4. Januar 1635

Kurfürstin Elisabeth stirbt in Ranshofen bei Braunau an der Pest

Ranshofen * Elisabeth von Lothringen, Ehefrau des Kurfürsten Maximilian I., stirbt im Alter von 40 Jahren in Ranshofen bei Braunau, wohin sie vor der „Pest“ geflüchtet ist. 

Sie wird in der Münchner „Michaelskirche“ beigesetzt. 

Die Ehe des baierischen Herrscherpaares blieb kinderlos.


Sortierung 1635

Suchbegriffe

Wittelsbacher, Ranshofen, Braunau, Pest,

Personen

Maximilian I. Kurfürst

Weitere Ereignisse im Jahr 1635

1635

Bogenhausen * Auf einem Teil des Grundes des „Zaichingerhofs“ entsteht Bogenhausens erstes Adelsschlösschen.

1635

Untergiesing * Vater und Sohn Schmid besitzen die „Giesinger Mühle“.

Diesen folgen bis zum Jahr 1800 die Familien der Streicher, Brand und Loiblmayer.

12. Februar 1635

München * Da nur noch wenige Münchner an der „Pest“ erkrankt sind, wird die Seuche für beendet erklärt. 

Rund 7.000 Münchner sind daran gestorben.
Das entspricht einem Drittel der Einwohnerzahl.

13. März 1635

Augsburg * Augsburg wird an die „kaiserlich-baierische Armee“ übergeben. 

Damit endet die Gefangenschaft der „Schwedengeiseln“.

3. April 1635

Augsburg - München * Die 38 Schwedengeiseln kehren wieder nach München zurück. Vier von ihnen sind in der Gefangenschaft gestorben, ein Franziskanerpater ist zum Luthertum übergetreten.

Die Überlebenden hatten dabei Glück im Unglück, da sie durch ihre Gefangenschaft der großen Pestepidemie in München entkommen konnten. 

19. April 1635

Ramersdorf * Das von den „Schwedengeiseln“ geleistete Gelübde wird eingelöst. 

Die „Wallfahrt zu Ehren der Gottesmutter“ führt nach „Maria Ramersdorf“, wo auch ein großes „Votivbild“ angebracht wird.

Um den 15. Mai 1635

Braunau - München * Nach über dreijähriger Abwesenheit kehrt Kurfürst Maximilian I. wieder nach München zurück. Zuletzt residierte er in Braunau.

30. Mai 1635

Prag * Der Kaiser, die katholische Liga und Kursachsen schließen in Prag einen Frieden, dem bald die meisten deutschen Reichsstände beitreten. Im Prager Frieden wird das Restitutionsedikt für vierzig Jahre ausgesetzt.

15. Juli 1635

Wien * Der 62-jährige Kurfürst Maximilian I. heiratet - ohne Einhaltung des Trauerjahres - die 25-jährige Maria Anna. Sie ist die Tochter seiner Schwester Maria Anna und des römisch-deutschen Kaisers Ferdinand II.. Maximilian I., schon Vetter und Schwager des Kaisers, wird damit auch noch sein Schwiegersohn.

Die Eile ist verständlich. Der Baiernregent hat zwar die erbliche Kurfürstenwürde errungen, aber noch immer keinen Thronfolger gezeugt. In seinem Alter ist es also höchste Zeit. 

September 1635

München * Kurfürst Maximilian I. entscheidet sich auf Anregung des „Hofkammerpräsidenten“ Johannes Mandl von Deutenhofen, „zu Ehren Gottes und Mariens“  

  • ein „Madonnen-Monument“ zu errichten,  
  • alljährlich eine „Prozession“ und  
  • wöchentlich eine „Messe“ abzuhalten.  
  • Dazu kommen noch „Almosen“ und andere religiöse Verpflichtungen. 
20. September 1635

München * Kurfürst Maximilian I. untersagt per Dekret die „heimlichen Zusammenkünfte von Manns- und Weibspersonen“ auf das Strengste.  

„Vor- und außerehelicher Geschlechtsverkehr“, selbst „Tabakrauchen auf der Straße“, führen zu „Schandstrafen“

1. Oktober 1635

München * Ein kurfürstlicher Befehl untersagt die „Fuchsjagd“.

Durch den ständigen Hunger der Stadtbevölkerung hat sich der Bestand an Katzen und Hunden stark reduziert.
Dadurch nimmt die Mäuse- und Rattenplage stark zu.


Verwendet in Führung:

28. Kreuzviertel




Sucbegriffe: Wittelsbacher, Ranshofen, Braunau, Pest
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