1751

Das „Palais Toerring-Jettenbach“ wird fertiggestellt

Graggenau * Das „Palais Toerring-Jettenbach“ in der heutigen Residenzstraße 2 ist unter Dach.

Das elf Fenster breite Gebäude mit seinem vorgebuchteten Mitteltrakt unterscheidet sich durch seine eher zurückhaltend gestaltete Rokokofassade von den älteren Münchner Adelspalästen.

Mit den Stuckarbeiten ist Johann Baptist Zimmermann betraut worden. Die Innenausstattung übernimmt Johann Baptist Gunetzrhainer.

Die Baurechnungen belaufen sich auf 55.170 Gulden, wobei die Gesamtkosten sicherlich wesentlich höher sind.


1751

Suchbegriffe

Residenzpost, Palais Toerring-Jettenbach, Residenzstraße 2, Adelspalast, Rokokofassade,

Personen


Weitere Ereignisse im Jahr 1751

1751

München * Im „Kriminalrecht“ des Freiherrn Wiguläus von Kreittmayrs steht auf „Ketzerei, Zauberei und Hexerei“ noch der „Feuertod“.

1751

München * Der „Codex Juris Bavarici Criminalis“ droht:

„Gemeine und offenbare Hurerey, welche mit jedermann ohne Scheu um Gewinns willen getrieben wird, oder auch in Gestalt der Ehe gepflogener Beyschlaf, ist mit der Landesverweisung, oder da das Handwerck schon lange dauert, noch schärfer zu bestraffen“.

1751

Bogenhausen * Das „Schloss Neuberghausen“ in Bogenhausen geht in den Besitz des Grafen Hieronimo von Spreti über.

12. Februar 1751

München * Wieder ist der „Hundefänger“ auf der Jagd. 

11. März 1751

Berg am Laim * Joseph Clemens’ Nachfolger und Neffe, Kurfürst Clemens August von Köln, plant mit dem Neubau der Berg am Laimer „Michaelskirche“ gleichzeitig die Errichtung eines „Exerzitienhauses“ für die „Franziskaner“

Auch hier gibt es Widerstände des „Ortspfarrers von Baumkirchen“, die den Pfarrer einsetzenden „St.-Veit-Chorherren“ in Freising und des „Freisinger Ordinariats“, an dessen Spitze Bischof Johann Theodor, ein Bruder Clemens Augusts.

Auch der andere Bruder, Baierns Kurfürst Carl Albrecht, will diese Aufgabe lieber von den „Jesuiten“ als von den „Franziskanern“ ausgeführt sehen, weshalb noch nach seinem Tod die Kaiserin-Witwe Maria Amalia die in Berg am Laim gelegene „Josephsburg“ - im Geheimen und ohne den Kölner Bischof in die Entscheidung einzubeziehen - den „Jesuiten“ übertragen will.

Nach langem Hickhack kommen drei „Franziskaner“ doch noch nach Berg am Laim.

Am 11. März 1751 wurde das „Hospiz“ in Anwesenheit von drei Wittelsbachern - dem kurkölnischen Fürstbischof Clemens August, dem „Freisinger Bischof“ Johann Theodor und dem neuen baierischen Kurfürsten Max III. Joseph - eingeweiht.
Clemens August hatte zuvor schriftlich zu bestätigen, dass die „Franziskaner nirgends betteln, noch den Pfarrern die Messen wegnehmen und den pfarrlichen Funktionen Eintrag tun“.

31. März 1751

Au * Kurfürst Max III. Joseph erteilt den Paulanern eine weitere Ausnahme vom Schankverbot.

Zum Festtag des Ordensgründers am 2. April dürfen sie insgesamt 8 Tage lang ihr Bier öffentlich verkaufen.


Verwendet in Führung:

23. Maximilianstraße
29. Graggenau



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Zimmermann Johann Baptist Stukkateur, Gunetzrhainer Johann Baptist Künstler