31. Oktober 1561

Verfassungsrechtliche Verbesserung durch den Albertinischen Rezeß

München * Mit dem Albertinischen Rezeß kommt es zu einer weiteren verfassungsrechtlichen Verbesserung für die Stadt München. Damit werden die Müller, Kalt- bzw. Kupferschmiede und die Bierbrauer der Gerichtsbarkeit der städtischen Obrigkeit unterstellt. Bis zu diesem Zeitpunkt hat dieser Personenkreis eine Sonderstellung eingenommen.  

Außerdem wird die vermutlich schon vorher tatsächlich ausgeübte Blutgerichtsbarkeit der Stadt durch Herzog Albrecht V. als gegeben hingenommen. Umgekehrt nimmt nun aber der Landesherr verstärkt Einfluss auf die Auswahl und die Besetzung der Stadtrichter. So muss sich der Stadtoberrichter als höchster städtischer Richter, bei seinem Amtsantritt erst den Blutbann vom Herzog übertragen lassen. Damit ist die Doppelbindung des obersten städtischen Juristen an Stadt und Herzog festgeschrieben. 


Sortierung 1561

Suchbegriffe

Albertinischer Rezeß, Blutgerichtsbarkeit, Blutbann, Müller, Kaltschmiede, Kupferschmiede, Brauer, Stadtoberrichter, Richter,

Personen

Albrecht V. Herzog

Weitere Ereignisse im Jahr 1561

1561

München-Kreuzviertel * Die „Jesuitenpatres“ erhalten für ihr „Gymnasium“ einen Neubau.

Das vorläufige Unterrichtsgebäude für das Münchner „Jesuiten-Colleg“ wird vom „Provinzial der Oberdeutschen Ordensprovinz“, Petrus Canisius, eingeweiht.

Die „feine neue Residenz“ befindet sich etwa an der Stelle des „Chores“ der heutigen „Michaelskirche“.

1561

Herzogtum Baiern * Bereits während der Regierungszeit des Baiernherzogs Albrecht V., wird in Altbaiern der Versuch unternommen, Maulbeerbäume anzupflanzen.

Nennenswerte Erfolge bleiben seinerzeit allerdings aus. Jedenfalls wird von einem nutzbringenden Erfolg später nicht mehr berichtet. 

Ab 1561

Ingolstadt * Nach der Vermessung des Landes arbeitet Philipp Apian an der Ausarbeitung der großen „Baiernkarte“

31. Oktober 1561

München * Im sogenannten Albertinischen Rezeß wird der Grenzverlauf des Münchner Burgfriedens neu festgelegt und dabei das rechtsisarische Gebiet erheblich erweitert. Herzog Albrecht V. bestimmt, dass der „Wasserturm und der Farthweg auf dem Gasstach“ zum Münchner Burgfrieden gehören soll.


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Sucbegriffe: Albertinischer Rezeß, Blutgerichtsbarkeit, Blutbann, Müller, Kaltschmiede, Kupferschmiede, Brauer, Stadtoberrichter, Richter
Personen: Albrecht V. Herzog