Nach dem 11. Mai 1516

Eine Prostituierte aus dem „Frauenhaus“ [= „Stadtbordell“] stirbt

München-Angerviertel * Eine Prostituierte aus dem „Frauenhaus“ [= „Stadtbordell“] stirbt.  

Sie wird aus der Stadt gebracht und vom „Züchtiger“ auf freiem Feld begraben. 


Sortierung 1516

Suchbegriffe

Prostitution, Bordell, Frauenhaus, Stadtbordell, Züchtiger,

Weitere Ereignisse im Jahr 1516

24. April 1516

Ingolstadt * Die Herzöge Wilhelm IV. und Ludwig X. verkünden auf dem „Landtag“ in Ingolstadt eine „Landes- und Polizeiordnung“.  

Die „Landesfreiheitserklärung“ bestimmt bis zur Aufhebung der „Landständischen Korporation“ im Jahr 1808 das Verhältnis zwischen der „Landschaft“ und dem „Landesherrn“. 

Das "Buch der gemeinen Landpot, Landesordnung, Satzung und Gebräuch des Fürstentums Ober- und Niederbaiern" enthält auch die Vorgabe „Wie das Bier im Sommer und Winter auf dem Land ausgeschenkt und gebraut werden soll“.

Dieser Passus wird im 20. Jahrhundert als „Bayerisches Reinheitsgebot“ bezeichnet werden. 

Er hat folgenden - ins Neuhochdeutsche übersetzten - Wortlaut:
„Wir verordnen, setzen und wollen mit dem Rat unserer Landschaft, dass forthin überall im Fürstentum Bayern sowohl auf dem Lande wie auch in unseren Städten und Märkten, die kein besondere Ordnung dafür haben, von Michaeli bis Georgi ein Maß oder ein Kopf Bier für nicht mehr als einen Pfennig Münchener Währung und von Georgi bis Michaeli die Maß für nicht mehr als zwei Pfennig derselben Währung, der Kopf für nicht mehr als drei Heller bei Androhung unten angeführter Strafe gegeben und ausgeschenkt werden soll.
Wo aber einer nicht Märzen-, sondern anderes Bier brauen oder sonstwie haben würde, soll er es keineswegs höher als um einen Pfennig die Maß ausschenken und verkaufen.

Ganz besonders wollen wir, daß forthin allenthalben in unseren Städten, Märkten und auf dem Lande zu keinem Bier mehr Stücke als allein Gersten, Hopfen und Wasser verwendet und gebraucht werden sollen.
Wer diese unsere Anordnung wissentlich übertritt und nicht einhält, dem soll von seiner Gerichtsobrigkeit zur Strafe dieses Faß Bier, so oft es vorkommt, unnachsichtlich weggenommen werden.

Wo jedoch ein Gauwirt von einem Bierbräu in unseren Städten, Märkten oder auf dem Lande einen, zwei oder drei Eimer Bier kauft und wieder ausschenkt an das gemeine Bauernvolk, soll ihm allein und sonst niemandem erlaubt und unverboten sein, die Maß oder den Kopf Bier um einen Heller teurer als oben vorgeschrieben ist, zu geben und auszuschenken“.


Verwendet in Führung:

39. Angerviertel




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