14. September 1949

Die „Internationale Jugendbibliothek“ öffnet seine Pforten

München-Maxvorstadt * Die „Internationale Jugendbibliothek“ in der Kaulbachstraße 11 öffnet seine Pforten.

Sie ist das Werk der „Kinderbuchautorin“ und „Journalistin“ Jella Lepmann, die als Jüdin 1936 Deutschland verlassen muss.


1949

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Internationale Jugendbibliothek, Kaulbachstraße 11,

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Weitere Ereignisse im Jahr 1949

1949

München-Lehel - Praterinsel * Erste Priorität des „Deutschen Alpenvereins“ ist der Bau eines „Vereinsheimes“.

So wird aus dem „Alpinen Museum“ auf der „Praterinsel“ das „Alpenvereinshaus“.

1949

München * Der extrem sparsame Münchner Oberbürgermeister Thomas Wimmer weigert sich für Karl Valentins Nachlass 10.000 Mark an die Witwe Gisela Fey zu zahlen.

1949

München * Hannes König regt an, bei Fußballspielen in der Halbzeit "Volkssänger" auftreten zu lassen.

1949

München-Untergiesing * Die Ära der „Harritschwägen“ endet endgültig.

1949

Kaltenberg * Das „Schlossgut Kaltenberg“, das mit der „Arisierung“ an die „Regierung von Oberbayern“ fiel, wird an die „Erbengemeinschaft Schülein“ zurückgegeben.

1949

München-Au * Im „Landratsamt am Lilienberg“ wird die „Kraftfahrzeug-Zulassungsstelle für den Landkreis München-Land“ eröffnet.

Die rasch anwachsende Motorisierung führt zu katastrophalen Zuständen in der kurzen und schmalen Sackgasse „Am Lilienberg“.

1949

München * München ist die am besten vom Schutt befreite Großstadt in Westdeutschland. 

Von 5 Millionen Kubikmetern Kriegsschutt sind bereits 4 Millionen beseitigt. 

1949

München-Kreuzviertel * Die Umsätze des „Kaufhauses Oberpollinger“ haben bereits die Umsätze der Vorkriegsjahre überschritten. 

17. Januar 1949

Welwyn Garden City * Mick Taylor, der spätere Sologitarrist bei den „Rolling Stones“, wird als Michael Kevin Taylor in Welwyn Garden City, England, geboren. 

5. März 1949

München * Die bayerische Landeshauptstadt München verleiht „Kardinal“ Michael von Faulhaber aus Anlass seines achtzigsten Geburtstags die „Ehrenbürgerschaft“

Schon damals sprechen alle vom Widerstand des „Erzbischofs von München und Freising“.
Und „Landtagspräsident“ Hörlacher von der „CSU“ schwärmt in seiner Rede vor den Abgeordneten sogar von Michael von Faulhabers „immerwährenden Eintreten für den Völkerfrieden“

Bis Mai 1949

Westdeutschland * In Westdeutschland werden durch die Alliierten etwa 750 Personen wegen Verbrechen unter dem nationalsozialistischem System hingerichtet.

23. Mai 1949

Bundesrepublik Deutschland - Bonn * Das „Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland“ wird - nach der Ratifizierung durch alle anderen Bundesländer - in einer feierlichen Sitzung des „Parlamentarischen Rates“ verkündet.  

Es tritt erst mit Ablauf des Tages in Kraft. 

24. Mai 1949

Bundesrepublik Deutschland - Bonn * Die „Todesstrafe“ wird durch das „Grundgesetz in der Bundesrepublik Deutschland“ mit Artikel 102 abgeschafft.

Zwischen 1946 bis zur Verabschiedung des Grundgesetzes werden 125 Todesurteile gefällt und davon 24 vollzogen.

24. Mai 1949

Bundesrepublik Deutschland - Bonn * Seit 0:00 Uhr ist das „Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland“ rechtskräftig. 

4. Juli 1949

Ingolstadt * Horst Seehofer, der spätere Bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende, wird in Ingolstadt geboren. 

14. August 1949

Bundesrepublik Deutschland -Bonn * Bei der Wahl zum „1. Deutschen Bundestag“ erhält

  • die CDU/CSU mit ihrem Bundeskanzler-Kandidaten Konrad Adenauer 31,0 Prozent und 139 Sitze.
  • Die SPD mit ihrem Kanzlerkandidaten Kurt Schumacher erringt 29,2 Prozent der Stimmen und 131 Sitze.
  • Die FDP bekommt 11,9 Prozent und 52 Sitze.
  • Die DKP kommt auf 5,7 Prozent und 15 Sitze.

Insgesamt sind zehn Parteien im „Deutschen Bundestag“ mit Abgeordneten vertreten.

Konrad Adenauer [CDU] wird Bundeskanzler einer Koalition aus CDU/CSU, FDP und DP. 

Seit September 1949

München-Theresienwiese * Das „Zentral-Landwirtschaftsfest“ findet auf Wunsch des „Bauernverbandes“ nur noch im zweijährigem Rhythmus statt.

8. September 1949

Garmisch-Partenkirchen * Der Komponist und Dirigent Richard Strauss stirbt in Garmisch-Partenkirchen. 

17. September 1949

München-Theresienwiese * Auf der ersten Nachkriegs-Wiesn kostet die Mass „Wiesn-Bier“ 1,70 DMark.

1,5 Millionen Mass werden ausgeschenkt.

17. September 1949

München-Theresienwiese * Der Münchner „Fischgroßhändler“ Karl Winter erhält die Konzession für das „Oktoberfest“.

Er kauft von Josef Pravida den Namen „Fischer-Vroni“ um 20.000 DMark ab. In seinem Zelt finden 250 Personen Platz.

17. September 1949

München-Theresienwiese * Ein aus Sperrholz ausgesägter Löwe ziert das „Löwenbräu-Festzelt“ und brüllt in kurzem Abstand: „Löööwenbrooiiii“.

Max Baumeister singt das Gebrüll ein und erhält dafür 100 Mark.

29. Oktober 1949

München * Auf Anregung der amerikanischen Besatzungsmacht findet der „Tag der freiwilligen Mitarbeit der Bürger“ für eine konzertierte Schutträumaktion statt.

Unter Leitung des Münchner Oberbürgermeisters Thomas Wimmer sollen alle Schutthaufen, die bei den behördlich organisierten Räumungsaktionen bis dahin übersehen worden waren, entfernt werden.

Rund 7.000 Münchner helfen mit.
Die Freiwilligen räumen etwa 15.000 Kubikmeter Schutt weg.
Das liegt jedoch hinter der Leistung, die täglich von den Profis beseitigt werden. 

Die Aktion geht als „Rama Dama“ (wir räumen auf) in die Geschichte ein. 

November 1949

München * Das Urteil gegen den ehemaligen „Scharfrichter“ Johann Reichhart wird abgemildert.

10. November 1949

München-Haidhausen * Der „Kirchenpfleger“ Huber wird in der neuen „Sankt-Johann-Baptist-Kirche“ in Haidhausen von einem herabfallenden Rippenstück erschlagen.


Verwendet in Führung:

09. München von hinten
42. Maxvorstadt



Internationale Jugendbibliothek, Kaulbachstraße 11
Lepmann Jella Kinderbuchautorin