12. Oktober 1814

Ein „Oktoberfest“ ohne Pferderennen

München-Theresienwiese * Aufgrund der „Befreiungskriege“ findet das „Oktoberfest“ nur in begrenztem Umfang statt.

Das „Pferderennen“ fällt aus.
Nur das „Landwirthschaftliche Zentralfest“ mit seinem „Viehmarkt“ wird abgehalten. 

Von der königlichen Familie erscheint nur Prinzessin Auguste auf der „Wiesn“


1814

Suchbegriffe

Befreiungskriege, Oktoberfest, Wiesn, Pferderennen, Landwirtschaftliches Zentralfest, Viehmarkt,

Personen


Weitere Ereignisse im Jahr 1814

1814

München-Lehel - München-Isarvorstadt * Die Wiederaufbauarbeiten für die heutige „Ludwigsbrücke“ beginnen.

Sie werden aber nie beendet.

1814

München-Maxvorstadt * Franz Maria Schweiger stirbt.

Seine Witwe Maria Agnes führt den Theaterbetrieb „vor dem neuen Maxthor“ so lange, bis ihr Sohn Josef das Theater und Ensemble des verstorbenen Lorenz Lorenzoni übernehmen kann.

Er ist nun der „Direktor des Theaters vor dem Karlstor“.

Anno 1814

München-Lehel * Durch die jahrelange dichte Bewirtschaftung des Areals der „Lehel-Kaserne“ mit Pferdeställen treten ernsthafte Probleme mit dem Grundwasser auf.  

Die Probleme, die zu zahlreichen Erkrankungen bei den Pferden durch schlechtes Wasser führt, wird übrigens erst ein Jahrzehnt später in Form einer zusätzlichen Wasserleitung beseitigt. 

1814

München * Die Polizei duldet sechs „Bordelle“ mit vier bis acht Luxusdirnen, „obwohl sie gesetzlich nicht erlaubt“ sind.

1. Januar 1814

Königreich Bayern * Das Volljährigkeitsalter im Königreich Baiern wird - ohne Unterschied des Standes oder Geschlechts - einheitlich auf 21 Jahre festgesetzt. 

Bisher waren die Regelungen in den einzelnen Reichsteilen Baierns unterschiedlich. 

29. Januar 1814

Brienne-le-Château * Bei Brienne-le-Château sur Aube kämpft die „Große Armee“ - mit Beteiligung Baierischer Truppen unter dem Befehl von „General“ Carl Philipp Joseph von Wrede - gegen die Napoléonischen Streitkräfte. 

Die Schlacht endet mit einem Sieg Frankreichs unter Napoléon Bonaparte gegen die Russen, Preußen und Baiern unter „Generalfeldmarschall“ Gebhard Leberecht von Blücher.

Der Name des Schlachtortes findet sich seit 1826 in der „Brienner Straße“ wieder.
Diese hieß zuvor Königsstraße beziehungsweise ab dem „Königsplatz“ Kronprinzenstraße und ist aus dem ehemaligen „Fürstenweg“ nach Nymphenburg entstanden.

Februar 1814

Vorstadt Au * Die „Heilig-Kreuz-Kapelle“ auf dem Mariahilfplatz wird abgerissen.

1. Februar 1814

La Rothière * Die „Schlacht bei La Rothière“ findet im Tal der Aube südlich von Brienne statt. 

Sie steht in engem Zusammenhang mit der „Schlacht von Brienne-le-Château“, die drei Tage zuvor mit einem Rückzug der Koalitionstruppen endete. 

Das beherzte Eingreifen des baierisch-österreichischen Korps unter „General“ Carl Philipp Joseph von Wrede hat dazu beigetragen, dass Napoléon Bonaparte um 21 Uhr den Befehl zum Rückzug gibt. 

4. Februar 1814

München * Kronprinz Ludwig I. lässt ein Preisausschreiben zum Bau für ein „Antikengebäude für Plastiken“, der „Glyptothek“, sowie eine „Ruhmeshalle für große Deutsche“, die „Walhalla“, und für ein „Invalidenhaus“ veröffentlichen. 

Der Einsendschluss für den Wettbewerb ist auf den 1. Januar 1815 festgelegt. 

26. Februar 1814

München * Graf Alois von Rechberg stellt Kronprinz Ludwig I. den Architekten Leopold Klenze vor.
Es kommt noch zu keiner Anstellung. 

Erst im Januar 1816 kommt Leo von Klenze nach München. 

26. Februar 1814

Bar sur Aube * Die baierisch-österreichischen Truppen unter „General“ Carl Philipp Joseph von Wrede kämpfen in Bar-sur-Aube gemeinsam mit Russen und Preußen gegen französisches Militär. 

Den Baiern gelingt es sogar ein Stadttor aufzubrechen und in das Stadtinnere vorzudringen. Doch sie werden schnell wieder vertrieben.
In der Nacht sitzen die Franzosen im Innern der Stadtmauern fest, während die Baiern das Gelände davor beherrschen.

27. Februar 1814

Bar sur Aube * Die Kämpfe um Bar-sur-Aube gehen weiter. 

Die Baiern greifen die Stadt entschlossen an, können eines der Stadttore erstürmen und aufbrechen und dringen in die Stadt ein. 

Ein heftiger Häuserkampf entbrennt, bei dem die Einwohner der Stadt auf der Seite ihrer Truppen mitkämpfen.
Als sich aber die französischen Truppen außerhalb der Stadt über die Aube zurückziehen, beginnt auch die französische Besatzung der Stadt ihren Rückzug über den Fluss.

Die Baiern können nun Bar-sur-Aube im Sturm erobern und die in der Stadt festsitzenden französischen Soldaten gefangen nehmen.

Der Name dieses Schlachtortes findet sich seit 1826 in der „Barer Straße“ wieder.
Diese hieß zuvor Carolinenstraße beziehungsweise ab dem „Carolinenplatz“ Wilhelminenstraße.  

7. März 1814

München * „General“ Carl Philipp Joseph von Wrede wird wegen seiner besonderen militärischen Leistungen in den „Befreiungskriegen“ zum „Feldmarschall“ befördert. 

11. März 1814

München-Maxvorstadt * Der „Alte Botanische Garten“ ist nahezu fertig gestellt.

20. März 1814

Arcis-sur-Aube * Die „Schlacht von Arcis-sur-Aube“ stellt sich für Napoleon Bonaparte nahezu aussichtslos dar, da er einen Mehrfrontenkrieg gegen Russland, Preußen, Großbritannien und Österreich führt. 

Bei Arcis-sur-Aube muss die französische Armee mit 28.000 Mann gegen eine fast dreifach überlegene österreichische Armee unter „Generalfeldmarschall“ Karl Philipp zu Schwarzenberg mit 80.000 Mann kämpfen.
Unter ihnen befinden sich auch baierische Truppen unter „Feldmarschall“ Carl Philipp Joseph von Wrede. 

21. März 1814

Arcis-sur-Aube * Im weiteren Kampfverlauf in der „Schlacht von Arcis-sur-Aube“ ordnet Napoleon Bonaparte um 12 Uhr mittags den sofortigen Abzug seiner sämtlichen Truppen an. 

Damit ist der Weg für die „Verbündeten“ nach Paris frei.

Auch an diese Schlacht erinnert eine Straße in der Maxvorstadt, die „Arcisstraße“, die vor 1826 den Namen „Ludwigstraße“ trug. Die spätere „Meiserstraße“ und heutige „Katharina-von-Bora-Straße“ hieß damals noch „Amalienstraße“

31. März 1814

Paris * Im Rahmen der „Befreiungskriege“  marschieren die „Verbündeten“ in Paris ein. 

6. April 1814

Fontainebleau * Napoleon Bonaparte dankt in Fontainebleau (erstmals) ab. 

Der „Rheinbund“ hat sich bereits aufgelöst.

10. April 1814

München - Paris * In der „Peterskirche“, der „Frauenkirche“ und der „Michaelskirche“ wird ein „Te deum“ gesungen.
Draußen werden Kanonen abgefeuert. 

Damit feiern die Münchner das Einrücken der „alliierten Truppen“ mit baierischer Beteiligung ins feindliche Paris. 

11. April 1814

Elba * Napoleon Bonaparte behält seinen Titel.
Ihm wird die Insel Elba als Fürstentum zugewiesen.

Mit Ludwig XVIII. wird in Frankreich das Königtum restauriert. 

18. Mai 1814

München-Englischer Garten - Hirschau * Der „Hofhammerschmied“ Lindauer erhält - gegen den erbitterten Widerstand des „Hofgartenintendanten“ Friedrich Ludwig von Sckell - die Erlaubnis zur Errichtung einer Stahlfabrik am Eisbach in der „Hirschau“.

30. Mai 1814

Paris * Mit dem „Frieden von Paris“ werden die „Befreiungskriege“ beendet. 

Es ist ein „Versöhnungsfrieden“, der Frankreich als Großmacht in den Grenzen von 1792 bestehen lässt.
Das Land erhält sogar besetzte Kolonien und Handelsniederlassungen zurück. 

3. Juni 1814

Paris - München * Im baierisch-österreichischen „Vertrag von Paris“ werden die Grenzen des „Königreichs Baiern“ neu festgelegt.

Für die Abtretung Tirols, Vorarlbergs sowie Salzburgs und einiger anderer österreichischer Gebiete erhält Baiern das Großherzogtum Würzburg, Aschaffenburg, die Pfalz und Berchtesgaden.
Bayerns Staatsgebiet erreicht damit fast seine heutige Form.

9. Juni 1814

München - Ellingen * „Generalfeldmarschall“ Carl Philipp Joseph von Wrede wird der „Fürstentitel“ verliehen und ihm die „fürstliche Herrschaft Ellingen“ überlassen. 

26. Juni 1814

Innsbruck - Wien * Österreich ergreift offiziell Besitz von Tirol.

Damit endet dort die baierische Herrschaft endgültig. Österreich übernimmt die meisten „Errungenschaften“ der baierischen Verwaltung und hütet sich davor, zu den alten Strukturen zurückzukehren.
Selbst de alte „Ständeverfassung“, deren Abschaffung eine der Hauptursachen des Aufstands von 1809 war, wird nur in sehr mild abgeänderter Form wiederbelebt.

7. August 1814

Rom-Vatikan * Papst Pius VII. stellt die „Gesellschaft Jesu“, den „Jesuitenorden“ wieder her.

22. August 1814

Auteuil * Sir Benjamin Thompson Reichsgraf von Rumford stirbt in Auteuil bei Paris.

26. August 1814

Innsbruck - Wien * Tirol wird mit Österreich wieder vereinigt.

28. August 1814

Auteuil * Sir Benjamin Thompson, Reichsgraf von Rumford, wird auf dem Friedhof von Auteuil, am Stadtrand von Paris, beerdigt.

18. September 1814

Wien * Der „Wiener Kongress“ beginnt.  

Im Mittelpunkt der vom österreichischen „Staatskanzler“ Fürst Clemens Menzel von Metternich geleiteten und unter starkem Einfluss des Zaren Alexander I. und England stehenden Verhandlungen steht die „Neuordnung Europas“ nach den Kriegen gegen Napoléon Bonaparte. 

22. September 1814

München * Der mittlerweile zum „Königlich Baierischen Hofbankier“ aufgestiegene Aron Elias Seligmann wird von König Max I. Joseph als erster Jude in Baiern in den erblichen Adelsstand erhoben, „nobilitiert“.  

Seither nennen sich er und seine zehn Kinder „von Eichthal“.  
Damit verbunden ist auch die Verleihung des Wappens der ausgestorbenen Familie von Thalmann in Augsburg. 

31. Oktober 1814

München * Der Münchner „Polizeidirektor“ von Stetten vermerkt in seinem Rapport:

„[...] Man mag ein Wirtshaus betretten, welches man wolle, so werden in demselben Husaren getroffen und in der Regel nicht alleine, sondern in der Gesellschaft ihrer Schönen, welche nicht neben, sondern auf ihnen sitzen.
Gewöhnlich sind diese Damen aus der Vorstadt Au oder aus Haidhausen oder Dienstmägde“
.

26. Dezember 1814

Schloss Stepperg * Caroline Gräfin von Arco wird als drittes Kind der Kurfürsten-Witwe Maria Leopoldine auf „Schloss Stepperg“ geboren.

Das Kind stirbt bereits am 18. Januar 1815 an „Schleimfieber“


Verwendet in Führung:

34. Bierzelt-Rallye auf dem Oktoberfest



Befreiungskriege, Oktoberfest, Wiesn, Pferderennen, Landwirtschaftliches Zentralfest, Viehmarkt
Auguste Prinzessin von Baiern