20. Mai 1882

Italien schließt sich dem „Zweibund“ Deutschland und Österreich-Ungarn an

Wien * In Wien schließt sich Italien dem „Zweibund“ Deutschland und Österreich-Ungarn an.  

Damit entsteht der „Dreibund“


1882

Suchbegriffe

Zweibund, Dreibund, Österreich-Ungarn, Deutsches Reich, Italien, Wien,

Weitere Ereignisse im Jahr 1882

1882

Magdeburg * Leonhard Romeis lehnt eine Berufung als „Direktor der Kunsthandwerkerschule der Stadt Magdeburg“ ab.

1882

Bogenhausen * Joseph Selmayr junior wird mit 32 Jahren „Bürgermeister“ von Bogenhausen.

Der „Eingemeindungsbürgermeister“ bringt es noch zum „Landrat von Oberbayern“ und zum „Königlichen Kommerzienrat“.

1882

Maxvorstadt * Die „Ostbahnhalle“ beim „Centralbahnhof“ wird abgerissen.

1882

Au - Untergiesing * Im Gasthaus „Neudeck“ wird der traditionsreichste Giesinger und Auer Sportvereins, der „TSV Turnerbund“, gegründet.

An der Pilgersheimerstraße 11, dort wo sich heute das „Obdachlosenasyl“ erhebt, stand bis in die Zeit des „Zweiten Weltkriegs“ die Halle des Sportvereins.

1882

Berlin * Das „Neuguinea-Konsortium“ wird gegründet, um den nordöstlichen Teil der Insel zu erwerben.

„Neuguinea“, die größte melanische Insel ist das erste konkrete „Kolonialobjekt“

1882

Isarvorstadt * Im Haus in der Reichenbachstraße 13, in dem sich heute die „Deutsche Eiche“ befindet, ist ein Gastwirtschaft untergebracht.

Der Name „Deutsche Eiche“ entstand nach der „Reichsgründung“ 1870/71 und sollte „Nationalstolz sowie Recht und Ordnung“ demonstrieren.

1882

Graggenau * Für die evangelischen Schulkinder des Münchner Ostens ist die protestantische „Schule an der Herrnstraße“ zuständig. 

Lediglich den Kindern des ersten und des zweiten Schuljahres ist es wegen der Länge und Gefährlichkeit des Schulweges gestattet, die entsprechenden Klassen in einer katholischen Schule zu besuchen. 

Von diesem Entgegenkommen machen jedoch nur wenige Schüler Gebrauch, da die Mehrzahl der Eltern befürchtet, ihre Kinder würden von dem „katholischen Geist dieser Klassen“ negativ beeinflusst werden und nehmen deshalb lieber den Weg in die Stadt in Kauf. 

1882

München * Franz Lenbach wird in den „persönlichen Adelsstand“ gehoben.

1882

Untergiesing * Die „Bayerische Hypotheken- und Wechselbank“ verkauft die „Giesinger Kunstmühle“ an die „Kunstmühle Bavaria AG“.

1882

Maxvorstadt * Oskar von Miller organisiert die „Internationale Elektrizitäts-Ausstellung“.

Sie findet im „Glaspalast“ statt.

Die Sensation ist die übertragung von Gleichstrom von Miesbach nach München. Der in 57 Kilometern erzeugte Strom treibt im Ausstellungsgebäude einen Motor an, der wiederum einen Wasserfall in Gang setzt.

1882

Schwabing * Coletta Möritz heiratet den Schwabinger Gastwirt Franz Xaver Buchner.

9. März 1882

Haidhausen * Eduard Theodor Grützner stellt einen Bauantrag für seine „Künstler-Residenz“, nachdem er zuvor das Anwesen des „Realitätenbesitzers“ Wilhelm Wiesinger in der Praterstraße 7 und 8 gekauft hat.  

Josef Wiedmann wird darin als „Baumeister“ und Leonhard Romeis als „Architekt“ benannt.

1. Mai 1882

Untergiesing * Mit der Gründung des Vereins kann das „Marianum“ Mieträume im sogenannten „Eichthal-Schlößchen“ an der Pilgersheimerstraße beziehen und dort eine „gesunde, Licht und Luft reichlich bietende Heimat“ finden.

Die „Frauen von Maria-Stern“ aus Augsburg übernehmen das „Marianum“.
Die Klosterfrauen leiten die Anstalt und betreuen die Bewohnerinnen.

Das Ziel des Vereins „Marianum für Arbeiterinnen e.V.“ ist, den „Mädchen sittlichen Halt und Schutz zu bieten und sie in allen weiblichen Handarbeiten zu unterrichten, teils um sie tüchtig auszurüsten für den hauslichen Beruf, teils um ihnen die Möglichkeit zu eröffnen, als Arbeiterinnen sich selbst zu ernähren“.
Letzteres gilt besonders für die körperlich behinderten Heimbewohnerinnen.

16. Mai 1882

Haidhausen * Eduard Theodor Grützner gibt den Abriss der beiden Wiesinger-Gebäude in der Praterstraße 7 und 8 bekannt.

4. Juni 1882

Au * Valentin Ludwig Fey wird als Sohn des Tapeziermeisters Johann Valentin Fey und seiner Ehefrau Johanna Maria in der Entenbachstraße 64/I, heute: Zeppelinstraße 41, geboren.

10. Juni 1882

Ludwigsvorstadt * Valentin Ludwig Fey wird in der „Matthäuskirche“ nach evangelischem Ritus getauft.

Juli 1882

München * Die „Generaldirektion der königlichen Verkehrsanstalten“ beginnt in München mit dem Bau einer „Telephonanlage“

Doch auch jetzt hat die Landesregierung noch Bedenken und behält sich das Recht vor, die Anlage nach zwei Jahren wieder aufzulösen. 

Juli 1882

Theresienwiese * Auf der „Theresienwiese“ findet das „VII. Deutsche Bundesschießen“ statt.

Um den 15. August 1882

München * Die Bedenken der Landesregierung sind ausgeräumt, nachdem die Menge der eingegangenen Anmeldungen die Attraktivität des neuen Kommunikationsmittels „Telephon“ bewiesen haben.

Der erste Auftraggeber ist der Verleger und Schriftsteller Dr. Georg Hirth.
Ihm folgen weitere Geschäftsleute. 

16. September 1882

Maxvorstadt * Aufgrund einer Initiative Oskar von Millers, dem späteren Gründer des „Deutschen Museums“, findet im Münchner „Glaspalast“ die erste deutsche „Elektrizitätsausstellung“ statt.

Neben der Bogenlampe, der Glühlampe und der Anwendung des Dynamos können die Münchner das „Telephon“ als weitere technische Errungenschaft bewundern.
Dieses neuartige Kommunikationsmittel findet in München großen Anklang und zählt bald zu den wichtigsten Einrichtungen jeder werdenden Großstadt. 

27. Oktober 1882

Au * Max Fey, Karl Valentins Bruder, stirbt im Alter von 6 Jahren an der Diphtherie.

24. November 1882

Au * Karl Fey, der älteste Bruder von Karl Valentin, stirbt im Alter von 8 Jahren ebenfalls an der Diphtherie.

6. Dezember 1882

Frankfurt am Main * Der „Deutsche Kolonialverein“ tritt an die Spitze der kleineren und mittleren „Kolonialorganisationen“.

Er will durch gezielte Propaganda den „kolonialen Gedanken“ beleben und fasst die konkrete Einrichtung von „Handelsstationen“ als Ausgangspunkt für größere Unternehmungen ins Auge. 


Verwendet in Führung:

35. Revolution, Räterepublik & Weißer Terror



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