22. Mai 1874

Erhard Auer wird in Dommelstadl bei Passau geboren

Dommelstadt * Erhard Auer wird in Dommelstadl bei Passau geboren. 


1874

Suchbegriffe

Dommelstadl, Passau,

Personen


Weitere Ereignisse im Jahr 1874

1874

Italien * Leonhard Romeis schließt nach seiner Ausbildung an der „Kunstgewerbeschule“ einen 15-monatigen Studienaufenthalt in Italien an.

Finanziert wird die Reise von der „Maximiliansstiftung für kunstgewerbliche Ausbildung“.

1874

München-Maxvorstadt * In seinem Testament legt Adolf Friedrich von Schack fest, dass seine Sammlung nach seinem Tod in das Eigentum des deutschen Kaisers übergehen, aber auf Dauer in München und für die öffentlichkeit zugänglich sein soll.

1874

München-Englischer Garten - Tivoli * Die „Kunstmühle Tivoli“ wird neu erbaut und im Jahr darauf bereits erweitert.

1874

München-Haidhausen * Rechtzeitig zum Beginn des neuen Schuljahres wird das neue „Schulhaus an der Kirchenstraße“ seiner Bestimmung übergeben.

1874

München-Kreuzviertel * Zum Andenken an Joseph Anton Ritter von Maffei nennt der Magistrat die „Fingergasse“ auf den Namen dieser außergewöhnlichen bayerischen Unternehmerpersönlichkeit um.

1874

München-Untergiesing - München-Isarvorstadt * Obwohl der ehemalige „Werksteg“ an der Stelle der heutigen „Wittelsbacherbrücke“ aus Statikgründen nur von Fußgängern benutzt werden darf, wird auf der Brücke - verbotenerweise, aber verständlich - geritten, gefahren und das Vieh getrieben.

Doch nicht nur deshalb muss ein Überweg gebaut werden, der den Anforderungen angepasst ist.

Für Giesing ist eine Verkehrsanbindung dringendst erforderlich, weshalb mit dem Bau einer eisernen Fachwerkskonstruktion begonnen wird.

1874

München * Nach dem erfolgreichen Verlauf des „Siebzigerkrieges“ und der „Reichsgründung“ kommt es zur Hinwendung des Bürgertums und der Arbeiterschaft zur Armee; und selbst sozialdemokratisch geprägte Arbeiter sind stolz auf ihre „aktive“ Dienstzeit.  

In der Folge kommt es zur Gründung von militärischen Vereinen, wie der „Münchner Gesellschaft der Offiziere des Beurlaubtenstandes“ von 1879, aber auch einer Reihe von „Krieger- und Veteranenvereinen“.

Den Dachverband für den überwiegenden Teil dieser Vereine bildet der im Jahr 1874 gegründete „Bayerische Veteranen-, Krieger- und Kampfgenossenbund“, der bis zum Jahr 1899 im gesamten „Königreich Bayern“ 2.573 Einzelvereine mit knapp 190.000 Mitgliedern umfasst.

Die „Kriegervereine“ werden bei ihrer Gründung auch als ein „Bollwerk gegen die sozialdemokratischen Umtriebe“ verstanden.  

Vollkommen unnötig. Denn so mancher „Fürstenfeind“, der beizeiten durchaus lautstark und öffentlich den „Umsturz“ verkündete, schmettert zur rechten Zeit „ein bayerisches Soldatenlied voller martialischer Treue zum angestammten Herrscherhaus“

1874

München * Carl von Linde baut bei der Münchner „Spatenbrauerei“ die zweite, mit „Ammoniak“ betriebene „Kältemaschine“, die alle Erwartungen erfüllt.

Damit wird der Brauprozess berechenbarer und die Kosten kalkulierbarer.

Ab 1874

München * Die Planungen für eine „zentrale Wasserversorgung“ beginnen.

1874

München-Haidhausen - Berg am Laim * Die „Bergerstraße“ wird in „Berg-am-Laim-Straße“ umbenannt.

1874

Bogenhausen - München-Haidhausen * Das neue Bogenhausener Schulhaus für rund 200 Schüler wird fertig gestellt.

Es ist bald zu klein, weshalb die älteren Kinder in die Haidhauser „Kirchenschule“ ausweichen müssen.

1874

München-Graggenau * Die „Stadtverwaltung“ bezieht das „Neue Rathaus“.

1874

München * Eduard Theodor Grützner heiratet die um sieben Jahre jüngere Barbara Link.

Sie bringt zwei Jahre später die gemeinsame Tochter Barbara zur Welt, die in verschiedenen Akten auch mit dem Kosenamen „Babette“ eingetragen wird.

Im Jahr 1874

München * Auf Betreiben des Münchner „Polizeidirektors“ Max Freiherr von Feilitzsch wird der „Sozialdemokratische Verein“ aufgelöst. 

Von 1875 bis 1878 werden 568 Verfahren wegen „geheimer Verbindung und verbotener Affiliation“ eingeleitet. 

1874

Berg am Laim * Der Berg am Laimer „Maurermeister“ Joseph Behringer betreibt im Münchner Osten den ersten „Ringofen“.

1874

München * Nachdem Prinz Otto von Bayern partout nicht sterben will, attestieren ihm die Ärzte „Paranoia“

Darunter versteht man zu dieser Zeit „Geistesstörungen mit Sinnestäuschungen, Wahnvorstellungen und Beziehungsideen, Verfolgungs- und Größenideen“

Ab 1874

Rheinpfalz * Ludwig Thoma wohnt bis 1876 bei seinem Onkel in der Rheinpfalz. 

1874

München-Maxvorstadt * Die Arbeiten an der „Baron Schack‘schen Gallerie“ sind abgeschlossen.

Die „Münchner Stadtchronik“ schildert die nahe Vollendung des Gebäudes so: „Er verspricht eine der bemerkenswertesten Zierden Neu-Münchens zu werden. Die Facade dieses Baues ist im Spätrenaissance-Styl gehalten, die ursprünglich einen zwar überaus reichen und eigentümlichen, aber etwas unruhigen Eindruck machte, hat in letzter Zeit an Einheit und Harmonie wesentlich gewonnen“.

Und tatsächlich ist es Lorenz Gedon gelungen, mit dem Gebäudekomplex den ersten privaten Neo-Renaissance-Bau in München zu erstellen. Weil er damit einen Stil schafft, den es in München bisher so nicht gibt, kommen Besucher aus ganz Deutschland und aus Wien, um sich zu informieren, den Bau zu bewundern oder einen Auftrag in Gedons Stil zu vergeben.

Lorenz Gedons Werk wird - trotz der zum Teil erheblichen Kritik besonders aus den Reihen der Architekten - die Fassadengestaltung vieler nachfolgender Bauten nachhaltig beeinflussen.

Januar 1874

München * Georg Dollmann übernimmt die Aufgaben des „Hofbaudirektors“ Eduard von Riedel. 

Januar 1874

München-Maxvorstadt„Theaterdirektor“ Emil Weinberger gründet das „Volkstheater in der Leopoldstadt“ in der Senefelderstraße.

21. Januar 1874

Schloss Linderhof * König Ludwig II. ordnet den Abbruch des „Königshäuschen“ im Graswangtal an. 

Das „Schloss Linderhof“ entsteht damit in seiner endgültigen Form.

Februar 1874

München * Die „Kgl. Polizeidirektion“ als genehmigende Aufsichtsbehörde lehnt die „Pferdeeisenbahnlinie“ aus „verkehrstechnischen Gründen“ ab,

  • da sich in der Innenstadt „eine große Zahl von Industriellen niedergelassen habe, denen Tag für Tag große Quantitäten Waren auf umfangreichen Transportmitteln zugeführt werden,
  • da ferner die Straßenkörper noch zu speziellen Verrichtungen, wie Holzmachen, Entleerung von Abortgruben, Beladen von Möbelwagen, ununterbrochen in Anspruch genommen werden müssen“.  

Doch die Idee für eine „Münchner Pferdeeisenbahnlinie“ war dennoch nicht mehr auszulöschen. 

13. März 1874

München-Ludwigsvorstadt * Die Münchner Sozialdemokraten organisieren ein stark besuchtes „Arbeiter-Massenfest zur Feier der Pariser Commune“ in den Räumlichkeiten der „Centralhalle“.

22. März 1874

Augsburg * Das Augsburger „Stadttheater“ wird vom Feuer zerstört.

Um August 1874

Bogenhausen * Durch das Fehlen der Isarbrücke bei Bogenhausen geht die Zahl der Münchner Ausflügler stark zurück.

Die Gemeinde Bogenhausen finanziert deshalb den Bau einer Eisenbrücke selbst.

1. August 1874

München-Graggenau * Der im Neubau des Münchner Ratshauses eingebaute „Ratskeller“ wird der Öffentlichkeit übergeben.

Die Weinkarte umfasst 231 Weine aus aller Welt.

Die Stadtgemeinde wird zum größten „Weinwirt“ Münchens.
Der Pächter wird verpflichtet, bis zu 6 Sorten „Regiewein“ zu einem vom Stadtmagistrat festgelegten Preis abzugeben.

8. August 1874

München-Au * Unter der Bauherrschaft des „bürgerlichen Tapezierermeisters“ Karl Falk wird von den „Maurermeistern Muckenthaler & Sepp“ an das vier Fensterachsen umfassende Wohnhaus in der Entenbachstraße 63 ein Neubau mit drei Fensterachsen angefügt. 

September 1874

München-Theresienwiese * König Ludwig II. lässt sich letztmals auf dem „Oktoberfest“ blicken. 

Bis zu seinem Tod am 13. Juni 1886 meidet er die „Wiesn“.

7. September 1874

München-Graggenau * Erstmals tagt der „Münchner Stadtmagistrat“ in einem provisorisch ausgestatteten Saal im 3. Stock des „Neuen Rathauses“.

1. Oktober 1874

München-Englischer Garten - Hirschau * Die 1.000. Lokomotive verlässt das „Maffei-Werk“ in der „Hirschau“.

12. Oktober 1874

Waltenhofen * Die Königin-Mutter Marie tritt in Waltenhofen zum römisch-katholischen Glauben über. 

1. November 1874

Wien * Der 300.000 Gräber und 240 Hektar umfassende „Wiener Zentralfriedhof“, und damit „Europas größter Totenacker“, wird eingeweiht. 


Verwendet in Führung:

35. Revolution, Räterepublik & Weißer Terror



Dommelstadl, Passau
Auer Erhard Innenminister