1785

Carl Theodors Geschenke für eine ehemalige Mätresse

Mattsies - Kufstein * Kurfürst Carl Theodor schenkt seiner ehemaligen Mätresse Maria Josepha von Toerring-Seefeld, eine geborene Minucci, - fünf Jahre nach ihrer Eheschließung - das „Schlossgut und Bräuhaus Mattsies“ bei Mindelheim.

Im darauffolgenden Jahr erhält sie dann noch die „Pflege Auerburg“ bei Kufstein.


1785

Suchbegriffe

Falkenau, Schlossgut Mattsies, Auerburg, Kufstein, Mätresse, Mindelheim,

Personen

Carl Theodor Kurfürst

Weitere Ereignisse im Jahr 1785

1785

München - Wien - Berlin * Erneute Ländertauschpläne zwischen Österreich und Kurfürst Carl Theodor werden auf Initiative Preußens und dem „Fürstenbund“ durch die „Garantie der Eigenstaatlichkeit und Unversehrtheit Baierns“ beendet.

1785

München * Ignaz Mayer heiratet Chaila oder Caroline Seligmann.

Ihr Vater ist der im Jahr 1814 erste in den „Adelsstand“ erhobene Jude in Baiern, der dann Leonhard Freiherr von Eichthal heißt.
Ursprünglich hieß er Aron Elias Seligmann, war der „Tabak- und Salzhändler“, zugleich der bedeutendste „Hof- und Heereslieferant“ und außerdem „Hauptgläubiger“ der immer finanzschwachen Kurpfalz.

In den „Napoleonischen Kriegen“ avanciert er zum einzigen Heereslieferanten der baierischen Truppen, der die enormen Kosten für das Militär mit eigenen Anleihen finanziert und dafür ansehnliche Provisionen erhält.

Anno 1785

Au - Haidhausen - Lehel * Ein kurfürstliches Mandat verbietet den Auern, „Lechlern“ und Haidhausern das Fischen in der Isar.  

Erstmals werden auch die Bewohner des „Lehels“ mit diesem Namen bezeichnet.  
Nun ist das „Lehel“ ein echter Ort geworden, genauso wie die Au und Haidhausen.

1785

München - Au * Um die Auer der polizeilichen und wirtschaftlichen Kontrolle der Stadt zu unterwerfen entsteht der Plan die Au als „Carlsvorstadt“ nach München einzugemeinden.

1785

Vatican - München * Der „Heilige Stuhl“ richtet im „Kurfürstentum Baiern“ eine „Nuntiatur“ ein. 

Sie bleibt die Einzige auf deutschem Gebiet, bis ihr im Jahr 1920 in der „Reichshauptstadt Berlin“ eine zweite „päpstliche Gesandtschaft“ folgt. 

1785

München * Sir Benjamin Thompson wird zum „Kammerherrn“ am „baierisch-pfälzisch kurfürstlichen Hof“ in München ernannt.

1785

Englischer Garten - Hirschau * Nachdem die „Fasanenzucht“ in der „Hirschau“ schon bald aufgelöst wurde, wird jetzt auch das „Hirschgehege“ aufgelassen. 

An seiner Stelle wird der „Hirschgarten“ bei Nymphenburg eröffnet. 

1785

München * Maximilian Joseph von Montgelas wird „Mitglied der baierischen Akademie der Wissenschaften“

1785

Schwabing * Kurfürst Carl Theodor lässt für seinen „Kabinettssekretär“ und - vermutlich - illegitimen Sohn Stephan Freiherr von Stengel den „Rittersitz Biederstein“ erbauen.

18. Juni 1785

Vatican - Freising * Papst Pius VI. erklärt erstmals in einem Brief an den Bischof von Freising, dass die Mitgliedschaft bei den „Illuminaten“ unvereinbar mit dem katholischen Glauben ist. 

Diese Auffassung unterstreicht er in einem weiteren Brief vom 12. November 1785 an den selben Empfänger. 

20. Juli 1785

Graggenau * Der „Zierbrunnen im Alten Hof“ geht erstmals in Betrieb.

30. September 1785

Darmstadt * Herzog Max Joseph, der spätere baierische König, heiratet Auguste Wilhelmine Maria von Hessen-Darmstadt in Darmstadt. 

14. Dezember 1785

Kreuzviertel * Die 16-jährige Fanny von Ickstatt, Tochter eines Ingolstädter Professors, stürzt vom nördlichen Turm der „Frauenkirche“ in die Tiefe.  
Ihr Körper wird auf das Dach des „Dechanthofes“ geschleudert.  

Der Stadtklatsch macht aus dem tragischen Unglücksfall eine unerfüllte Liebesgeschichte.  
Weil Fanny von Ickstatt den Ingolstädter Leutnant Franz von Vincenti nicht lieben darf, stürzt sie sich in den Tod, um damit einem Leben im Kloster zu entgehen.  

Fanny von Ickstatt wird auf dem „Salvatorfriedhof“ beigesetzt. 

17. Dezember 1785

Schwabing * Kurfürst Carl Theodor überlässt den „gefreiten Sitz zu Manns- und Weibsritterlehen“ seinem „Geheimen Kabinettssekretär“ Stephan von Stengel.  

Stengel erweitert seinen Besitz durch Zukäufe und nennt seinen „Rittersitz mit Niedergerichtsbarkeit“ künftig „Schloss Biederstein“


Verwendet in Führung:

20. Untergiesing



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