12. Dezember 1637

Angekündigte Grundsteinlegung für die „Mariensäule“

München * Kurfürst Maximilian I. teilt dem Münchner Rat - ohne Rücksicht auf dessen Bestimmungsrecht über den Marktplatz - selbstherrlich mit, er werde „der Heiligen Himlkönigin zu Ehrn, und ewiger gedechtnus, ein offentliches Monumentum, von einer Seulen, und darauf stehenden unnser lieben Frauen Bildtnus, mitten deß Plazs, aufrichten“.  
Die Arbeiten beginnen zwei Tage später.  

Er begründet dies mit der „unbezweifelbaren Fürbitte der Himmelskönigin und Muttergottes“, die als Patronin und Beschützerin das Land und die Stadt „von Brand und anderm feindlichen Verderben behütet und errettet“.  

Der „Rat der Stadt“, der zu dieser Entscheidung nicht herangezogen worden ist, muss dies unwidersprochen hinnehmen, obwohl die Stadt seit dem Jahr 1315 das „Privileg“ Kaiser Ludwigs des Baiern besitzt, alleine über die Bebauung des Platzes bestimmen zu dürfen.  

Auf dem zentralen Platz der Bürgergemeinde München ist künftig der „Landesherr“ mit einer „persönlichen Votivgabe“ präsent.  


Sortierung 1637

Suchbegriffe

Mariensäule, Schrannenplatz, Marienplatz, Rat der Stadt, Privileg, Votivgabe,

Personen

Maximilian I. Kurfürst Ludwig IV. der Baier Kaiser

Weitere Ereignisse im Jahr 1637

15. Februar 1637

Wien * Kaiser Ferdinand II. stirbt in Wien.  

Nachfolger auf dem Thron des Kaisers des „Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation“ wird sein Sohn Ferdinand III.. 

13. Oktober 1637

Augsburg * Paulus Graf von Fugger-Kirchberg-Weißenhorn, der spätere Hofmarkherr von Haidhausen, wird als 15. Kind von Graf Otto Heinrich Fugger, dem Herren zu Mickhausen Grönenbach und Mattsies und Maria Elisabeth, Freiin von Waldburg, in Augsburg geboren. 


Verwendet in Führung:

11. Münchner Zeitensprünge
21. Berg am Laim - Ost
27. Typisch München
28. Kreuzviertel
29. Graggenau




Sucbegriffe: Mariensäule, Schrannenplatz, Marienplatz, Rat der Stadt, Privileg, Votivgabe
Personen: Maximilian I. Kurfürst, Ludwig IV. der Baier Kaiser