15. August 1974

Die „Bäcker-Kunstmühle“ wird stillgelegt

München-Untergiesing * „Der Wettbewerb unter den Mühlenbetrieben wurde in den folgenden Jahren so hart, dass die von der Einkaufs- und Liefergenossenschaft als Pächterin betriebene Mühle immer stärker in die roten Zahlen geriet“, erklärt der „Obermeister der Bäckerinnung“, der damalige „Stadtrat“ Heinrich Traublinger.

Jetzt flattert die schwarze Fahne auf dem Dach des traditionsreichen Mühlenbetriebs.

Die „Bäcker-Kunstmühle“ wird in diesem Jahr aufgrund eines Gesetzes „Zum Abbau von Überkapazitäten im Mühlengewerbe“ - für die Entschädigungssumme von 1,7 Millionen DMark - eingestellt.

Das Grundstück wird an das „Ingenieurbüro Obermayer“ vergeben, dass das heute an dieser Stelle stehende Bürohochhaus erbaut. 


1974

Suchbegriffe

Bäcker-Kunstmühle, Giesinger Mühle, Bäckerinnung, Ingenieurbüro Obermayer,

Personen


Weitere Ereignisse im Jahr 1974

1974

München-Graggenau - München-Angerviertel * Das „Valentin-Musäum“ bekommt Zuwachs und kann seither auch den nördlichen Turm für Ausstellungen und das Archiv nutzen.

1974

München-Englischer Garten - Lehel * Der „Chinesische Turm“ erhält eine neue Schindelbedeckung.

1974

München-Lehel * Die Kanzel der „Anna-Klosterkirche“ - aus der Werkstatt von Johann Baptist Straub - wird wiederhergestellt.  

Die Kirchen-Restauratoren geben ihr das Aussehen wieder, das sie vor dem Krieg hatte. 

1974

Bundesrepublik Deutschland - Bonn * Kinder deutscher Mütter können jetzt auch die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten.

Bis dahin konnten das nur Kinder deutscher Väter. Erkannte zum Beispiel ein amerikanischer Soldat das Kind mit seiner deutschen Freundin nicht an, war das Kind „staatenlos“.

1974

München * Dieter Hildebrandt tritt gemeinsam mit Werner Schneyder auf. 

1974

München-Maxvorstadt * Das Gelände des ehemaligen „Wittelsbacher Palais“, an der Brienner Straße 50, kauft die „Bayerische Landesbank“, die darauf ihre „Verwaltungszentrale“ errichtet.

Der zu erwartende Erlös von 50 Millionen DMark soll als Grundstock für ein später zu errichtendes „Kulturhaus“ zu verwenden. Dabei soll dann auch das „Mahnmal für die Opfer des NS-Terrors“ mit verwirklicht werden.

Damit sind die Gemüter vorerst beruhigt und so kann das Projekt eines „Mahnmals“ am Ort der „Gestapo-Zentrale“ ebenso zu den Akten gelegt werden, wie die Planungen für ein „Kultur- und Volksbildungshaus“

1974

München-Isarvorstadt * Rainer Werner Fassbinder, das Enfant terrible der deutschen Filmszene, gesellt sich zu der bunten Gesellschaft der „Deutschen Eiche“.

Er verliebt sich unsterblich in den Schankkellner Armin Meier und bezieht mit ihm eine Wohnung auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Reichenbachstraße. 

1974

München-Bogenhausen * Umbenennung der „Sozialpädagogischen Fachschule“ in „Fachakademie für Sozalpädagogik“.

1974

München-Haidhausen * Der Metzgermeister Sepp Krätz arbeitet als „Schankkellner“ im „Hofbräukeller“, später im „Hirschgarten“

Um Januar 1974

München-Graggenau * Der „Ältestenrat“ der Stadt München einigt sich auf den Entwurf des „Baureferats“, die „Gedenktafel“ für Kurt Eisner direkt an der Mordstelle am „Montgelas-Palais“, der früheren „Staatskanzlei“, anzubringen. 

2. April 1974

Bundesrepublik Deutschland - Bonn * Der Paragraf 361 Abs. 1 Nr. 4 des „Strafgesetzbuches“ wird gestrichen und damit das „Betteln“ deutschlandweit erlaubt. 

Bis dahin wird, „wer bettelt oder Kinder zum Betteln anleitet oder ausschickt“ mit 500 Mark oder einer Freiheitsstrafe bis zu sechs Wochen verurteilt. 

6. Mai 1974

Bonn * Willy Brandt erklärt seinen Rücktritt als „Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland“

Der Grund ist die Enttarnung des „DDR-Spions“ Günter Guillaume, der als „Referent für Parteiangelegenheiten“ einer der engsten Mitarbeiter von Willy Brandt gewesen ist. 

Dies ist auf eine Fahrlässigkeit innerhalb der Bundesregierung zurückzuführen.
Denn Guillaume stand bereits seit über einem Jahr im Verdacht, Spionage zu betreiben. 

16. Mai 1974

Bonn * Nach dem Rücktritt von Willy Brandt wird Helmut Schmidt [SPD] zum 5. Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland gewählt.  

Die größten Herausforderungen während seiner Amtszeit sind die weltweite Wirtschaftsrezession und die Ölkrisen der 1970er Jahre, die die Bundesrepublik unter seiner Führung besser überstand als die meisten anderen Industriestaaten. 

17. Juli 1974

USA * John Lennon wird erneut aufgefordert die USA innerhalb von 60 Tagen zu verlassen. 

23. September 1974

USA * Die Single von John Lennon, „Whatever gets you through the night“ und „Beef Jerky“ wird veröffentlicht. 

Mit dem Lied erreicht hat er seinen ersten Nummer-1-Hit seiner Solokarriere in den USA. 

26. September 1974

USA * Die LP „Walls and Bridges“ von John Lennon ist in den Plattenläden erhältlich. 

17. Oktober 1974

Eching * In Eching eröffnet auf 32.000 Quadratmetern das erste deutschlandweite „IKEA-Einrichtungshaus“.

17. Oktober 1974

München-Bogenhausen * Obwohl schon die Abbruchgerüste stehen, kann das Gebäude an der Maria-Theresia-Straße 23 für 2,5 Millionen DMark - aus den Mitteln des Denkmalsschutzes - von der Stadt gekauft werden.

27. Oktober 1974

Freistaat Bayern * Die CSU kann sich bei der „Landtagswahl“ erneut um 5,7 Prozent steigern und sich so auf phantastische 62,1 Prozent verbessern.

28. Oktober 1974

Großbritannien * Allen Klein verliert den Prozess gegen John Lennon, George Harrison und Ringo Starr. 

Um den 10. Dezember 1974

Großbritannien * Mick Taylor verlässt die „Rolling Stones“ nach fünf Jahren. 

20. Dezember 1974

Großbritannien * George Harrison veröffentlicht seine LP „Dark horse“


Verwendet in Führung:

13. Was der Auer Mühlbach erzählt
20. Untergiesing



Bäcker-Kunstmühle, Giesinger Mühle, Bäckerinnung, Ingenieurbüro Obermayer
Traublinger Heinrich Stadtrat