13. August 1993

Der Heimatpfleger fordert den Erhalt des „Karl-Valentin-Geburtshauses“

Au * Der Heimatpfleger fordert den Erhalt des „Karl-Valentin-Geburtshauses“ in der Zeppelinstraße 41. 


1993

Suchbegriffe

Karl-Valentin-Geburtshaus, Heimatpfleger,

Weitere Ereignisse im Jahr 1993

1993

München * Der „Turmschreiber-Verlag“ wird gegründet. 

1993

Lehel - Praterinsel * Die weitere mietfreie Nutzung des Gebäudes des „Deutschen Alpenvereins“ auf der „Praterinsel“ wird von der Einrichtung eines „Alpinen Museums“ bis Mai 1996 abhängig gemacht.

Nach der Zusage überlässt die Stadt dem „DAV“ das Anwesen für weitere 80 Jahre.

1993

Lehel * Nach dem Auszug der „Bayerischen Staatskanzlei“ kann der ehemalige „Sitzungssaal der Bayerischen Staatsregierung“, von dem aus die Geschicke Bayerns regiert wurden, als „Saal der Altmeister-Kopien“ eingerichtet werden.

1993

Lehel - Graggenau * Umzug der „Bayerischen Staatskanzlei“ von der Prinzregentenstraße 9 in die Gebäude am „Hofgarten“.

Die „Bayerische Staatskanzlei“ ist mit 8.800 qm wesentlich größer als das „Weiße Haus“ in Washington (4.800 qm).

1993

Isarvorstadt * Das Haus in der Reichenbachstraße 13, in dem sich die „Deutsche Eiche“ befindet, soll „entkernt“ und gewerblich gewinnbringend gestaltet werden.

Nach weltweiten Protesten trennt sich die Grund- und Hausbesitzerin „Monachia“ von der „problematischen Immobilie“.

Dietmar Holzapfel, sein Vater Nicki Holzapfel und Dietmars Partner Josef Sattler kaufen gemeinsam die heruntergekommene und renovieungsbedürftige „Deutsche Eiche“.

1993

Maxvorstadt * „Senator“ Gratzl ist Eigentümer der Anwesen Richard-Wagner-Straße 17 und 19.

1993

München-Berg am Laim * Ein Wettbewerb für ein Verwaltungsgebäude der Landeshauptstadt München an der Friedenstraße 40 wird ausgeschrieben.

1993

Au * Das „Motorama“ an der Rosenheimer Straße wird eröffnet.

1. Februar 1993

Au * Der Dipl.-Ing. Klaus Schmidt wendet sich an die „Stadtbaurätin“ Christiane Thalgott und macht auf das verwahrloste, seit über fünf Jahren leerstehende Anwesen in der Zeppelinstraße 41 aufmerksam.

Die Stadtbaurätin hatte zuvor aufgerufen, dem Planungsamt „verwahrloste Wohnhäuser“ zu benennen. 

22. Februar 1993

München-Graggenau - München-Trudering * Die Beibehaltung des Straßennamens der „Von-Trotha-Straße“ wird beschlossen.  

Die zugehörige Namenserläuterung wird aber derart geändert, dass diese nicht mehr dem „General“ Lothar von Trotha, sondern dem gesamten Adelsgeschlecht der „von Trotha“ gewidmet ist. 

5. April 1993

Au * Das Sanierungsgutachten der „Münchner Gesellschaft für Stadtsanierung - MGS“ listet die Kosten für die weitere Vorgehensweise mit dem „Karl-Valentin-Geburtshaus“ in der Zeppelinstraße 41 auf. 

  • Die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes würde 6 Millionen DMark kosten,
  • ein Teilabbruch und Sanierung kämen auf 5,5 Millionen DMark,
  • ein Abbruch und anschließender Neubau würde mit 5 Millionen DMark zu Buche schlagen. 
27. April 1993

Au * Die „Stadtbaurätin“ Christiane Thalgott teilt dem Dipl.-Ing. Klaus Schmidt die Schwierigkeiten mit dem „Karl-Valentin-Geburtshaus“ in der Zeppelinstraße 41 mit. 

27. Mai 1993

Graggenau * „Ministerpräsident“ Max Streibl muss wegen der sogenannten „Amigo-Affäre“ zurücktreten.

 Den „Ministerpräsidenten-Sessel“ übernimmt sein Parteifreund Edmund Stoiber.

Um den 30. Mai 1993

München * Die Münchner Wohnungsbau-Gesellschaften und die „Münchner Gesellschaft für Stadtsanierung - MGS“ haben kein Interesse am Erwerb des „Karl-Valentin-Geburtshauses“ in der Zeppelinstraße 41. 

31. Mai 1993

Haidhausen * Im „Blauen Engel“ in der Wolfgangstraße in Haidhausen findet der letzte „Jodel-Striptease“ statt.

1. Juni 1993

Haidhausen * Die „Münchner Abendzeitung“ schreibt über den soeben geschlossenen „Blauen Engel“ in der Wolfgangstraße in Haidhausen folgende Zeilen:  

„Die Ausziehtechniken im Blauen Engel (Marlene Dietrich dreht sich im Grabe um) waren selten ausgereifter als im ‚bumsfidelen Mädchenpensionat‘.  
Dafür kostete der Eintritt auch nur fünf Mark.  
Für drei Mark bekam man von der Kathie ein müdes Bier serviert, bevor sie zur Miß Kate mutiert auf der Bühne ihre Version vom Alpensex zeigte.  

Tja, nun nicht mehr.  
Gott sei Dank, werden die einen denken, die in der Prolo-Fleischbeschau nichts Lustiges finden konnten.  
Schade, so die anderen, die angereiste Bekannte mit dem Dirndl-Sex schocken konnten“
.  

Das Gebäude an der Wolfgangstraße wurde anschließend saniert und darin eine andere Gastwirtschaft eröffnet: das „Wasserwerk“.

7. Juni 1993

Au * Beim Planungsreferat wird um eine Abbruchgenehmigung für das „Karl-Valentin-Geburtshaus“ in der Zeppelinstraße 41 ersucht. 

30. Juni 1993

Au * Der Dipl.-Ing. Klaus Schmidt tritt an das Referat für Stadtplanung und Bauordnung heran, um die Konditionen für einen möglichen Erwerb des  „Karl-Valentin-Geburtshauses“ in der Zeppelinstraße 41 zu erfahren. 

1. Juli 1993

Haidhausen * Die „Muffathalle“ wird als Kultur-Projekt betrieben.

September 1993

Theresienwiese * In der „Fischer-Vroni“ wird am zweiten Wiesn-Montag der „Prosecco-Montag“ abgehalten.

Wolfgang Rachel, der Inhaber der „Prosecco-Bar“ in der Theklastraße, hat den Event ins Leben gerufen.
Er reserviert im ersten Jahr vier Tische für seine schwulen Stammgäste.

Inzwischen gehört den Homosexuellen am zweiten Wiesn-Montag das ganze „Fischer-Vroni“-Zelt.

September 1993

Theresienwiese * Oberbürgermeister Christian Ude sticht erstmals zum „Oktoberfest-Beginn“ im „Schottenhamel-Festzelt“ das erste Fass „Wiesnbier“ an.

Alles steht bereit.
Die Reporter und die Fernsehkameras sind positioniert.

Da ruft der BR-Radioreporter Michael Stiegler plötzlich: „Hoit, des is ja a Linker“.
Damit meint er aber nicht die politische Heimat des Oberbürgermeisters.
Christian Ude ist Linkshänder, und deshalb stehen die Medienvertreter alle auf der falschen Seite. 

Nachdem sich alle umorientiert haben, kann der oberste Stadtrepräsentant seiner Aufgabe nachgehen. Er braucht dazu sieben Schläge.

Um November 1993

Maxvorstadt * Im Rahmen der Renovierung werden vier von sechs bereits verschollen geglaubte Fresken im „Lesesaal“ der „Juristischen Fakultät“ der „Ludwig-Maximilians-Universität“ an der Ludwigstraße wiederentdeckt.

Es sind die im Jahr 1938 aus dem „Herzog-Max-Palais“ entfernten und in das „Haus des Deutschen Rechts“ verlegten Fresken von Robert von Langer.

8. November 1993

München * Der CSU-Vorsitzende Theo Waigel drückt sich am „75. Jahrestag der Revolution und der Freistaatgründung“ an der Teilnahme eines „Festaktes“, da er „die Geburtsstunde des demokratisch verfassten Bayern nicht mit der Ausrufung der Räterepublik durch Kurt Eisner in Verbindung zu bringen vermag“.

Zur Ausrufung der „Räterepublik“ kam es allerdings erst nach einer verlorenen Wahl und der Ermordung Kurt Eisners durch den rechtsradikalen Anton Graf Arco auf Valley. 

Unter Eisners „Revolutionsregierung“ gab es lediglich „provisorische Arbeiter-, Soldaten- und Bauernräte“

16. November 1993

München * Klaus Warnecke, „Landtagsabgeordneter der SPD“ schreibt in der „Süddeutschen Zeitung“ einen Leserbrief und bringt darin folgende Meinung zum Ausdruck:

„[...] Die Hindenburgs, Ludendorffs und ihre monarchistischen Attrappen hatten das Volk im Reichsdurchschnitt im Herbst 1918 auf 500 bis 600 Kalorien pro Tag und Nase heruntergehungert. [...]  
200.000 bayerische Soldaten waren gefallen. [...]  

Während sich die Monarchie von dannen stahl und die Generäle an der Dolchstoß-Legende zu stricken begannen, gab es in München eine einzige Kraft, die halbwegs Ordnung in das Chaos zu bringen versuchte und den Umständen entsprechend auch brachte: die von den Konservativen und Reaktionären aller Richtungen bisher aus jeder politischen Verantwortung ferngehaltenen Sozialdemokraten und deren linkspazifistische Absplitterung die USPD mit Eisner an der Spitze. [...]  

Der totale politisch/militärisch/soziale Scherbenhaufen des Winters 1918/19 war das Erbe des Großmachtwahns der Feldmarschälle und Monarchen.

Das Kabinett unter Ministerpräsident Kurt Eisner mit dem Innenminister Erhard Auer und Albert Roßhaupter, die sich auf den eigentlichen Ordnungsfaktor in München, die Arbeiterräte, stützen konnte, hat Bayern einen Winter lang vor dem totalen Chaos bewahrt.

Das wahre Chaos begann erst, als der rechtsradikale Offizier Graf Arco den Pazifisten Kurt Eisner am 21. Februar 1919 auf offener Straße ermordete. [...]“.

20. November 1993

München * Die U 2 zweigt nun vom Scheidplatz zur Dülferstraße ab. 


Verwendet in Führung:

06. Die nördliche Au



Karl-Valentin-Geburtshaus, Heimatpfleger