11. Februar 1342

Ludwig „der Brandenburger“ und Margarete erhalten die „Grafschaft Tirol“

Meran * Kaiser Ludwig der Baier belehnt Herzog Ludwig den Brandenburger und dessen Ehefrau Margarete im Hof des Trienter Bischofs in Meran mit der Grafschaft Tirol und dem Herzogtum Kärnten.


Sortierung 1342

Suchbegriffe

Wittelsbacher, Tirol, Herzogtum Kärnten, Meran,

Personen

Ludwig der Brandenburger Herzog Margarete Maultasch von Tirol Herzogin Ludwig IV. der Baier Kaiser

Weitere Ereignisse im Jahr 1342

Um Januar 1342

Freising - Tirol * Der Freisinger „Gegenbischof“ Ludwig von Kammerstein verunglückt auf dem Weg nach Tirol und stirbt.  

Er sollte die erste Ehe der Margarete „Maultasch“ von Tirol mit Johannes von Böhmen auflösen und die neue mit dem Kaisersohn Ludwig V. „den Brandenburger“ schließen.  

Daraufhin erklärt Kaiser Ludwig IV. „der Baier“ die Ehe der Tiroler Gräfin Margarete und ihrem Gatten Johann Heinrich von Böhmen (Luxemburg) für „nicht vollzogen“ und damit für ungültig.

Der Nachfolger des Freisinger „Gegenbischofs“ wird Leutold von Schaumburg-Julbach.

28. Januar 1342

Tirol * Herzog Ludwig „der Brandenburger“, der älteste Sohn Kaiser Ludwigs „des Baiern“ und künftiger Ehegatte der Gräfin Margarete von Tirol, erlässt den „Großen Tiroler Freiheitsbrief“.

Darin

  • bestätigt er den Tirolern die „Rechte des Landes“ und
  • verspricht ihnen, keine Steuern ohne Zustimmung der „Landstände“ zu erheben, sowie
  • die Regierung nur nach Rücksprache mit den „Landständen“ zu führen.
  • Außerdem darf er keine „Ausländer“ - auch keine Baiern - in Dienst nehmen und
  • ​Margarete nicht außer Land bringen.
10. Februar 1342

Schloss Tirol * Herzog Ludwig V. „der Brandenburger“, der älteste Sohn Kaiser Ludwigs „des Baiern“, heiratet auf „Schloss Tirol“ die Gräfin Margarete von Tirol, später genannt „Maultasch“

Das Paar lebte - kirchenrechtlich gesehen - 17 Jahre in „wilder Ehe“.

8. Mai 1342

München * Kaiser Ludwig der Baier vereinbart mit der Stadt das Verbot der feuergefährlichen Stroh- und Schindeldächer.

Häuser und Stadel sollen künftig nur mit Ziegeln gedeckt und - wenn der Bauherr das erforderliche Vermögen besitzt - auch die Wände aus Stein gemauert werden.

Schmieden, die nicht aus Mauerwerk bestehen, werden abgerissen. Durch strenge Strafbestimmungen soll der Ausbruch von Bränden verhütet werden. Feuergefährliche Betriebe müssen vor die Stadtmauern.


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