13. Oktober 1825

König Ludwigs I. Lieblingsidee vom thronenden König

München-Graggenau * Nach dem Tod König Max I. Josephs kehrt der neue Bayernregent Ludwig I. sofort wieder zu seiner Lieblingsidee des thronenden Königs zurück.

Auch in der Frage welcher Künstler das Monument ausführen soll, setze sich Ludwig durch.
Der junge König hat bedeutende Künstler in seinem Blickfeld, die er zudem gerne an München binden will.


1825

Suchbegriffe

Max-Joseph-Denkmal,

Personen

Max I. Joseph König Ludwig I. König

Weitere Ereignisse im Jahr 1825

1825

München-Kreuzviertel * Der „Bayerische Landtag“ ermächtigt das „Finanzministerium“, jährlich 20.000 Gulden für den Bau einer protestantischen Kirche anzusetzen. 

Dafür muss die „Salvatorkirche“ unentgeltlich zurückgegeben werden. Erweiterungsplanungen werden damit hinfällig. 

1825

München-Isarvorstadt * Simon von Eichthal erwirbt den sumpfigen „Heilig-Geist-Anger“ in der Absicht, ihn in möglichst viele kleine Grundstücke zu parzellieren und danach gewinnbringend zu verkaufen.

Daraus wird das „Gärtnerplatz-Viertel“.

1825

München * Die „Zünfte“ werden durch ein - sehr zurückhaltendes Gesetz - abgeschafft.

Die bestehenden „Realrechte“, worunter man die Verkäuflichkeit und Vererbbarkeit des Handwerks versteht, bleibt von dieser Reform jedoch unberührt.

1825

München-Ludwigsvorstadt * Josef Schweiger öffnet sein „Theater vor dem Karlstor“ an alter Stelle wieder.

So lange, bis der Neubau der protestantischen „Matthäuskirche“ in der Sonnenstraße sein „Budentheater“ verdrängt.

2. Januar 1825

München-Graggenau * Das vom Brand zerstörte „Kgl. Hof- und Nationaltheater“ wird nach dem Wiederaufbau mit einem Prolog, einem „baierischen Volkslied“ und dem Ballett „Aschenbrödel“ eröffnet. 

Die einzige bedeutende Veränderung am Theaterbau ist der Giebel, mit dem Leo von Klenze das Walmdach von Carl von Fischer ersetzt hat. 

25. Februar 1825

München-Kreuzviertel * Die dritte „Ständeversammlung“ während der Regierungszeit von König Max I. Joseph tagt vom 25. Februar bis 12. September 1825. 

1. April 1825

Florenz * Auguste Friederike, Erzherzogin von Österreich und Prinzessin von Toskana, die spätere Ehefrau von Prinzregent Luitpold, wird in Florenz geboren.

August 1825

München-Maxvorstadt * Die Kurfürstin-Witwe Maria Leopoldine verkauft die an Luigi Tambosi verpachtete „reale Kaffeeschenk- und Traiteurgerechtigkeit“ an den „Hofbankier“ Simon von Eichthal und an den „Architekten“ und Unternehmer Ulrich Himbsel. 

Ab August 1825

München-Maxvorstadt * An der Stelle der ehemaligen „Reitschule“ entsteht das „Bazargebäude“, ein für damalige Zeit hypermodernes „Kaufhaus“.   

Der Grundriss wird von Ulrich Himbsel entworfen.
Für die Fassadengestaltung zeichnet Leo von Klenze verantwortlich.

11. September 1825

München * Das „Gesetz über die Gewerbefreiheit“ stuft nur mehr „Tavernen und Gasthäuser“ als „reale oder radizierte Gewerbe“ ein.

12. September 1825

Haidhausen * Graf Clemens Anton von Toerring-Seefeld bietet dem „Staatsministerium der Finanzen“ das „Patrimonialgericht Haidhausen“ zum Kauf an.

27. September 1825

München-Maxvorstadt * Leo von Klenze kann dem immer ungeduldiger werdenden Kronprinzen melden:
„Noch in dieser Woche wird das erste Stück, ein Basorelief, in der Erzgießerei gegoßen werden und ich hoffe, dass dann die Arbeit nicht mehr ausgehen wird“.

Bei diesem Relief handelt es sich um eine Grabplatte für die zwei Indianerkinder Juri und Mirhana, die die Naturforscher Johann Baptist von Spix und Karl Friedrich Philipp von Martius aus Brasilien mitbrachten, und die jeweils im Alter von 14 Jahren im Jahr 1822 kurz hintereinander starben.

Oktober 1825

München-Theresienwiese * König Max I. Joseph, der „Vater des Vaterlandes“, nimmt letztmals am „Oktoberfest“ teil.

Er stirbt in der Nacht vom 12. zum 13. Oktober.

Oktober 1825

München-Theresienwiese * Nach einem Erlass der „Polizeidirektion“

  • wird „jeder Wirt, der als Folge einer polizeilichen Übertretung bestraft wird“,
  • zum Beispiel bei „Nichteinhaltung der Polizeistunde, Unsauberkeit“ oder „nicht anständiger Bierpreis“
  • mit dem Verlust „der Ausübung seiner Wirtschaft auf der Theresienwiese“ bestraft.
12. Oktober 1825

Schloss Nymphenburg * König Max I. Joseph stirbt. 

Den Abend verbringt der baierische König auf einem Ball des russischen Gesandten Woronzeff in der Herzogspitalstraße 18. 
Um 22 Uhr lässt er sich nach „Schloss Nymphenburg“ bringen.
Am nächsten Tag findet ihn sein Diener tot im Bett.  

Max Josephs Sohn Ludwig I. übernimmt nun die Regentschaft über das „Königreich Baiern“

15. Oktober 1825

Berlin * Prinzessin Marie Friederike von Preußen, die spätere Königin und Mutter Ludwigs II. wird in Berlin geboren.

20. Oktober 1825

München - Königreich Bayern * Nur zwei Tage nach seinem Regierungsantritt ordnet König Ludwig I. in einer Rechtschreibreform an, dass „Baiern“ in Zukunft „mit einem ‚y‘ statt mit einem ‚i‘ zu schreiben“ ist.

Mit dem griechischen „y“ im Landesnamen will er seine Verehrung für den griechischen Befreiungskampf ausdrücken.

26. Oktober 1825

München - Berlin * König Ludwig I. favorisiert den Berliner Christian Daniel Rauch, der als das Haupt der dortigen „Bildhauerschule“ gilt.

Gerade einmal 13 Tage nach dem Tod seines Vaters, lässt er Klenze die Auftragserteilung für das Denkmal nach Berlin schicken.

Nach dem 29. Oktober 1825

Schwabing * König Ludwig I. teilt - ohne vorher mit der Betroffenen gesprochen zu haben - dem Magistrat von München mit, dass die Königin-Witwe Caroline künftig in Würzburg leben wird.  

Die Königin-Witwe wehrt sich dagegen und lebt bis zu ihrem Tod mit ihrem Hofstaat im neuen „Schloss Biederstein“

31. Dezember 1825

München-Englischer Garten * Der „Englische Garten“ hat eine Größe von 231 Hektar.


Verwendet in Führung:

23. Maximilianstraße
29. Graggenau



Max-Joseph-Denkmal
Max I. Joseph König, Ludwig I. König