21. April 1997

Die Fundamentierungsarbeiten am „Karl-Valentin-Geburtshaus“ beginnen

Au * Beginn der Fundamentierungsarbeiten am „Karl-Valentin-Geburtshaus“ in der Zeppelinstraße 41. 


1997

Suchbegriffe

Karl-Valentin-Geburtshaus, Fundamentierung,

Personen

Schmidt Klaus Dipl.-Ing.

Weitere Ereignisse im Jahr 1997

1997

Karlsruhe * Die letzten Asservate des „Wiesn-Attentats“, wie Bombensplitter und Körperteile, die sich keinem Opfer zuweisen lassen, werden vernichtet. 

Bei geklärten Fällen ist das gängige Praxis.

1997

Untergiesing* Neben dem „Fassadenpreis“ erhält Alfons Scharf auch die „Bayerische Denkmalschutzmedaille“ für sein Haus „Am Mühlbach 4a“.

1997

Thalkirchen * Das „Kraftwerk Süd“ wird aus wirtschaftlichen Gründen abgestellt.

1997

Isarvorstadt * Das „Badehaus“ der „Deutschen Eiche“ wird erweitert.

Auf vier Etagen und 1.400 Quadratmeter finden sich eine finnische Sauna, Salzsauna, Whirlpool, ein großes Dampfbad, Duschbereich, Massageräume, Solarium, Dachgarten, Wintergarten, TV-Räume, Einzel- und Exklusivkabinen und ein gemütlicher Bewirtungsbereich.

Im Keller geht es zur Sache. Es gibt „Darkrooms“, in denen sich Paarungswillige vergnügen können.

In einer Ecke gibt es eine Wand mit Löchern, sogenannte „glory holes“, für „Oralverkehr“ - und vieles mehr.

1997

Obergiesing * Der kleine Dachreiterturm auf der „Heilig-Kreuz-Kirche“ wird neu hochgezogen.

Er beherbergt eine Bronzeglocke, die in einem Stahlglockenstuhl aufgehängt ist.

17. Januar 1997

Au * Der Dipl. Ing. Klaus Schmidt stellt den Antrag auf Sanierung des „Karl-Valentin-Geburtshauses“ in der Zeppelinstraße 41. 

24. Februar 1997

Graggenau * In der „Rathaus-Galerie“ wird die „Wehrmachtsausstellung“ eröffnet. 

90.000 Münchnerinnen und Münchner werden die Ausstellung besuchen.

Peter Gauweiler, der Münchner CSU-Vorsitzende, verschickt an alle Münchner Haushalte einen Brief, in dem er schreibt: „Den Ausstellern wird vorgeworfen, dass sie deutsche Soldaten [...] generell herabwürdigen und faktisch auf eine Stufe mit Kriegsverbrechern stellen.
[...] Eine pauschale Verurteilung ist ein Schlag von Millionen Familien, die im Krieg ihren Vater, Bruder, Sohn oder Ehemann verloren haben und eine späte absichtsvolle Demütigung zahlloser Männer, die ehrenhaft gekämpft hatten“
.  

Statt an der Eröffnungsfeier der „Wehrmachtsausstellung“ teilzunehmen, legt Peter Gauweiler mit Gleichgesinnten am „Grabmal des Unbekannten Soldaten“ im „Hofgarten“ einen Kranz nieder. 

Um April 1997

Haidhausen * Der Zustand des Brunnens am „Bordeauxplatz“ ist ein so erbärmlicher, dass das Becken abgebrochen und völlig neu aufgebaut werden muss.  

Da das Becken in seiner Entstehungszeit „in den Dreck gebaut” worden ist, versickern von den 15.000 Kubikmetern Wasser, die pro Saison hier verbraucht werden, gut die Hälfte im Erdreich.
Ein Riss geht durch den Rehbock, dem zudem sein Geweih abhanden gekommen ist.  

Damit der „Bordeauxplatz“ seine auf alten Fotos verbürgte Ursprünglichkeit zurückgewinnt, beginnt man mit umfangreichen Umbauarbeiten.  

Die Grundstruktur des Platzes konnte über die Jahrzehnte im Wesentlichen erhalten werden.  
Nur die Wege waren breiter geworden und betongepflastert.  
Sie sollen wieder zu schmalen Sandwegen umgestaltet werden.  

Die Parkbänke waren nach innen gerückt, weg vom Straßenverkehr, dafür aber mit dem Rücken zu den Flaneuren.  
Auch sie sollten wieder an ihren ursprünglichen Platz rücken.  

Daneben muss der nach über 120 Jahren lückenhaft gewordene Baumbestand erneuert werden, wobei die ersten Ulmen schon seit dem Jahr 1989 einer Abholzaktion zum Opfer fielen, da die weltweit auftretenden Fäulnisbakterien auch vor diesem historischen Ensemble keinen Respekt hatten.  

Als Ersatz pflanzte man zunächst einreihig Linden nach, „damit der Platz nicht allzu stark unter dem Schattendruck leidet“.  

Spätestens seit der Entdeckung des „Ozonlochs“ weiß man den Schatten wieder zu schätzen, weshalb die Linden aus den 1990er Jahren zusammen mit den neuen Bäumen eine doppelreihige Allee rings um den Platz ergeben haben.  

Der neu geschaffene Spielplatz entspricht zwar nicht dem ursprünglichen Erscheinungsbild - aber dem Bedürfnis der Eltern. 

19. Juni 1997

Au * Die Baugenehmigung des „Referats für Stadtplanung“ für das „Karl-Valentin-Geburtshaus“ in der Zeppelinstraße 41 liegt vor. 

1. Juli 1997

Au * Die Bauarbeiten am „Karl-Valentin-Geburtshaus“ in der Zeppelinstraße 41 beginnen. 

Oktober 1997

Berlin * Das Berliner „Kulturkaufhaus Dussmann“ umgeht mit der „Prokuristenregel“ das „Ladenschlussgesetz“.

„Leitende Angestellte“ dürfen in der Hauptstadt auch außerhalb der gesetzlichen Öffnungszeiten arbeiten. Dussmann hat fortan wochentags bis 22.00 Uhr sowie an sechs Sonntagen im Jahr geöffnet.

9. November 1997

Giesing * Eröffnung der südlichen U-Bahn-Streckenverlängerung der U 1 zum Mangfallplatz. 

9. Dezember 1997

Berg am Laim * Das „Technische Rathaus“ an der Friedensstraße 40 kann sein „Richtfest“ feiern. 

Dabei sagt „Baureferent“ Horst Haffner: „Es entsteht kein protziger Verwaltungsbau, aber auch kein trauriger Behördensilo“.
Neben den 1.162 Büros, in denen rund 1.800 Beschäftigte arbeiten, befinden sich ein Kindergarten, eine Krippe, eine Kantine und eine Cafeteria. 

Auf dem Dach des 63 Meter hohen Turms wird ein Rotor mit einem Durchmesser von zwölf Metern angebracht.
Er hat ein Gewicht von sechs Tonnen und erzeugt eine elektrische Energie von vierzig Kilowatt.

Das „Windrad“ kommuniziert mit einer sich drehenden Landschaft im Innenhof des „Technischen Rathauses“.
In einer Stunde eine Runde. 

Das „Windrad“ entsteht als „Kunst am Bau und im öffentlichen Raum“.
Auch dazu wird ein internationaler Wettbewerb ausgelobt.
Fünfzehn renommierte Künstler haben ihre Vorschläge eingereicht.
Den Zuschlag hat der Entwurf des „Studios Vito Acconci“ aus New York erhalten.


Verwendet in Führung:

06. Die nördliche Au
12. Auf den Spuren eines Genies - Karl Valentin



Karl-Valentin-Geburtshaus, Fundamentierung
Schmidt Klaus Dipl.-Ing.