21. Juni 1621

In Prag wird ein blutiges Gericht über die Aufständischen gehalten

Prag * Nach dem Zusammenbruch des Böhmischen Aufstands und der Flucht des Winterkönigs Friedrich V. lässt Kaiser Ferdinand II. - vor dem Altstädter Rathaus in Prag - ein blutiges Gericht über seine Anhänger halten.

43 Todesurteile gegen protestantische böhmische Adelige werden gesprochen, 27 werden an diesem Tag öffentlich vollstreckt. 24 durch das Schwert, drei am Galgen. Zwölf der abgeschlagenen Köpfe werden zur Abschreckung am Prager Brückenturm aufgesteckt und erst zehn Jahre später durch die sächsische Besatzungsmacht entfernt. 


1621

Suchbegriffe

Dreißigjähriger Krieg, Prag, Brückenturm in Prag, Böhmischer Aufstand, Todesurteil, Flucht, Altstädter Rathaus, Adel, Protestant, Besatzungsmacht,

Personen

Ferdinand II. deutsch-römischer Kaiser

Weitere Ereignisse im Jahr 1621

Ab der Brausaison 1621

München-Graggenau * Die von Elias Pichler kreierte neue „Bier-Spezialität“, das „Bockbier“, taucht bei allen Abrechnungen der Sudstätte als eigener Rechnungsposten auf. 

1621

München-Graggenau * Im „Pütrichhaus“ wird ebenfalls sie „Klausur“ eingeführt.

Damit sind die beiden ältesten Münchner „Seelhäuser“ zu traditionellen „Klöstern“ geworden.

1621

Wien * Kaiser Ferdinand II. erklärt den „Josephstag“ zum Feiertag und gibt damit den Auftakt für den neuen Heiligenkult.

22. Januar 1621

Wien * Kaiser Ferdinand II. erklärt Friedrich V. zum Reichsfeind - ohne die üblichen Formvorschriften zu erfüllen.

Dadurch kann der Habsburger sein Versprechen gegenüber Herzog Maximilian I. von Baiern erfüllen: Die Belehnung mit der pfälzischen Kur

29. Januar 1621

München - Wien * In Wien trifft die von Herzog Maximilian I. beauftragte baierische Gesandtschaft ein.

Sie soll eine möglichst schnelle Klärung der Pfandherrschaft über Oberösterreich herbei führen. 

15. Februar 1621

Wien * Ein Pfandschaftsrezeß wird unterzeichnet. Er beinhaltet die pfandweise Überlassung von Oberösterreich einschließlich des Kammergutes, dessen wichtigster Faktor das Salzwesen bildet, an Baiern. 

6. März 1621

Wien - Linz * Kaiser Ferdinand II. informiert die Landstände in Linz, dass Oberösterreich an das Herzogtum Baiern verpfändet wird. 

24. April 1621

Heilbronn * Die protestantische „Union“ löst sich beim „Unionstag“ in Heilbronn - unter dem Eindruck der militärischen Überlegenheit der kaiserlichen Heere und der katholischen „Liga“ - selbst auf. 

24. April 1621

Heilbronn * Beim Unionstag in Heilbronn wird die Auflösung der protestantischen Union förmlich vollzogen.

Die Auflösung der Union erfolgt unter dem Eindruck der militärischen Überlegenheit der kaiserlichen Heere und der katholischen Liga

6. September 1621

Au * Neudeck wird „geschlossene Hofmark“.

22. September 1621

Wien - München * Herzog Maximilian I. von Baiern erhält von Kaiser Ferdinand II. die pfälzische Kurwürde.

Die Übertragung wird aber geheim gehalten. 

8. Dezember 1621

München * Maximilian Heinrich, der spätere Fürstbischof und Kurfürst von Köln, wird in München geboren.  

Er ist ein Sohn von Herzog Albrecht VI. und dessen Ehefrau Mechthildis von Leuchtenberg.  
Sein Bruder Albrecht Sigismund ist Bischof von Freising und Regensburg.  
Zu seinen Onkeln zählen Kurfürst Maximilian I. sowie der Erzbischof und Kurfürst Ferdinand von Köln. 


Verwendet in Führung:





Sucbegriffe: Dreißigjähriger Krieg, Prag, Brückenturm in Prag, Böhmischer Aufstand, Todesurteil, Flucht, Altstädter Rathaus, Adel, Protestant, Besatzungsmacht
Personen: Friedrich der V. von der Pfalz Winterkönig, Ferdinand II. deutsch-römischer Kaiser