29. April 1315

Die vier baierischen Herzöge treffen sich in München

München * Die vier baierischen Herzöge [König Ludwig IV. der Baier und die Herzöge Rudolf, Heinrich und Otto] treffen sich in München zu einer Unterredung. 


Sortierung 1315

Personen

Ludwig IV. der Baier König Rudolph I. Herzog Otto Herzog

Weitere Ereignisse im Jahr 1315

1315

München * Die herzoglichen Brüder Rudolph und Ludwig der Baier vereinbaren ihre Zusammenarbeit. Rudolph kennt Ludwig als Römischen König an.

1315

München-Graggenau - Mümchen-Angerviertel * Die „Freiung“ des Münchner Marktplatzes wird von König Ludwig „dem Baiern“ verbrieft. 

Damit kann nicht nur die zunehmende Verengung des Areals gestoppt werden.
Die „Freiung“ stellt vielmehr die Übertragung des Nutzeigentums der Immobilie Marktplatz auf die Kommune dar.

18. Februar 1315

München * König Ludwig IV. der Baier gewährt „den Münchner Bürgern, ihrem Gut und ihren Boten“ Schutz und Geleit im ganzen Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation und natürlich in den baierischen Herzogtümern. 

18. April 1315

München * König Ludwig IV. der Baier ist - nach seiner Krönung - erstmals wieder in München. 

21. April 1315

München-Angerviertel * König Ludwig IV. der Baier befreit das Angerkloster von allen Steuern. 

4. Mai 1315

München * Die Freiung des Münchner Marktplatzes wird von König Ludwig IV. dem Baiern verbrieft. Der Gunstbrie“ bezieht sich nur auf den Marktplatz. Eine generelle Regelung für alle Bausachen erhält die Stadt erst am 8. Mai 1342. Die Freiung bedeutet,  

  • dass die Stadt das alleinige Recht in Bauangelegenheiten auf diesem Platz hat, und  
  • dass die Kommune das Nutzeigentum der Immobilie Marktplatz besitzt. Damit kann die zunehmende Verengung des Areals gestoppt werden.  

Die ersten Betroffenen sind die Metzger, die ihre Fleischbänke vor das Talburgtor [= Alter Rathausturm] verlegen müssen. Dabei spielten hauptsächlich die unhaltbaren hygienischen Zustände eine Rolle. 

6. Mai 1315

München * König Ludwig der Baier äußert sich zum Burgfrieden wie folgt: „in der stat und uberal in den gerichtt, daz zu derselben stat gehört“.

6. Mai 1315

München * König Ludwig IV. der Baier schließt mit seinem Bruder Herzog Rudolph I. einen Sühnevertrag, in dem sie  

  • ihre Zusammenarbeit vereinbaren und  
  • Herzog Rudolph I. seinen Bruder Ludwig IV. als Römischen König anerkennt. 
6. Mai 1315

München * König Ludwig IV. der Baier erteilt allen Kaufleuten „sicheres Geleit“ im Münchner Stadtgebiet. 

Um den 15. Mai 1315

??? * Herzog Ludwig V., später genannt der Brandenburger, wird als Sohn König Ludwigs IV. der Baier an einem nicht bekannten Ort geboren. 

16. Juli 1315

München * König Ludwig IV. der Baier erteilt der Stadt München das Recht, „schädliche Leute“ im ganzen Herzogtum Baiern zu fangen und vor dem Stadtgericht zu verurteilen, nicht jedoch hinzurichten

21. Juli 1315

München * König Ludwig IV. der Baier erlässt das erste Münchner Judenrecht. Es entspricht dem Augsburger Judenrecht und hebt gleichzeitig alle entgegenstehenden Vorschriften auf. 

22. Dezember 1315

Freising * Im Auftrag des Freisinger Bischofs Konrad III. „dem Sendlinger“ wird eine „Diözesan-Beschreibung“ gefertigt, die sogenannte „Konradinische Matrikel“.  

Sie beinhaltet sämtliche fürstbischöfliche Besitzungen und zählt gleichzeitig alle Einnahmen auf.  
Daneben enthält sie eine präzise „Diözesanbeschreibung“, die alle Kirchen, Kapellen, Klöster und Friedhöfe aufführt.  

Nach der „Konradinischen Matrikel“ ist das „Bistum Freising“ in 18 „Dekanate“ eingeteilt, die insgesamt 233 Pfarreien, 564 Filialkirchen und 22 weitere Kapellen umfassen.  

Das rechte Isarufer gehört bis hinunter zur „Menterschwaige“ zur „Pfarrei Bogenhausen“, die wiederum dem „Dekanat Ismaning“ unterstellt ist.  

Die „Pfarrei Bogenhausen“ umfasst die „Filialkirchen mit Begräbnisstätten“ in Haidhausen, die Leprosenkirche am Gasteig, sowie die in Giesing, Trudering, Riem, Gronsdorf, Haar und Harthausen, einer im Dreißigjährigen Krieg untergegangenen Siedlung bei der heutigen „Menterschwaige“.

Aus der „Konradinischen Matrikel“ geht auch hervor, dass die zum „Dekanat Ismaning“ gehörende „Pfarrkirche in Baumkirchen“ eine „Filialkirche in Pachem“ besitzt.  

In dieser „Matrikel“ findet sich erstmals eine farbige Abbildung des Hochstiftswappen, das den „Freisinger Mohr“ enthält. 


Verwendet in Führung:





Personen: Ludwig IV. der Baier König, Rudolph I. Herzog, Heinrich Herzog, Otto Herzog