12. Oktober 1843

Der Grundstein für das „Siegestor“ wird gelegt

München-Maxvorstadt - Schwabing * Anlässlich des Jahrestages der „Völkerschlacht bei Leipzig“ wird der Grundstein für das „Siegestor“ gelegt. 

König Ludwig I. verliest den Satz:
„Bayerns tapferem Heere, das zu jeder Zeit, in allen Lagen seinem Landesfürsten unerschütterlich treu war, ihm widme ich das Siegesthor“


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Siegestor, Völkerschlacht von Leipzig, Leipzig,

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Ludwig I. König

Weitere Ereignisse im Jahr 1843

1843

München-Englischer Garten - Hirschau * Die „Kgl. Bay. Staatsbahn“ erteilt dem „Eisenwerk Hirschau“ von Joseph Anton von Maffei einen Auftrag über die Lieferung von acht Lokomotiven des Typs „Bavaria“
Sie sollen auf der Strecke Nürnberg - Bamberg eingesetzt werden.

Um den Auftrag zu erhalten, muss Maffei die väterliche „Tabakfabrik“ als Kaution einbringen.
Der Auftrag geht aber nicht nur an
„Maffei“, sondern auch an „Kessler & Martiensen“ in Karlsruhe und „Meyer & Comp.“ im elsässischen Mühlhausen.
Sie müssen sich den Auftrag zu je acht Lokomotiven teilen.

Die wichtigste Auflage für die drei Firmen lautet: „Alle Teile an den 24 Lokomotiven müssen untereinander austauschbar sein“.

Seine erste Lokomotive, den „Münchner“, hat Maffei aber noch immer nicht verkauft.

1843

München-Englischer Garten - Hirschau * Für das „Eisenwerk Hirschau“ von Joseph Anton von Maffei wird mit George Jon Ashton ein zweiter Engländer angeworben.

1843

Haidhausen * Die Wohngebäude der „Frauen vom guten Hirten“ in Haidhausen können bezogen werden.

Die Klosterkirche wird eingeweiht.

Ende 1843

Haidhausen * Das alte „Preysing-Schloss“ in Haidhausen wird angerissen.

Die Steine werden für die Gruft des neuen Klostergebäudes der „Frauen vom guten Hirten“ verwendet.

1843

München-Maxvorstadt * Der Bau der „Bayerischen Staatsbibliothek“ an der Ludwigstraße wird vollendet.

Er kostet 1,3 Millionen Gulden.

1843

Nürnberg * Friedrich Bürklein nimmt die Stelle eines „Baukondukteurs bei der Eisenbahnbaukommission“ in Nürnberg an.

1843

Königreich Bayern * Die bayerische „Post“ erzielt alleine aus Briefportoeinnahmen 868.220 Gulden Gewinn.

1843

London * Der „Theatre Regulation Act“ definiert die Grenzen zwischen künstlerischem und mehr unterhaltendem Theater.

Es gibt daraufhin nur mehr zwei große Theater in London, die für dramatische Aufführungen zugelassen sind.

Die kleinen Bühnen dürfen keine vollständigen Dramen mehr anbieten und müssten dadurch auf die „Randgebiete der theatralischen Kommunikation“ zurückgreifen.

24. Januar 1843

München * „In Anerkennung der Mühe und Anordnungen, welche er für die würdige Ausschmückung des Rathaussaales“ aufgewendet hat, erhält Ludwig von Schwanthaler vier „Moriskentänzer“ zum Geschenk, von denen zuvor allerdings Kopien angefertigt worden sind.  

Ludwig von Schwanthaler verkauft sie bald an einen italienischen Adeligen, den Conte Pallavicini-Barrocco, der sie auf seinen Stammsitz in „Villa Rocca“ in Cremona bringt. 

1. Mai 1843

München-Hackenviertel * Die erste öffentliche „Maiandacht“ auf deutschem Boden findet in der Wallfahrtskirche der „Schmerzhaften Muttergottes“ in der „Herzogspital-Kirche“ statt.

9. Mai 1843

Haidhausen * Die selbstständige Gemeinde Haidhausen schließt mit dem Münchner „Privatier“ Willibald Brodmann einen provisorischen Kaufvertrag für das „Schlösschen Haidenau“, um dort ein Krankenhaus zu erbauen.
9.200 Gulden soll das Anwesen kosten.

Doch gegen diese Pläne wehren sich die „Frauen vom guten Hirten“. 
Sie werden von König Ludwig I. unterstützt. 

Deshalb tritt der Nonnenorden mit Willibald Brodmann in Verhandlungen und überbietet das Preisgebot der Gemeinde Haidhausen um 800 Gulden.
Das „Schloss Haidenau“ wird danach umgehend abgerissen.

Um Juni 1843

Athen * König Otto und Königin Amalie von Griechenland beziehen den neuen „Königspalast“ in Athen. 

9. Juni 1843

London * Die „Illustrated London News” schreibt über die Tänzerin Lola Montez:  

„Jede Bewegung ist von einem Instinkt für Rhythmus und Bewegung begleitet.  
Ihre dunklen Augen leuchten, wenn sie spürt, dass man sie bewundert”

12. Juni 1843

London * In der „Morning Post” manipuliert Elizabeth Rosanna James alias „Lola Montez“ erstmals ihren Lebenslauf, indem sie schreibt:  

„Ich stamme aus Sevilla und wurde im Jahr 1833, als ich zehn Jahre alt war, zu einer katholischen Lady nach Bath geschickt, wo ich sieben Monate blieb und dann zu meinen Eltern nach Spanien zurückgeschickt wurde.  
Seit dieser Zeit bis zum letzten 14. April, als ich in London ankam, habe ich nie einen Fuß in dieses Land gesetzt und habe London auch nie zuvor in meinem Leben gesehen”

Um den 20. August 1843

Berlin * Lola Montez‘ rastloses Leben hat sich auf den Kontinent verlagert.  

Vom Fürstentum Reuß im Thüringischen Wald kommend, wo Prinz Heinrich LXXII. residiert, trifft die Künstlerin in Berlin ein, wo sie als Tänzerin auftritt.

Bei dem nach Erotik und Exotik lechzenden Publikum hat sie so enormen Zuspruch, dass das „Königliche Preußische Schauspielhaus” ausverkauft ist. 

3. September 1843

Athen * Auf dem Athener „Schlossplatz“ kommt es zu einer unblutigen Revolte.
König Otto von Griechenland muss seine absolutistische Herrschaft aufgeben und eine parlamentarische Verfassung mit königlicher Oberhoheit anerkennen.

Außerdem werden alle bayerischen und fremdländischen Offiziere und Beamten entlassen. 

7. September 1843

Berlin * Lola Montez tanzt in einer Privatvorstellung unter anderem vor König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen und Zar Nikolaus I. von Russland.  

Als sie auf einer Truppenparade zu Ehren des Zaren einem preußischen Gendarmen mit ihrer Reitpeitsche ins Gesicht schlägt, muss sie Berlin umgehend verlassen. 

25. Oktober 1843

München * König Ludwig I. unterzeichnet das „Eisenbahndotationsgesetz“, das die staatliche Finanzierung der ersten Hauptstrecken sichert.


Verwendet in Führung:

09. München von hinten
42. Maxvorstadt




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