20. Mai 1631

Die „Kaiserlichen“ bereiten Magdeburg ein grausliches Blutbad an

Magdeburg * Es kommt zu einem ersten schweren Geschützfeuer auf die Stadt Magdeburg und die umliegenden Dörfer.  

Am frühen Morgen dringen die katholischen „Kaiserlichen“, angeführt vom katholischen „Oberbefehlshaber“ Graf Johann Tserclaes von Tilly und „General“ Gottfried Heinrich Graf zu Pappenheim, in die Stadt ein und richten ein grausliches Blutbad an.  Magdeburg versinkt in einer Orgie aus Gewalt, Zerstörung und Plünderung.  

Entsetzte Offiziere bitten Graf von Tilly dagegen einzuschreiten und erhalten die knappe Antwort: „Der Soldat muss etwas haben für seine Gefahr und Mühsal“.

Gegen Mittag fängt die Stadt zu Brennen an.
Ob planmäßige Feuer gelegt worden sind, womöglich durch die Verteidiger der Stadt, wird nie geklärt.
Jedenfalls verlieren dabei mehr als 15.000 Menschen - nach anderen Quellen sogar bis zu 30.000 Menschen - ihr Leben.  

Die sogenannte „Magdeburger Hochzeit“ gilt als das größte und schlimmste Massaker während des „Dreißigjährigen Krieges“, über das man in ganz Europa entsetzt ist.  
Es heißt, die Taten und der Schrecken sind in ihrer Entsetzlichkeit „nicht in Worte zu fassen und nicht mit Tränen zu beweinen“


1631

Suchbegriffe

Dreißigjähriger Krieg, Magdeburg, Liga, Gewalt, Zerstörung, Plünderung, Magdeburger Hochzeit, Kaiserliche, Massaker, Mariensäule,

Personen

Tilly Johann Tserclaes Graf von Feldherr

Weitere Ereignisse im Jahr 1631

1631

Westfalen * Ein breites Aufflammen der „Hexenprozesse“ kostet während der Zeit von 1626 bis 1631 nachweislich etwa 574 Angeklagten im Herzogtum Westfalen das Leben.  

Durch die von Kurfürst Ferdinand von Köln erlassene „Hexenprozessordnung“ enden nahezu alle Anklagen mit einem Todesurteil. 

1631

Untergiesing * Hans Spätts Sohn Georg betreibt die „Giesinger Mühle“.

12. Januar 1631

München * Durch ein weiteres „Hexen-Mandat“ wird den „Hexen“ Begnadigung zugesagt, wenn sie sich freiwillig stellen. 

Mai 1631

Fontainebleau - München * In Fontainebleau wird eine „Defensiv-Allianz“ zwischen Frankreich und Baiern geschlossen.

Der Vertrag ist zwar für die Dauer von acht Jahren geschlossen, wird aber bereits im Frühjahr 1632 hinfällig.

Mai 1631

München * Die Schrift „Cautio Criminalis“ des „Jesuitenpaters“ Friedrich Spee erscheint, in der er sich - erstmals im katholischen Bereich - kritisch mit der Anwendung der „Folter“ und den „Hexen-Verfolgungen“ auseinander setzt.

Die Schrift muss „anonym“ erscheinen.
Auch ein aussagekräftigerer Titel - wie etwa „Wider den Hexenwahn“ - wäre ein eindeutiger Verstoß gegen die allgemein herrschende Überzeugungen gewesen und geeignet, neben dem Verfasser auch noch den Drucker und den Verleger in Verdacht zu bringen, dass sie „Hexen“ in Schutz zu nehmen und somit die „Partei des Satans“ stärken würden.

Der „Jesuitenpater“ Friedrich Spee hatte während seiner Aufenthalte in den Zentren der „Hexenverfolgung“ in Köln, Trier, Würzburg, Mainz, Speyer und Paderborn „Hexenprozesse“ verfolgt und kam dabei zur Überzeugung, dass die „Folter“ nicht zur „Wahrheitsfindung“ geeignet sei.

Das verstößt freilich gegen die damalige „Rechtsauffassung“, denn daraus lässt sich ableiten, dass die verdächtigten Frauen - trotz ihrer Geständnisse unter der „Tortur“ - unschuldig sind.

Innerhalb der „Gesellschaft Jesu“ bleibt die Autorenschaft des „Paters“ Friedrich Spee nicht verborgen.
Zeitweise droht ihm sogar die Entlassung aus dem „Jesuitenorden“

10. Mai 1631

Magdeburg * Das „Massaker von Magdeburg“ beginnt.  

Rund 26.800 kaiserliche Soldaten unter Führung des katholischen „Oberbefehlshabers“ Tilly, belagern die Stadt Magdeburg, die eine der bedeutendsten Städte in Deutschlands ist und in der rund 35.000 Menschen leben. 

17. Mai 1631

Magdeburg * Die katholische „Liga“ beginnt mit der „Bestürmung Magdeburgs“

1. Juli 1631

München * Kurfürst Maximilian I. erlässt einen „Gründungsbrief“ für die Niederlassung des „Karmeliter-Ordens“ in München. 

Sie sollen für ihren Klosterbau ein Gelände außerhalb der Stadtmauern erhalten, gelegen zwischen „Angertor“ und „Schiffertor“.

Doch diese Pläne zerschlagen sich im Verlauf des Krieges.

15. September 1631

Leipzig * Der kaiserlich-katholische „Oberbefehlshaber“ zieht in Leipzig ein und lässt ausgiebig plündern. 

17. September 1631

Breitenfeld * In der „Schlacht bei Breitenfeld“ [6 Kilometer von Leipzig entfernt] besiegen die Truppen des schwedischen Königs Gustav II. Adolf die „Kaiserlichen“ vernichtend.  

12.000 „Kaiserliche“ bleiben tot auf dem „Schlachtfeld“, 7.000 geben sich gefangen und werden ohne weiteres in die Reihen der „Schweden“ aufgenommen.  
Außerdem gehen die „Kriegskasse“ und sämtliche Geschütze verloren.  

Die schwedischen Verbündeten verlieren etwa 3.000 Mann. 

Dezember 1631

Deutschland * Albrecht von Wallenstein kehrt wieder auf die Schlachtfelder zurück.


Verwendet in Führung:




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Tilly Johann Tserclaes Graf von Feldherr, Pappenheim Gottfried Heinrich Graf zu General