9. November 1989

Die „Berliner Mauer“ fällt

Berlin * Die „Berliner Mauer“ fällt. 


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Berlin, Berliner Mauer, DDR,

Weitere Ereignisse im Jahr 1989

1989

München-Untergiesing * Alfons Scharf beginnt mit der Sanierung seines in „Blockbauweise“ erbauten Hauses „Am Mühlbach 4a“ aus dem Jahr 1860.

1989

München-Graggenau * Das Lokal in der Burgstraße 5 heißt jetzt nur noch „Weinstadel“.

1989

München-Haidhausen * Die Trennung der Geschlechter im „Volksbad“ wird offiziell aufgehoben.

1989

München-Englischer Garten - Hirschau * Das „Tivoli-Kraftwerk“ speist 690 Kilowattstunden in das öffentliche Stromnetz ein.

2. Februar 1989

München * Der „Bauausschuss“ stimmt dem „ebenerdigen Bodendenkmal“ für den ermordeten „Ministerpräsidenten“ Kurt Eisner am authentischen Ort zu.

Die vorgebrachten Argumente, dass die Bürger Kurt Eisner nun mit ihren Füßen treten und ihn einfach „übergehen“ können, zählen noch sehr wenig.
Wichtig ist, dass sich eine Änderung der Straßenführung erübrigt und keine Parkplätze wegfallen.

22. Februar 1989

München-Graggenau * Bei der „Stadtrats-Sitzung“ stehen zwei Vorschläge für die „richtige Inschrift“ am „Bodendenkmal“ für Kurt Eisner zur Auswahl.

Während die Vertreter der verschiedenen Parteien rasch überein kommmen, das ursprünglich vorgesehene „erschossen“ durch „ermordet“ zu ersetzen, entwickelt sich um die Verwendung der Begriffe „Freistaat“ und „Volksstaat“ eine scharf geführte Auseinandersetzung.

Soll man nun Kurt Eisner als den Begründer des „Freistaates Bayern“ bezeichnen oder gründete er bloß den „Volksstaat Bayern“?  
Beide Begriffe wurden im Jahr 1918 gleichzeitig und synonym verwendet und sollten nichts anderes als „Republik“ bedeuten.  

Aber im Rückblick will man den heute so geschätzten Begriff „Freistaat“ nicht ausgerechnet einem linken Politiker zuschreiben.  
Dagegen denkt man bei „Volksstaat“ eher an die Sprache des „Dritten Reiches“ und der damaligen „DDR“.

Der „SPD-Vorschlag“ lautet: „Kurt Eisner. 1867 - 1919. Begründer des Freistaats Bayern und Ministerpräsident wurde am 21. Februar 1919 hier vor seinem Amtssitz ermordet“.

Es soll aber derjenige die Mehrheit erhalten, der das Reizwort „Freistaat“ vermeidet.  
Der Vorschlag von Bürgermeister Dr. Winfried Zehetmeier [CSU] setzt sich bei der Abstimmung mit einer Mehrheit aus „CSU“, „FDP“ und „Grüne/ALM“ gegen die Stimmen der „SPD“ durch.

Die Inschrift auf der Gedenktafel - als die „offizielle Wahrheit“ - lautet deshalb:  
„KURT EISNER, DER AM 8. NOVEMBER 1918 
DIE BAYERISCHE REPUBLIK AUSRIEF,
NACHMALIGER MINISTERPRÄSIDENT
DES VOLKSSTAATES BAYERN, WURDE

AN DIESER STELLE AM 21. FEBRUAR 1919
ERMORDET.“

1. Mai 1989

München-Obergiesing * Der im „Ostfriedhof“ befindliche Gedenksteins in Würfelform stellt das Denkmal für die „Toten der Revolution - 1919“ dar.  

Es trägt nun am Sockel auch wieder den Vers von Ernst Toller, auf den nach der Wiederherstellung in den 1950er Jahren zunächst verzichtet worden war.  

Er heißt: „Wer die Pfade bereitet, stirbt an der Schwelle, doch es neigt sich vor ihm in Ehrfurcht der Tod“

Juni 1989

München-Haidhausen * Die für 2,3 Millionen DMark renovierten Herbergshäuser an der Preysingstraße stammen aus dem Jahr 1840. 

Im „Herbergenhof“ leben derzeit vier Künstlerinnen.

16. Juli 1989

München-Englischer Garten - Lehel * Zur „200-Jahr-Feier“ des „Englischen Gartens“ wird die Tradition des „Kocherlballs“ am „Chinesischen Turm“ wiederbelebt. 

An jedem dritten Sonntag im Juli, um 6 Uhr früh, treffen sich Münchner Traditionalisten und sonstiges Partyvolk zum Tanz bei Volksmusikklängen.
Um 10 Uhr endet die Veranstaltung.

16. September 1989

München-Theresienwiese * Toni und Christl Roiderer übernehmen das Hacker-Festzelt.

16. September 1989

München-Theresienwiese * Richard Süßmeier bewirbt sich um das Hacker-Festzelt, doch CSU und SPD stimmengeschlossen gegen ihn.

Und das, obwohl ihn ein Gericht

  • vom Vorwurf des Schankbetrugs frei spricht und
  • das Verfahren wegen illegaler Beschäftigung mit einer freiwilligen Geldbuße in Höhe von 100.000 DMark endet.
18. September 1989

München - Cincinnati * Die amerikanische Stadt Cincinnati wird zur Münchner Partnerstadt erwählt.  

In Cincinnati findet jährlich rund um den „Davidson-Brunnen“ das größte „Oktoberfest der Vereinigten Staaten“ statt. 

Seit 18. September 1989

München-Theresienwiese * Regine Sixt lädt jedes Jahr prominente Frauen in die „Löwenbräu-Festhalle“.

Oktober 1989

München * Als „Dienstleistungsabend“ wird der lange Donnerstag bis 20.30 Uhr eingeführt. 

Die betroffenen Beschäftigten sprechen vom „SchlaDo“ [Scheiß langer Donnerstag].

6. Oktober 1989

München - Kiew * Zwischen der ukrainischen Hauptstadt Kiew und München wird eine Städtepartnerschaft gegründet. Bei der Auswahl geht es dem Stadtrat um eine politische Entspannung und die Ost-West-Annäherung.  

11. Oktober 1989

München * Hannes König, der Gründer des „Valentin-Musäums“, stirbt.
An seinem Grab spielt man die „Internationale“

Gudrun Köhl leitet das „Valentin-Karlstadt-Musäum“ bis zum 1. November 2004 weiter.

23. Oktober 1989

Großbritannien * Die LP „The Best of Dark Horse 1976 - 1989“ von George Harrison wird veröffentlich.

Neben bereits Bekanntem sind einige neue Lieder auf der LP. 

28. Oktober 1989

München * Die U 3 fährt nun von der Implerstraße zur Forstenrieder Allee. 

7. November 1989

München-Kreuzviertel * Das „Kurt-Eisner-Denkmal in der Kardinal-Faulhaber-Straße“ wird eingeweiht.

Die „Festrede“ hält Bürgermeister Dr. Klaus Hahnzog [SPD].


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