1828

Mit Adrian Dick kommt die erste protestantische Familie nach Giesing

Obergiesing * Mit Adrian Dick kommt die erste protestantische Familie nach Giesing.

Sie kommen aus der Rheinpfalz und schenken in seiner Gaststätte „Zum Weinbauern“ ihren Rebensaft aus.


1828

Suchbegriffe

Protestanten, Martin-Luther-Kirche, Weinbauer, Rheinpfalz,

Personen


Weitere Ereignisse im Jahr 1828

1828

München-Lehel - München-Isarvorstadt * Eine hölzerne, fünfbogige „Notbrücke“ über die Isar wird eingeweiht.

Sie erhält den Namen „Ludwigsbrücke“.
Sie ist bis dahin die einzige Isarüberführung zwischen Bogenhausen und Schäftlarn.

1828

Haidhausen * Dem Wirt des „Kreuzlgießergartens“ an der Rosenheimer Straße 1 wird die Aufstockung seines Gebäudes erlaubt.

1828

München-Graggenau * Das „Bazargebäude“ wird eröffnet. 

Im Erdgeschoss befinden sich Ladengeschäfte.
Im südlichen Eckbau wird das von Luigi Tambosi betriebene „Hofgarten-Café“ untergebracht. 

1828

München-Maxvorstadt * Die „Erzgießerei“ in der Sandstraße, nahe dem heutigen Stiglmaierplatz, muss für den Guss der „Max I. Joseph-Statue“ noch einmal erweitert werden.

1828

München-Maxvorstadt * Friedrich von Gärtner beginnt mit den Planungen zur „Ludwigskirche“.

1828

München-Maxvorstadt * Friedrich Bürklein studiert bei Friedrich von Gärtner an der „Akademie der Bildenden Künste“ in München.

Er wird nach Gottfried Semper der erfolgreichste und namhafteste Schüler dieses Architekturprofessors.

Da Bürklein völlig mittellos ist, muss er sich durch Stundengeben und Anfertigen von Bauzeichnungen sein Studium finanzieren.

6. Februar 1828

München * Der gewünschte „Regierungserlass“, der jeder Gemeinde in der ein „Haberfeldtreiben“ stattfindet eine Geldstrafe und die Übernahme der Untersuchungskosten auferlegt, wird erteilt. 

10. März 1828

München-Maxvorstadt * Das von Leo von Klenze neu erbaute „Odeon“, ein Musiksaal mit hervorragender Akustik, wird eröffnet.

Das Gebäude ist gegenüber dem „Leuchtenberg-Palais“ entstanden und hatte sich diesem anzupassen, weshalb Leo von Klenze den „Konzertsaal“ im Inneren des Neubaus versteckt.
Freilich gibt des deshalb kein natürliches Licht im 37 Meter langen „Konzertraum“

17. April 1828

Daxham bei Dettendorf * Die „Gemeinde Dettendorf“ wird für das „Haberfeldtreiben“ vom 17./18. April 1828 im zur Gemeinde gehörigen „Daxham“ mit 50 Gulden verurteilt.

Der Rumor gilt der „Dienstmagd“ Katharina Babel und dem „Einödbauern“ Schnitzenbaumer, genannt „Daxhammer“, weil der verheiratete Bauer - trotz der Vorstellungen der „Gemeinde“, des „Pfarramts“ und des „Landgerichts“ - nicht von der bei ihm in Diensten stehenden „Magd“ abgelassen hatte.

14 „Burschen“ veranstalten daraufhin das „Haberfeldtreiben“

26. April 1828

Petersburg - Konstantinopel * Russland erklärt dem Osmanischen Reich den Krieg. 

28. April 1828

München-Maxvorstadt * Der Grundstein zum „Herzog-Max-Palais“ in der Ludwigstraße wird gelegt. 

16. Mai 1828

Vorstadt Au * Der Magistrat der Vorstadt Au kauft dem Staat den Mariahilfplatz ab.

8. Juli 1828

München * Der 91jährige Graf Maximilian V. Franz Xaver von Preysing-Hohenaschau stirbt.

1. August 1828

München-Lehel * Den „Franziskanern“ werden die pfarrherrlichen Rechte und Aufgaben im Lehel übertragen.  

Nun ist die „Anna-Kirche“ zugleich „Pfarr- und Klosterkirche der Franziskaner“.  

Nachdem ein Jahrhundert an dem Kloster und der Kirche genagt hatte, war eine Renovierung der Gebäude unumgänglich.  
Die dafür erforderlichen 34.319 Gulden sparen sich die über wenig Einkommen verfügenden „Lechler“ vom Mund ab. 

1. September 1828

München-Kreuzviertel * Als „Bauernopfer“ für die „gescheiterte Stände-Versammlung“ muss der liberal gesinnte Freiherr von Zentner herhalten, der von dem als liberal geltenden Joseph Ludwig Graf von Armansperg, keine zwei Wochen nach dem Ende der „Stände-Versammlung“, ersetzt wird.  

Armanspergs bisherige Aufgabe als „Innenminister“ übernimmt der als konservativ geltende Eduard von Schenk.  
Er gilt dem König wesentlich gefügiger als sein Amtsvorgänger, der die „Trennung von Religion und Staat“ vertrat. 

9. September 1828

Tegernsee * Herzog Max in Bayern heiratet die Königstochter Ludovica Wilhelmine von Bayern in Tegernsee. 

10. November 1828

Berbling bei Aibling * Beim „Treiben von Berbling“ im Raum Aibling am 10. zum 11. November 1828 geht es um die Anna Mayr, die ledige „Dorfschusters“-Tochter, der man ein intimes Verhältnis mit einem verwitweten „Bauern“ vorwirft, dem sie ein „uneheliches Kind“ geboren hatte. 

10. November 1828

Haidhausen * Das „Preysing-Schloss“ und der Garten in Haidhausen wird um 25.000 Gulden an den „Handelsmann“ Max Joseph Kaut aus München verkauft.

17. November 1828

München-Kreuzviertel * Die erste „Stände-Versammlungen“ unter der Leitung von König Ludwig I. findet in der Zeit vom 17. November 1827 bis 18. August 1828 statt.  

Der bayerische Monarch ist gemeinsam mit seinem „Leitenden Minister“ Georg Friedrich Freiherr von Zentner mit großen Erwartungen an dieses Zusammentreffen herangetreten.  
Die königlich angeordnete prunkvolle Eröffnung der „Stände-Versammlung“ soll eine neue Ära einleiten.  

Der Hinweis in Ludwigs „Thronrede“ erweckt liberale Hoffnungen, auch wenn der König betont, dass ihm die „Religion das Wichtigste“ sei.  
Das Einbringen von 39 Gesetzentwürfen in beide „Kammern“ durch König Ludwig I. schürte die hohen Erwartungen zusätzlich.  

Doch die Ernüchterung tritt auf beiden Seiten sehr schnell ein.  
Die „Mandatsträger“ der beiden „Kammern“ wollen sich nicht als „bloße Erfüllungsgehilfen königlicher Politik“ verstanden wissen.  

Und der „autokratische und ungeduldige“ Monarch zeigt sich enttäuscht von dem vielfältigen parlamentarischen Widerstand, den er nicht nach seinem Willen brechen kann.  
Deshalb vergeht ihm schlagartig die Lust am „Liberalismus“ und an den „Reformen“.  

Kaum hatte er die politische Verantwortung übernommen, soll sich bei ihm eine lebenslang anhaltende „Entfremdung“ gegenüber der „Verfassung“ einstellen. 


Verwendet in Führung:

18. Krippen, Porzellan & Falkenjagd * Auer Impressionen im Nationalmuseum




Sucbegriffe: Protestanten, Martin-Luther-Kirche, Weinbauer, Rheinpfalz
Personen: Dick Adrian Weinwirt