18. August 1723

Kurfürst Max Emanuel verkauft den „Falkenhof“ in der Au

Au * Kurfürst Max Emanuel verkauft den „Falkenhof“ in der Au an den „kurfürstlichen Rat“ und „Admodiateur der Bräuhäuser“, also den für die „Vergabe der Braugerechtigkeiten“ zuständigen Verwaltungsmann, Johann Georg Messerer aus Aibling.

Die auf Münchner Boden befindlichen „Falkenhäuser“ waren das älteste beim „Alten Hof“ und der neuere beim „Kosttor“.

Der ehemalige „Falkenhof“ in der Au befand sich an der heutigen Falkenstraße 36 und unterstand einem „Aumeister“.
Nachdem die dort gehaltenen „Falken“ und die anderen wertvollen Vögel unter der Feuchtigkeit des Bodens sehr litten und in großer Zahl zugrunde gingen, ließ Kurfürst Max Emanuel ein zweckmäßigeres „Falkenhaus“ vor dem Neuhauser Tor neu erbauen.

Der „Falkenhof“ in der Au wird zwar sofort zum „adeligen Sitz“ erhoben, doch darf ihn Johann Georg Messerer erst nutzen, nachdem der dort wohnende „Falkner“ den Neubau an der Arco-, Barer- und Karlstraße beziehen kann.

Messerer muss den neuen „Falkenhof“ zu einem nicht unerheblichen Teil finanzieren.
Dennoch erwirbt der „kurfürstliche Rat“ in der Zwischenzeit alles käufliche Land um seinen Hof, darunter die „Riegermühle“ und das „Säggängerl“.


1723

Suchbegriffe

Falkenau, Falkenhaus, Alter Hof, Kosttor, Falkenstraße 36, Aumeister, Neuhauser Tor, Arcostraße, Barerstraße, Karlstraße, Riegermühle, Säggangerl,

Personen

Max Emanuel Kurfürst Messerer Johann Georg

Weitere Ereignisse im Jahr 1723

1723

Schwabing * Der sich ständig in Geldnöten befindliche Kurfürst Max Emanuel verkauft „öde Gründe“ in der „Schwabinger Hayd“ - oberhalb des „Schwabinger Fischweihers“ - an sogenannte „Kulturanten“, die hier Gärten und Häuser errichten wollen. 

1723

Freising * Der Freisinger Bischof Johann Franz Eckher von Kapfing, der im Jahr 1695 die Wahl gegen Joseph Clemens gewonnen hatte, schlägt den 20-jährigen Baiernherzog Johann Theodor zu seinem Nachfolger auf dem Bischofsstuhl vor.

Anno 1723

Au * Eine Erweiterung und Erneuerung der Auer Marien-Kapelle ist nicht mehr zu umgehen.

Erst jetzt erhält das Gebetshaus den Namen „Mariahilf-Kirche“.

1723

München * Der Rat der Stadt beschließt den Bau einer dauerhaften, steinernen Brücke über die Isar.

Dabei sollen zwei getrennte Brücken und nicht mehr eine durchgehende Brücke entstehen.

Bis zum Jahr 1723

Freising * Zwischen 1721 und 1723 werden acht Burschen und junge Männer im Alter zwischen 14 und 23 Jahren und drei „Bettlerinnen“ mittleren Alters in Freising hingerichtet.

Zu diesem Zeitpunkt ist der Zenit der „Hexen-Verfolgungen“ allerdings längst überschritten.
Der „Freisinger Prozess“ ist ein Auslaufmodell, was aber den „Hingerichteten“ allerdings nicht hilft. 

9. August 1723

München * Kurfürst Max Emanuel ernennt den Wiener „Oberhoffaktor“ und „Bankier“ Simon Wolf Wertheimer zum „geheimen Hofjuwelier“. Wertheimer verlegt daraufhin den Schwerpunkt seiner Geschäftstätigkeit nach München. 

Joseph Mändle, Noe Samuel Isaak, Simon Wolf Wertheimer und Nathan Moyses, der dem Kurfürsten ebenfalls einen Kredit gewährt, werden die ersten „kurbaierischen Hofjuden“

23. August 1723

Au * Johann Maximilian von Alberti richtet eine Bitte an der Kurfürsten. 

Er soll das „Benediktinnerinnenkloster am Lilienberg“ in den „Münchner Burgfrieden“ einbeziehen.

12. November 1723

Köln * Kurfürst Joseph Clemens, Fürstbischof der Bistümer Köln, Lüttich und Hildesheim stirbt in Köln und wird in der dortigen Domkirche beigesetzt.

Der 23-jährige Clemens August tritt das Amt eines Kurfürsten und Erzbischofs von Köln an, ohne das Bistum Münster oder Paderborn abgeben zu müssen.


Verwendet in Führung:

20. Untergiesing



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