiment ist ein beliebter Stoff für die deutsche und ausländische Presse.

14. Juni 1838

München-Maxvorstadt * Graf Maximilian Joseph von Montgelas stirbt in seinem Haus am Karolinenplatz 2. 

6. Juli 1838

München - Untergiesing * Arnold von Eichthal stirbt.

Sein Bruder, Simon von Eichthal, kauft die „Giesinger Mühle“ den Erben um 57.000 Gulden ab.

14. August 1838

München * Als ein Beispiel der rückwärtsgewandten antikatholischen Maßnahmen kann die „Kniebeugeverordnung“ für die „Bayerische Armee“ gelten.  

Die Vorschrift über die „Kniebeuge“ war vom damaligen Kurfürsten Max IV. Joseph im Jahr 1803 abgeschafft worden, nachdem Baiern kein ausgesprochen katholisches Land mehr war und Katholiken und Protestanten in der gleichen Armee dienten.  
Wenn also der Priester den „Segen“ gab, knieten sich die Katholiken hin, während die Protestanten gemäß ihrer Glaubensauffassung stehen blieben.  

Nun befiehlt aber König Ludwig I., dass Alle niederzuknien haben. 

24. August 1838

München-Graggenau * Nach vier Jahren Bauzeit kann das „Kgl. General-Postamts-Bureau“ in der heutigen Residenzstraße 2 endlich für die Allgemeinheit geöffnet werden.

Die Gesamtkosten sind in der Zwischenzeit auf 369.000 Gulden gestiegen.
Kein Wunder also, dass in der Öffentlichkeit Beschwerden laut werden.

Da kann auch die damals hervorgehobene Funktion der Loggia, „welche den Abreisenden oder den Freunden der ankommenden Reisenden einen angenehmen Aufenthaltsort zum Abwarten darbietet“, die Kosten kaum rechtfertigen und die Mängel aufwiegen.

21. November 1838

München-Graggenau * Als letzter Schritt zur Fertigstellung der „Hauptpost-Fassade" zum Max-Joseph-Platz werden sechs Bilder mit „Rosseführern“ angeordnet, die von Johann Georg Hiltensperger auf den roten Grund der Hallenrückwand gemalt werden.


Verwendet in Führung:

15. Lehel




Sucbegriffe: Tivoli, Neumühle, Walz-Getreidemühle, Königlich bayerische privilegierte Ludwigs-Walzmühle in München, Hofpfistermühle
Personen: Ludwig I. König, Erich Christian August, Huber Anton