7. Januar 1623

Der Regensburger Fürstentag beginnt

Regensburg * Um die Verhältnisse nach der Niederschlagung des Böhmischen Aufstands zu regeln, lädt Kaiser Ferdinand II. die Regenten aus Köln, Mainz, Trier, Kursachsen, Brandenburg, Braunschweig-Wolfenbüttel, Pommern, Hessen-Darmstadt, Baiern, Salzburg und Bamberg zu einem Treffen nach Regensburg.

Bis auf Hessen-Darmstadt lehnen alle protestantischen Fürsten die Teilnahme ab. Sachsen und Brandenburg entsenden lediglich Beobachter zu dieser Besprechung.

Der Regensburger Fürstentag beginnt am 7. Januar 1623. 


Sortierung 1623

Suchbegriffe

Dreißigjähriger Krieg, Böhmen, Regensburg, Regensburger Fürstentag, Pfalz, Prag, Böhmischer Aufstand, Köln, Mainz, Trier, Kursachsen, Brandenburg, Braunschweig-Wolfenbüttel, Pommern, Hessen-Darmstadt, Baiern, Salzburg, Bamberg,

Personen

Maximilian I. Kurfürst Ferdinand II. deutsch-römischer Kaiser

Weitere Ereignisse im Jahr 1623

Ab 1623

München-Graggenau * Der „Hofgarten“ wird in die Umwallung einbezogen.

1623

Wien - München * Kaiser Ferdinand II. erhebt Georg Schobinger in den erblichen Adelsstand.

25. Februar 1623

Regensburg * Kaiser Ferdinand II. löst sein Versprechen ein und belehnt Herzog Maximilian I. von Baiern auf dem Regensburger Fürstentag mit der pfälzischen Kur des gestürzten Winterkönigs Friedrich V..

Wie verabredet erhält er die Kurwürde nur „auf Lebenszeit“.
Außerdem wird ihm die Oberpfalz zugesprochen. Die Rheinpfalz kommt unter baierische und spanische Verwaltung.

Die katholische Mehrheit ist damit im siebenköpfigen Kurfürstenkollegium gesichert.
Die baierischen Wittelsbacher besitzen nun - mit Köln - über zwei der sieben Kurwürden

10. März 1623

Au * Herzog Wilhelm V. kauft Johann Hebenstreit die „Hofmark Neudeck“ um 15.000 Gulden ab. 

13. Mai 1623

München * Als die Gebrüder Beniamin und Sinj aus Florenz das Unternehmen der Gebrüder Bettega übernehmen wollen, laufen die Münchner Handwerker der „Loder, Leinweber, Strumpfwürckher und Gschlachtgwandter“ dagegen Sturm, da ihnen die besten Spinnerinnen „von den Italiänern abgerungen werden [...] und das clainod vnd fürnembste comercium des landts, das gewerbe mit loden, Tuech, federrith, handschuech und strimpf geht zu grund“.

Der Münchner Bürgermeister unterstützt den Protest der ansässigen Handwerker mit dem Argument, dass der Holzverbrauch der Seidenwirker unvergleichlich hoch sei.

Doch Herzog Maximilian I. erhebt sich über die Proteste und erteilt für die „besonders lieben Beniamin und Sinj“ am 13. Mai 1623 das erbetene Privileg, da sie „weeder mit einer abwerbung der gespunstleüth noch in ander weeg den loders etc. khainen eintrag thuen“. Außerdem dürfen für die Arbeiten nur Leute beschäftigt werden, die aus Orten kommen, die fünf Meilen entfernt sind. 

11. Juli 1623

München * Kurfürst Maximilian I. verlangt von seiner Haupt- und Residenzstadt einen Beitrag zu den Kriegskosten in Höhe von 50.000 Gulden. Zur Finanzierung des Betrags muss die Stadt ihrerseits eine Anleihe bei ihren Bürgern aufnehmen. München wird unter der so herbeigeführten Verschuldung noch jahrzehntelang leiden.

29. Oktober 1623

Au * Bischof Veit Adam von Gepeckh weiht die „Carl-Borromäus-Kirche“ ein.

5. Dezember 1623

München * Albrecht Sigismund, der spätere Bischof von Freising und Regensburg, kommt in München zur Welt.  

Er ist der Sohn von Herzog Albrecht VI. und seiner Ehefrau Mechthilde von Leuchtenberg, der Tochter des Landgrafen Georg Ludwig von Leuchtenberg. 


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