2005

„Anheuser-Bush Inbev“ übernimmt „Löwenbräu“ und „Spaten“

USA * Der Konzern „Anheuser-Bush Inbev“ übernimmt die Münchner Traditionsmarken „Löwenbräu“, „Spaten“ und „Franziskaner“

Das belgisch-brasilianisch-amerikanische Unternehmen ist durch immer neue Milliardenübernahmen zum weltweiten Marktführer in Sachen Bier geworden; mit einem Umsatz von 40 Milliarden Dollar und hohen Gewinnen. 


2005

Suchbegriffe

Bier, Löwenbräu, Spaten, Franziskaner, Anheuser-Bush Inbev,

Weitere Ereignisse im Jahr 2005

2005

München-Graggenau * Während der Restaurierung des „Cuvilliès-Theaters“ ergießen sich aus einem alten Rohr ganze Fluten in das Theater. 

2005

München-Graggenau * Die „Residenzpost“ schließt für immer und verlegt den Betrieb in den „Alten Hof“.

2005

München-Isarvorstadt * Die Hotelzimmer in der „Deutschen Eiche“ werden renoviert und modernisiert.

2005

Rom-Vatikan * Der alte „VW Golf“ von Joseph Ratzinger wird im Jahr seiner „Papstwahl“ um 189.000 € nach Amerika verkauft.  

Das „Heilige Blechle“ ist damit aber noch lange keine „Reliquie“.  
Dazu müsste Benedikt XVI. erst gestorben und zumindestens zum „Seligen“ erklärt worden sein. 

2005

München * Ein Münchner Gericht verurteilt erstmals einen mit einem Masskrug bewaffneten „Wiesn-Schläger“ wegen „versuchten Mordes“ zu 12 Jahren Haft.

2005

München-Theressienwiese * Der „Wiesnwirte-Sprecher“ und Wirt des „Löwenbräu-Festzeltes“, Wiggerl Hagn, schlägt die Einführung eines Wiesnkruges aus Plastik vor, der 800 Gramm leichter als ein Glaskrug (1.300 Gramm) ist.

Der Vorstoß scheitert: „Ich hab‘ ja nur darüber nachgedacht. Machen tu‘ ich das sowieso net. Oder nur, wenn der Gast einverstanden ist“.

14. Januar 2005

München * Rudolph Mooshammer wird von dem irakischen „Stricher“ Herish A. im Streit um den Liebeslohn erdrosselt.

Februar 2005

München-Untergiesing * Nach einjähriger Umbauzeit wird der „Hochbunker“ an der Claude-Lorrain-Straße 26, in bester Lage zwischen „Schyrenbad“ und Isar, in ein komfortables Wohngebäude verwandelt.

Natursteinbäder, Massivholzböden, auffaltbare Fenster mit Sonnenschutz und ein Kamin je Wohnung gehören zur hochwertigen Ausstattung. Die ersten Familien beziehen das ehemalige „Kriegs-Bauwerk“ als „Luxuswohnhaus“.

16. März 2005

München-Haidhausen * Die Vollendung der Instandsetzungs- und Erweiterungsarbeiten der „Villa Stuck“ werden mit einem Festakt gefeiert. 

Insgesamt 12,97 Millionen Euro musste die Stadt München dafür aufbringen. 

18. März 2005

München-Haidhausen * Die „Historischen Räume der Villa Stuck“ werden wiedereröffnet. 

April 2005

München-Haidhausen * Der „Club Ampere“ ergänzt die „Muffathalle“, das Café und den Biergarten.

2. April 2005

Rom-Vatikan * Papst Joannes Paul II. stirbt im Vatikan.

Dieser Papst hat während seiner Amtszeit alleine 482 Personen „zur Ehre der Altäre“ in den Heiligenstand erhoben.
So viele wie kein anderer Papst in den vergangenen 500 Jahren vor ihm. 

Mit seiner eigenen Heiligsprechung am 27. April 2014 ist die Zahl der seit 1594 in den Heiligenstand erhobenen auf 839 angestiegen. 

19. April 2005

Rom-Vatikan * Nach dem Tod des Papstes Johannes Paul II. wird „Kardinal“ Joseph Ratzinger zu seinem Nachfolger auf dem „Stuhl Petri“ gewählt.

Der in Marktl am Inn als Sohn eines „Gendarmen“ geborene gibt sich den Namen Benedikt XVI..
Das motiviert die „Bild-Zeitung“ umgehend, ihre Titelseite mit „WIR SIND PAPST“ zu überschreiben. 

In der englischen Presse wird dagegen die Vergangenheit in der „Hitler-Jugend“ des „Papa-Ratzi“ hervorgehoben. 

25. April 2005

München-Kreuzviertel * Die „Gedenktafel“ für Kurt Eisner am Promenadeplatz ist über Nacht verschwunden, weil sie im Schatten des monströsen „Montgelas-Denkmals“ vielleicht besonders unangemessen gewirkt hätte.

Sie landet im Depot des „Münchner Stadtmuseums“ und wird dort irgendwann zur Schau gestellt werden.

25. April 2005

München-Kreuzviertel * Mit den Worten: „Heute erfüllt sich ein lang gehegtes Anliegen: Der Freistaat Bayern ehrt den großen Staatsmann Minister Maximilian Joseph Graf von Montgelas mit der Aufstellung eines Denkmals am Promenadeplatz“, übergibt „Finanzminister“ Kurt Faltlhauser das Denkmal der Öffentlichkeit.

Die fast zehn Tonnen schwere und 6,20 Meter hohe Skulptur wurde - nach einem Wettbewerb - von der Berliner Künstlerin und Kunstprofessorin Karin Sander geschaffen. Sie ließ dazu Montgelas-Büsten und Gemälde fotografieren und einscannen.
Mit den gesammelten Daten errechnete der Computer ein dreidimensionales Bild. 

Auf dieser Datenbasis entwickelte die Künstlerin und der Engineering-Dienstleister „Bertrandt AG“ das tragende Stahlgerüst der aus fünfzehn Segmenten bestehenden Aluminiumfigur.
Die einzelnen Teile wurden aus viereckigen Rohlingen mit einem Gesamtgewicht von dreißig Tonnen auf „Fünf-Achs-Hochgeschwindigkeitsfräsen“ ausgefräst. 

Die acht Tonnen schwere Figur wird von einem eineinhalb Tonnen schweren Stahlgerüst getragen. Die Verbindungstechnik im Inneren der Skulptur wiegt weitere 500 Kilo.

Damit das „Montgelas-Denkmal“ richtig wirkt, muss man es aus einiger Entfernung betrachten, erst dann kann man den Dargestellten eindeutig identifizieren.
Je näher man der Statue kommt, desto mehr löst sie sich - bedingt durch die Oberflächenstruktur - auf und wird abstrakt. Dieses „Abstandhalten“ zu dieser geschichtsträchtigen Persönlichkeit war ein Anliegen der Künstlerin.  

Ein weiterer Kritikpunkt ist die Höhe der Skulptur.
Dabei ist sie mit ihren 6,20 Metern exakt genauso hoch wie das daneben stehende „Orlando-di-Lasso-Denkmal“. Allerdings mit dem Unterschied, dass der „Aluminium-Montgelas“ nicht auf einem Sockel, sondern in der Wiese steht.
Und das ist angemessen, da in einer demokratischen Gesellschaft niemand mehr idealisiert dargestellt und auf einem Sockel aufgestellt werden darf und damit für den „normalen Bürger“ unerreichbar wird.
Und ein „Reformer“, der noch dazu mit beiden Beinen auf dem Boden der Realität steht, kann, wenn schon unbedingt ein persönliches Denkmal Aufstellung finden muss, durchaus angemessen sein.

Gleichzeitig mit der Aufstellung des „Montgelas-Denkmals“ wird sang- und klanglos die „Gedenktafel für Bayerns ersten demokratischen Ministerpräsidenten“, Kurt Eisner, mit der Begründung entfernt, dass ja in angemessenem Abstand und an authentischer Stelle seit dem Jahr 1989 eine Bodenplatte angebracht worden ist.
Die „Eisner-Gedenkplatte“ wird im Depot des „Münchner Stadtmuseums“ abgestellt.

4. Mai 2005

München * Eröffnung des U-Bahnhofs am Fröttmaninger Stadion. 

Juli 2005

München-Haidhausen * Die „Mammut Electric GmbH zur Gewinnung regenerativer Energie“ nimmt am „Muffatwerk“ ein Elektrizitätswerk in Betrieb.

Hier erzeugt der Auer Mühlbach Strom für bis zu 1.500 Haushalte.

7. September 2005

München-Angerviertel * Das „Bier & Oktoberfestmuseum“ wird im ältesten noch erhaltenen Bürgerhaus Münchens, in der Sterneckerstraße 2, durch Oberbürgermeister Christian Ude eröffnet. 

Den finanziellen Grundstock für die Ausstellung hat der inzwischen verstorbene „Wiesnwirt“ und langjährige „Sprecher der Wiesnwirte“ und „Präsident des Hotel- und Gaststättenverbandes“ Xaver Heilmannseder gelegt, nachdem er dem „Verein Münchner Oktoberfestmuseum“ eine großzügige Erbschaft hinterlassen hat. 

Einige der in den 1980er Jahren geschlossenen „Deutschen Brauereimuseum e.V.“ finden sich nun im „Bier & Oktoberfestmuseum“ wieder. 

17. September 2005

München-Theresienwiese * Das „Hofbräuhaus-Festzelt“ erstrahlt in neuem Glanz und erscheint seither wie ein Pendant des Stammhauses am Platzl.

17. September 2005

München-Theresienwiese * Die „Ochsenbraterei“ erhält an der Südseite mehr Fenster, die zusätzlich Licht ins Zelt lassen.

18. September 2005

Bundesrepublik Deutschland - Berlin * Bei der Wahl zum „16. Bundestag“ erhält

  • die SPD mit ihrem amtierenden Bundeskanzler Gerhard Schröder 34,2 Prozent [- 4,3] und 222 Sitze.
  • Die CDU/CSU mit ihrer Kanzlerkandidatin Angela Merkel erringt 35,2 Prozent der Stimmen [- 3,3] und 226 Sitze.
  • Die FDP bekommt 9,8 Prozent [+ 2,4] und 61 Sitze.
  • „Bündnis 90/DIE GRÜNEN“ kommen auf 8,6 Prozent der abgegebenen Stimmen [- 0,5] und 51 Sitze.
  • Die PDS erkämpft 8,7 Prozent der Stimmen [+ 4,7] und zieht mit 54 Abgeordneten in den „Deutschen Bundestag“ ein.

Angelika Merkel wird Bundeskanzlerin in einer „Großen Koalition“ bestehend aus CDU/CSU und SPD. 

18. September 2005

München-Theresienwiese * Das „Hacker-Festzelt“ erhält ein „Cabrio-Dach“.

Ein circa 50 qm großer Teil der überdachung kann bei geeignetem Wetter um einige Meter abgesenkt werden.

Damit ist ein Blick auf den Sternenhimmel oder dem weiß-blauen Himmel vom Zeltinneren aus möglich.
Außerdem zirkuliert die Luft im Zelt besser.

26. September 2005

München - Berlin - Wiesbaden * Am 25. Jahrestag des „Wiesn-Attentats“ bringen mehrere Organisationen, Gewerkschaften und Einzelpersonen, darunter mehrere Münchner Stadträte sowie Landes- und Bundespolitiker der SPD, im „Deutschen Bundestag“ einen Antrag zur Wiederaufnahme des Verfahrens ein. 

Der Antrag findet  keine politische Mehrheit und wird vom „Bundeskriminalamt - BKA“ abschlägig beschieden. 

Oktober 2005

München-Graggenau * Eine Bietergemeinschaft bestehend aus der „Accumulata Immobilien Development“ und der „LBBW-Immobilien“, einer Tochter der „Landesbank Baden-Württemberg“, erwirbt die ehemalige „Residenzpost“.

Die beiden Firmen haben ambitionierte Pläne für das Gebäude und wollen auf dem rund 4.300 Quadratmeter großen Grundstück ein „Luxushotel der Extraklasse“ entstehen lassen, mit 160 bis 190 Zimmer, passend zur exklusiven Lage. 300 bis 390 Millionen Euro soll das Projekt kosten.
Im Gebäude können neben den „Hotelzimmern“ und „Suiten“, „Konferenzräume“, ein „Ballsaal“, ein „Wellnessbereich“ und edle „Boutiquen“ Platz finden.

Während die Verhandlungen mit möglichen Investoren geführt werden, beantragen die Eigentümer eine „alternative Nutzung“.
Diese ist ein Mix aus Gastronomie und Geschäften.

So findet sich hier die Diskothek „8seasons“, der „Feinkosthändler Käfer“, das „Café L’Opera“ und andere mehr, darunter auch der Schuhhersteller „Ed. Meier“.

26. Oktober 2005

München-Maxvorstadt * Der moderne Erweiterungsbau für die „Akademie der Bildenden Künste“ der Architektengruppe „Coop Himmelb(l)au“ wird offiziell eröffnet.

8. Dezember 2005

München - München-Trudering * Nach einer erbitterten Redeschlacht beschließt der „Kommunalausschuss“ die Umbenennung der „Von-Trotha-Straße“ in „Hererostraße“.

Die anderen drei strittigen Straßen werden ausgenommen.

Doch alle 29 Straßenbenennungen mit „kolonialgeschichtlichem Hintergrund“ werden mit gedenkenden und erläuternden Schildern zur Namensherkunft versehen. 


Verwendet in Führung:

10. München - Weinstadt & Biermetropole



Bier, Löwenbräu, Spaten, Franziskaner, Anheuser-Bush Inbev