25. November 1915

Albert Einstein trägt seine Relativitätstheorie vor

Berlin * Albert Einstein trägt in der Preußischen Akademie der Wissenschaften den Kern seiner Allgemeinen Relativitätstheorie vor. 


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Einstein Albert Mathematiker

Weitere Ereignisse im Jahr 1915

1915

München-Ludwigsvorstadt * Das „Panorama“ an der Theresienhöhe 2a brennt ab.

1915

München-Maxvorstadt * Die „Klopfer-Villa“ an der Brienner Straße 41 gehört einer „Öffentlichen Anstalt für Volks- und Lebensversicherungen“.

1915

München-Au * Aus der „Münchner Hefeverwertungs-Gesellschaft“ gehen die „Cenovis-Werke“, eine „Nahrungsmittelfirma“, hervor. 

„Generaldirektor“ ist der jüngere Sohn des „Unionsbrauerei-Gründers“, Julius Schülein.

„Cenovis" bezeichnet eine „eiweißreiche Kraftnahrung“.
Der Firmenname setzt sich zusammen aus „cena“ = die Mahlzeit, „ovum“ = das Ei und „vis“ = die Kraft. 

Die „Cenovis-Werke“ übernehmen die Brauereigebäude der „Münchner-Kindl-Brauerei“ an der Rosenheimer Straße.

1915

München-Hackenviertel * Prinzregent Ludwig III. wird mit seiner Gattin Maria Theresia bei ihrem Kinobesuch in Carl Gabriels „Sendlingertor-Lichtspielen“ gefilmt.

Seither ist das Kino „hoffähig“.

1915

Dresden * In Dresden wird der Deutsche Seidenbauverband gegründet. In seinem Leitfaden für die deutsche Seidenraupenzucht stellt er - den früheren Misserfolgen zum Trotz - fest:

  1. Der Maulbeerbaum gedeiht in Deutschland vorzüglich.
  2. Die damit gezüchteten Raupen liefern eine wertvolle Seide.

In einem Punkt unterscheidet sich der Deutsche Seidenbauverband dann aber doch von der früheren Euphorie, indem er feststellt, dass der Seidenbau keinesfalls eine „glänzende und gewinnbringende Erwerbsquelle für weite Volkskreise“ sein wird. Im Gegenteil, die Seidenraupenzucht muss als Liebhaberei und Nebenerwerb gesehen werden, ähnlich wie die Bienenzucht

1915

München * Auch in München wird eine Ortsgruppe des Deutschen Seidenbauverbandes gegründet. In einem gemeinsamen Flugblatt wird dazu aufgerufen, die Seidenzucht als Nebenerwerb für Kriegsinvalide zu fördern. Denn: „Es ist die Ehrenpflicht des deutschen Volkes, nun mit allen Kräften für die bedauernswerten Opfer des blutigen Ringens um unsere Freiheit und Kultur zu sorgen“.

Auch Zeitungsartikel und weitere Flugschriften werben für den Seidenbau und für die notwendige Geduld, denn „die Kartoffel hat anderthalb Jahrhunderte gebraucht, um all die törichten Vorurteile des Volkes gegen dies billigste und gesunde Nahrungsmittel zu überwinden“

Anfang 1915

München * Lena Christ beschreibt in ihrem im Jahr 1916 erschienenen Roman „Rumplhanni“ den Kriegsbeginn auf dem Lande: 

„[...] Kein Platz ist mehr zum Sitzen; die Bauern haben den Herrgottswinkel und das Ofeneck ausgefüllt, und an den übrigen Tischen hocken die Jüngeren und die Dienstigen.

Man redet vom Krieg. Und der eine meint: „Jano; s‘Belgien ham mir scho. s‘Frankreich ham mir aa scho glei; Paris kriagn man auf d‘Woch und s‘Rußland aufn Kirta.
Bis Allerheiling ham mir nachher an Engländer umbracht, und z‘Weihnachten sauf i mir mein Friedensrausch o.‘ -
‚Wenn dir der Italiener net ‘s Krüagl aus der Hand haut, deiweil!‘ meint der Meßmer von Niklasreuth; ‚woaßt, den Schlawiner tat i scheucha!‘

Aber, was!? Den Katzlmacha!‘ heißt‘s da; ‚den Polentafresser! Den Maronibruada möchst ferchten! Was willst denn! Was will denn der macha! Hat Ja grad oa Loch, wo er außi kann, der Italiener!‘ -
‚Und dees is zuapitschiert!‘ meint der Hauser. ‚Dees ham eahm d‘Östeireicher a so verpappt, daß er a Jahr braucht, bis er si durchefrißt!‘ Und so wird weiter disputiert und politisiert, bis Jeder voll ist und jeder genug hat [..]“
.

Und solange die militärischen Erfolge Bestand haben, kann der sogenannte „Burgfrieden“ in der Arbeiterschaft auch weiterhin erhalten bleiben.

1915

München * In Bayern wird eine „Landespreisstelle“ eingerichtet. 

Sie legt die Zuteilungen und die Höchstpreisbegrenzungen für rüstungswichtige Rohstoffe und Lebensmittel fest.

1915

Freimann * In Freimann entstehen die „Bayerischen Geschützwerke Fried. Krupp KG“ als Zweigstelle des „Krupp-Werkes“ in Essen.

Herbst ??? 1915

Karpaten - Ostfront * Bei den Kämpfen in den Karpaten kommen zwei bayerische „Schneeschuhbataillone“ zum Einsatz.

Auch an dieser Front rennen sich die deutschen Truppen fest.
Der entscheidende Durchbruch wird jedoch verfehlt.

1915

München-Au * Ludwig Weinberger sen. lässt an der ehemaligen Wohnung der Familie Fey im „Karl-Valentin-Geburtshaus“ in der Zeppelinstraße 41 einen Balkon anbringen. 

Der Hof wird teilweise überdeckt. 

1915

München * Die beiden Konsumvereine betreiben zusammen zwischen 60 und 70 Filialen auf Münchner Stadtgebiet. 

32,1 Prozent der Münchner sind Mitglied in einer Konsumgenossenschaft. 

1915

München * Dr. Fritz Gerlich schreibt für die „Süddeutschen Monatshefte“ von Professor Paul Nicolaus Cossmann.

Seit Frühjahr ??? 1915

München * Kurt Eisner ist davon überzeugt, dass das Deutsche Reich die Hauptschuld am Ersten Weltkrieg trägt.

Januar 1915

München * Die Bäcker müssen dem Brot ein Drittel Roggenmehl beifügen.

19. Januar 1915

Great Yarmouth - King's Lynn * Mit der Bombardierung der ostenglischen Städte Great Yarmouth und King‘s Lynn durch deutsche Zeppelin-Luftschiffe beginnen die regelmäßigen Luftangriffe auf Großbritannien.  

Es kommen vier Zivilisten ums Leben. 

23. Januar 1915

Karpaten - Ostfront * Die deutsch-österreichisch-ungarische Offensive in den „Karpaten“ beginnt. 

Sehr zum Ärger des österreichischen „Generalstabschefs“ Conrad von Hötzendorf wird die Offensive durch den deutschen „General“ Alexander von Lisingen geleitet.  

Die Russen belagern die „k.u.k.-Festung Przemyśl“, wo 130.000 Soldaten und 30.000 Zivilisten eingeschlossen und vom Hungertod bedroht sind.  

Bis Ende April 1915 wird die „k.u.k.-Armee“ rund 800.000 Mann verlieren [Tote, Verwundete, Vermisste und Gefangene]. 

25. Januar 1915

Berlin * In Deutschland wird die „Brotkarte“ eingeführt und damit die Versorgung mit Brot rationiert. 

Weitere „Lebensmittelkarten“ werden folgen. 

2. Februar 1915

München * Das „Stellvertretende Generalkommando“ gibt folgende Bekanntmachung heraus:

„Faschingstreiben und Starkbierausschank in der im Frieden üblichen Weise passen nicht in unsere Zeit. Ich bestimme deshalb auf Grund des Kriegszustandsgesetzes:

  • Faschingstreiben: Während des diesjährigen Faschings ist Faschingstreiben jeder Art, sowie der Verkauf von Karnevalsartikeln auf öffentlichen Plätzen und Straßen und in Wirthschaften, Kaffeehäusern usw. untersagt.
  • Starkbierausschank: Der bisher übliche Sonderausschank von Starkbier darf nur im gewöhnlichen Schankbetrieb und in den diesem Betrieb dienenden Räumen ausgeschenkt werden. Konzerte, Volksgesänge und sonstige Belustigungen sowie der Verkauf von Scherzartikeln sind hiebei verboten“
4. Februar 1915

Berlin - London * Das Deutsche Reich erklärt die Gewässer rings um Großbritannien zum Kriegsgebiet

7. Februar 1915

Masuren - Ostfront * Deutsche Truppen beginnen an der „Ostfront“ die „Winterschlacht von Masuren“

8. Februar 1915

USA * Der amerikanische „Ku-Klux-Klan“ wird als „Massenorganisation“ neu gegründet. 

9. Februar 1915

München-Lehel * Lion und Marta Feuchtwanger ziehen in die Prinzregentenstraße 6. 

16. Februar 1915

Reims * Beginn einer britisch-französischen Großoffensive in der Champagne, die Ende März ergebnislos abgebrochen wird. 

18. Februar 1915

Berlin * Rosa Luxemburg muss in Berlin eine einjährige Haftstrafe im Berliner Frauengefängnis in der Barnimstraße 10 antreten, zu der sie am 14. April 1914 verurteilt worden war. 

22. Februar 1915

Atlantik * Die deutsche Reichsregierung befiehlt den uneingeschränkten U-Boot-Krieges gegen Handelsschiffe Krieg führender und neutraler Staaten, die sich in diesem Bereich aufhalten. 

27. Februar 1915

Masuren * Nach der Winterschlacht in Masuren ziehen sich die Russen endgültig aus Ostpreußen zurück. 

Seit etwa ??? März 1915

Westfront - Ostfront * Bayerische Soldaten werden an allen Kriegsfronten eingesetzt.

20. März 1915

Berlin * Die SPD-Abgeordneten Karl Liebknecht und Otto Rühle stimmen im „Reichstag“ gegen den Etat und einen neuen „Kriegskredit“.  

Weitere 30 SPDler vermeiden die Abstimmung durch Verlassen des Sitzungssaales, darunter der SPD-Vorsitzende Hugo Haase. 

22. März 1915

Przemysl - Ostfront * In Przemysl in Galizien kapitulieren die österreich-ungarischen Truppen vor den russischen Streitkräften. 

28. März 1915

Wales * Ein deutsches U-Boot versenkt vor der Küste von Wales den britischen Passagierdampfer „Falaba“.  

104 Menschen ertrinken. 

April 1915

Charleville-Mézières - Pleß * Das Große Hauptquartier der Obersten Heeresleitung - OHL zieht von Charleville-Mézières in das Schloss Pleß in Oberschlesien. 

April 1915

Westfront * Ludwig Thoma hat sich als „Freiwilliger“ zum Dienst als „Sanitäter“ an der „Westfront“, später an der „Ostfront“ verpflichtet. 

3. April 1915

Rom * Italien kündigt den „Dreibund“ mit dem „Deutschen Reich“ und Österreich-Ungarn auf. 

10. April 1915

Paris - Lausanne * Das „Internationale Olympische Comitee“ verlegt - wegen der anhaltenden Kriegshandlungen - ihren Sitz von Paris nach Lausanne, in der neutralen Schweiz. 

13. April 1915

München * In der Magistratssitzung wird erklärt, dass die Kriegerfrauen sich von Woche zu Woche in einer unangenehmeren Situation befinden, weil die Mittel, die ihnen zugewiesen werden, nicht mehr den Wert repräsentieren, den sie haben sollen, um kaufen zu können, was sie notwendig brauchen. 

22. April 1915

Ypern - Westfront * Die Deutschen verwenden bei der „Schlacht von Ypern“ erstmals Giftgas.

26. April 1915

Rom - Paris - London - Petersburg * Italien verbündet sich mit Frankreich, Großbritannien und Russland gegen die „Mittelmächte“ Deutschland und Österreich-Ungarn.  

Die „Entente“ hat Italien in dem geheim gehaltenen „Londoner Vertrag“ bei Kriegsende große Gebietsgewinne in Aussicht gestellt. 

Der „Gebirgskrieg“ an der „Italienfront“ beginnt.

28. April 1915

Den Haag * Angeregt von Anita Augspurg, Lida Gustava Heymann und Aletta Jacobs beginnt in Den Haag der „Internationale Frauenfriedenskongress“

Mai 1915

München * Die Lebensmittelpreise sind seit August 1914 um 31 Prozent gestiegen.

1. Mai 1915

Berlin - Wien * Die „Mittelmächte“ (Deutsches Reich und Österreich-Ungarn) starten Angriffe an der Ostfront.

5. Mai 1915

Gorlice-Tarnów​ - Ostfront * Die Truppen der „Mittelmächte“ durchbrechen  - unterstützt von der „11. Bayerischen Division“ - die russischen Stellungen bei Gorlice-Tarnów. 

7. Mai 1915

Irland * Ein deutsches U-Boot versenkt vor der Südküste Irlands den britischen Passagierdampfer „Lusitania“.  

In nur 18 Minuten sinkt das Schiff. 1.198 Menschen sterben, darunter 128 US-Amerikaner.
Nur 761 Passagiere können gerettet werden.  

Amerikanische Proteste bewirken die vorübergehende Einstellung des „Uneingeschränkten-Boot-Krieges“ des „Deutschen Reiches“

9. Mai 1915

München-Au * In Gegenwart von König Ludwig III. findet die Grundsteinlegung für die „St.-Wolfgangskirche“ statt. 

10. Mai 1915

Gorlice - Tarnów * Durchbruchsschlacht von Gorlice-Tarnów. 

10. Mai 1915

München-Lehel * Lion und Marta Feuchtwanger ziehen in die Thierschstraße 14/IV. 

23. Mai 1915

Rom - Wien * Italien erklärt Österreich-Ungarn den Krieg und tritt als Verbündeter der Entente in die Kampfhandlungen ein. 

27. Mai 1915

Konstantinopel * Das türkische Parlament verabschiedet ein Deportationsgesetz gegen die Armenier. Die Umsiedlungskampagne wird zum Tod von 600.000 bis 1.800.000 Zivilisten führen und wird als Völkermord an den Armeniern bezeichnet.

Das Gesetz tritt am 1. Juni 1915 in Kraft und gilt bis zum 8. Februar 1916. 

??? Juni 1915

Przemysl - Ostfront * Die Regimenter des „II. Reservekorps der bayerischen Armee“ erstürmen die „Festung Przemysl“ in Galizien.

1. Juni 1915

München-Ludwigsvorstadt * Karl Valentin und Liesl Karlstadt übernehmen gemeinsam die Direktion des Kabarett Wien-München im Hotel Wagner in der Sonnenstraße. Das Engagement dauert bis 15. Dezember 1916. Das sind fast eineinhalb Jahre. 

6. Juni 1915

Nürnberg * König Ludwig III. fordert in seiner sogenannten „Kanalrede“ - vor dem im Jahr 1891 gegründeten Bayerischen Kanalverein - als Kriegsziel für das Deutsche Reich einen „direkten Ausgang vom Rhein zum Meer“.  

Reichskanzler Theobald von Bethmann Hollweg befürchtet durch diese offen vorgetragene Annexionspolitik des bayerischen Königs eine Verärgerung des neutralen Holland, weshalb die Forderung in der Veröffentlichung der Bayerischen Staatszeitung abgeschwächt wird. 

8. Juni 1915

Berlin * Auf Druck der Reichsregierung unter Theobald von Bethmann Hollweg wird die Kanalrede von König Ludwig III. nur in abgeschwächter Form abgedruckt. Forderte der Bayernkönig zwei Tage zuvor noch als Kriegsziel „einen deutschen Zugang vom Rhein zum Meer“, so ist jetzt nur mehr von einer „günstigeren Wasserstraßenverbindung von Mittel- und Süddeutschland zum Meer“ die Rede.

Reichskanzler Bethmann Hollweg hat eine Verärgerung des neutralen Holland durch die königlichen Annexionspläne befürchtet. 

16. Juni 1915

München - Berlin * König Ludwig III. teilt Reichskanzler Theobald von Bethmann Hollweg mit, er sei „scharf verstimmt“ über die „Flaumacherei und Schlappheit“ der deutschen Außenpolitik. Man soll in Berlin keinesfalls seine Energie und Willenskraft in der Annexionsfrage unterschätzen. 

17. Juni 1915

München * Karl Valentins Ehefrau Gisela Fey ist bis 2. Mai 1916 an einem anderen Wohnort gemeldet.

19. Juni 1915

Leipzig * Die SPD-Politiker Hugo Haase, Eduard Bernstein und Karl Kautsky veröffentlichen in der Leipziger Volkszeitung ein Manifest gegen den Krieg. Daraufhin wird das Erscheinen der Zeitung für mehrere Tage verboten. 

20. Juni 1915

Berlin * In der sogenannten „Intellektuellen-Denkschrift“ verlangen zahlreiche Professoren und Intellektuelle - darunter 136 Bayern - eine Kriegszielpolitik, die dem Deutschen Reich Industriegebiete im Westen und Siedlungsland im Osten bringt.

23. Juni 1915

Isonzo-Schlacht * Die erste Isonzo-Schlacht zwischen Italien und Österreich-Ungarn beginnt. 

26. Juni 1915

Berlin - München * Kaiser Wilhelm II. ernennt Bayerns König Ludwig III. zum preußischen Generalfeldmarschall

4. Juli 1915

Lille - München * In Hinblick auf die Ernennung seines Vaters, König Ludwig III., zum preußischen Generalfeldmarschall schreibt ihm Kronprinz Rupprecht aus seinem Kriegsstandort in Lille die Zeilen:

„Auszeichnungen sind billiger wie irgendwelche sachlichen Zugeständnisse und es dünkt mir, wie wenn an maßgebender Stelle ein immer schärferer unitaristischer [= Stärkung der Zentralmacht] oder vielmehr preußischer Wind wehe“

9. Juli 1915

Deutsch-Südwestafrika * Die Kolonie Deutsch-Südwestafrika kapituliert vor den Südafrikanern. 

13. Juli 1915

Wünsdorf * Am Beginn des islamischen Ramadans wird in Wünsdorf nahe Berlin die erste Moschee auf deutschem Boden feierlich eingeweiht. 

15. Juli 1915

Hamburg * Beim Sportfest des Hamburger Leichtathletikverbandes wird Handgranatenwerfen als neue Sportdisziplin eingeführt.

??? August 1915

München * Liesl Karlstadt tritt als „chinesischer Salonkomiker“ auf.

„Mantsche, Mantsche, Pantsche ...“.

5. August 1915

Warschau * Die Armeen der Mittelmächte erobern Warschau.

14. August 1915

Ägäis * Ein deutsches U-Boot versenkt in der Ägäis das mit 1.700 Mann besetzte englische Truppentransportschiff „Royal Edward“

19. August 1915

Irische Küste * Ein deutsches U-Boot versenkt das britische Passagierschiff „Arabic“

20. August 1915

Rom - Konstantinopel * Italien erklärt dem „Osmanischen Reich“ den Krieg. 

5. September 1915

Mogilew * Zar Nikolaus II. übernimmt den Oberbefehl über die russischen Streitkräfte aufgrund  

  • der militärischen Niederlagen,
  • der Versorgungsnot im Reich,
  • der Arbeiteraufstände und
  • der Meutereien der Soldaten. 
6. September 1915

München * Franz Josef Strauß, der spätere Bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende, wird in München geboren. 

6. September 1915

Sofia * Bulgarien verbündet sich mit den Mittelmächten Deutschland und Österreich-Ungarn. Der bulgarische König Ferdinand I. erhofft sich dadurch nach dem Krieg Gebietszuwächse. 

11. September 1915

London * Deutsche Zeppelin-Luftschiffe bombardieren London. 

14. September 1915

Konstantinopel - Berlin - Wien * Das „Osmanische Reich“ tritt den „Mittelmächten“ bei. 

18. September 1915

Atlantik * Einschränkung des deutschen U-Boot-Handelskriegs

18. September 1915

Wilna * Deutsche Truppen können die litauische Stadt Wilna erobern. 

22. September 1915

Champagne * Herbstoffensive der Entente in der Champagne, die nach sechs Wochen abgebrochen wird. 

25. September 1915

München-Theresienwiese * Eigentlich müsste das Oktoberfest beginnen. Es fällt diese Jahr aber erneut kriegsbedingt aus. 

30. September 1915

Ostfront * Nach den im Frühsommer begonnenen deutsch-österreichischen Offensiven müssen sich die russischen Truppen aus Polen, Litauen und großen Teilen Kurlands zurückziehen. 

Oktober 1915

München * Die schlechte Ernte verschärft die unzureichende Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln.

Um ??? Oktober 1915

Tirol * Um die österreichische Front in Tirol gegen Italien zu verstärken, wird aus dem „Bayerischen Leibregiment“, einem „Gebirgsjägerregiment“ und zwei „Jägerregimenter“ das „Deutsche Alpenkorps“ gebildet.

8. Oktober 1915

Belgrad * Deutsche und österreichisch-ungarische Truppen erobern die serbische Hauptstadt Belgrad. 

9. Oktober 1915

Belgrad * Die österreichisch-ungarische Armee erobert die serbische Hauptstadt Belgrad zurück.

10. Oktober 1915

Chemnitz * Mit den sogenannten Butterkrawallen beginnt in Chemnitz die erste größere Antikriegsbewegung

23. Oktober 1915

Libau * Ein britisches U-Boot versenkt das deutsche Kriegsschiff „Prinz Adalbert“ mit 672 Mann Besatzung.  

Nur drei Überlebende werden gezählt. 

November 1915

München * Das „Bayerische Kriegsministerium“ macht die Regierung auf Aktivitäten „pazifistischer Gruppen“ und auf die „Frauenbewegung“ aufmerksam.

Ende November 1915

Serbien * Deutsche, österreichisch-ungarische und bulgarische Truppen erobern ganz Serbien.

16. November 1915

USA * Die „Coca-Cola-Flasche“ wird patentiert. 

Dezember 1915

Folkstone * „Mata Hari“ wird erstmals von den Briten festgehalten, als sie sich in Folkestone in Südengland nach Frankreich einschiffen will.

Bei den britischen Beamten hinterlässt sie einen „ungünstigen Eindruck“. Man traut dieser „schönen, verwegenen und modisch gekleideten“ Frau prinzipiell alles zu, weshalb sie der „Geheimdienst“ im Auge behält. 

Dezember 1915

München-Kreuzviertel * Michael von Faulhaber schreibt ein Büchlein mit dem Titel „Der Krieg im Lichte des Evangeliums“. Darin vertritt er Thesen wie:

  • „Der Krieg ist nicht das allergrößte Übel“ oder
  • „Eisenpillen bringen Blutvermehrung“ oder
  • „Das Thomaswort: ‚Lasst uns gehen und mit ihm sterben‘ bleibt der schönste Fahneneid“.
4. Dezember 1915

München-Ludwigsvorstadt * Uraufführung des Valentin-Karlstadt-Bühnenstücks „Schau- & Sturzflüge im Zuschauerraum“ im „Kabarett Wien-München“ im „Hotel Wagner“ in der Sonnenstraße 23.

Das Stück wird 98 mal aufgeführt.

Um den 5. Dezember 1915

München-Ludwigsvorstadt * Erste Projektionen von Karl Valentins „Komischen Lichtbildern“ im „Frankfurter Hof“, Schillerstraße 49.

21. Dezember 1915

Berlin * 18 „SPD-Reichstagsabgeordnete“ votieren im „Reichstag“ - gemeinsam mit Karl Liebknecht und Otto Rühle - gegen weitere „Kriegskredite“ und handeln damit erstmals gegen die restliche „SPD-Fraktion“

21. Dezember 1915

Berlin * 19 SPD-Abgeordnete, darunter Karl Liebknecht und der „SPD-Vorsitzende“ Hugo Haase, stimmen im „Reichstag“ gegen die „Kriegskredite“.  

Weitere 22 „Kriegsgegner“ verlassen vor der Abstimmung den Sitzungssaal. 

Um den 24. Dezember 1915

München-Au - München-Giesing * In der Au und in Giesing tauchen anonyme Flugblätter mit folgendem Inhalt auf:

  • „Von Frauen an Frauen!
    Wir wollen nicht länger zusehen, wie man unsere Männer und Söhne hinschlachtet.
    Wir wollen Frieden! Frieden für alle!“
30. Dezember 1915

Kreta * Vor Kreta torpediert ein deutsches U-Boot das britische Passagierschiff „Persia“.  

Dabei sterben 343 Menschen. 


Verwendet in Führung:





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