12. Oktober 1842

In der „Allerheiligen-Hofkirche“ heiraten Max II. und Marie Friederike

Graggenau * In der „Allerheiligen-Hofkirche“ findet die Hochzeit des Kronprinzen Max II. und Prinzessin Marie Friederike nach katholischem Ritus statt.

Die Trauung ist auf den Hochzeitstag König Ludwigs I. gelegt worden.
Der Tag war zugleich der Namenstag von König Max I. Joseph.


1842

Suchbegriffe

Allerheiligen-Hofkirche, Hochzeit Max II. und Marie Friederike,

Personen

Marie Friederike Königin Max II. König Ludwig I. König Max I. Joseph König

Weitere Ereignisse im Jahr 1842

1842

Maxvorstadt * Joseph Anton Ritter und Edler von Maffei steht der neu gegründeten „Handelskammer für Oberbayern“ vor.

1842

Graggenau - Au * Die Familie Deiglmayr kauft die „Franziskaner-Brauerei“ in der Residenzstraße und verlegt den Braubetrieb auf den „Gaisberg“, der zu dieser Zeit noch zur Au gehört.

1842

Graggenau - Haidhausen * Die beiden Braustätten des „Zengerbräu“ in der Burgstraße werden durch ein Feuer zerstört.

Die Brauerei wird teilweise an die Kellerstraße verlegt.

1842

Kreuzviertel * Die Brauerei „Zum Oberpollinger“ in der Neuhauser Straße wird eingestellt, die Wirtschaft zum Gasthof umgewandelt. 

1842

München - Prag * Friedrich Bürklein erhält einen Ruf an die „Bauschule“ in Prag, den er jedoch ablehnt.

1842

Au * Die „Zacherl-Brauerei“ in der Vorstadt Au betreibt mit Anlagen der Firma Engelhardt aus Fürth Münchens erste „Dampfbrauerei“.

Das Maischen wird statt mit Menschenkraft durch Dampfkraft erledigt. Ach die Darre und der Braukessel werden mit Dampf erhitzt.

1842

Maxvorstadt * Die „Staatsbibliothek“ in der Ludwigstraße ist endgültig fertiggestellt. 

1842

Graggenau * Mindestens acht vergoldete Gipsmodelle aus Ludwig von Schwanthalers Zyklus der Wittelsbacher Ahnen kommen im „Festsaal des Alten Rathauses“ zur Aufstellung. 

Ab 1842

Dresden * Zwischen 1842 und 1845 bringt Richard Wagner in Dresden seine drei Opern „Rienzi, der Letzte der Tribünen“, „Der fliegende Holländer“ und „Thannhäuser“ zur Uraufführung.

1842

München * In München produzieren nur noch 38 Brauereien den beliebten Gerstensaft. 

14. Februar 1842

Kreuzviertel * Das Herz der ersten bayerischen Königin Caroline wird in einer goldenen Urne in der „Theatinerkirche“ beigesetzt. 

Üblicherweise werden die Herzen der Wittelsbacher in der Altöttinger „Gnadenkapelle“ untergebracht. 
Nicht aber die Herzen der evangelischen Familienmitglieder.

Bei diesem feierlichen Trauerakt sind die katholischen Geistlichen in liturgische Kleider gehüllt.
Den evangelischen Geistlichen wird aber erneut der Zutritt in die Kirche verweigert.
Dies geschieht allerdings mit dem ausdrücklichen Einverständnis von König Ludwig I..

6. Juli 1842

München * König Ludwig I. ernennt seinen ältesten Sohn, Kronprinz Max II., zum „Vorstand des General-Comités des Landwirtschaftlichen Vereins in Bayern“.

August 1842

München * In einem Expertengutachten kommt die für den Ankauf der Lokomotiven zuständige „Eisenbahnkommission“ zu folgendem Ergebnis:

„Es hat daher die Lokomotive Münchner [...] keinen Wert mehr, und ist, selbst geschenkt, zu theuer“.

5. Oktober 1842

Berlin * Prinzessin Marie Friederike von Preußen wird in Abwesenheit ihres Bräutigams [„per procuram“] nach den Vorschriften der evangelischen Kirche getraut.  

Prinz Wilhelm, der spätere König Wilhelm I. von Preußen und Deutsche Kaiser vertritt den Bräutigam Kronprinz Max II. von Bayern. 

7. Oktober 1842

Berlin - Bayreuth * Die preußische Prinzessin Marie Friederike wird mit der Eisenbahn von Berlin ins bayerische Bayreuth gebracht. 

8. Oktober 1842

Bayreuth * In Bayreuth wird die preußische Prinzessin Marie Friederike in einem protestantischen Gottesdienst feierlich an Bayern und ihren Bräutigam übergeben.

Dieser ist allerdings nicht selbst anwesend, sondern wird von „Finanzminister“ Carl Graf von Seinsheim vertreten.

10. Oktober 1842

Bayreuth - Landshut * Mit der Kutsche reist Prinzessin Marie Friederike nach Landshut.

Dort trifft sie auf ihren Bräutigam Kronprinz Max II., der aber noch am selben Tag zurück nach München aufbricht. 

11. Oktober 1842

München * Kronprinzessin Marie Friederike trifft in der bayerischen Haupt- und Residenzstadt ein.

16. Oktober 1842

München - Theresienwiese * 35 Brautpaare, die aus den acht Regierungsbezirken des Königreichs Bayern stammen, werden in der katholischen „Michaelskirche“ beziehungsweise der evangelischen „Matthäus-Kirche“ verheiratet.

Nach einem gemeinsamen Mittagsmahl bewegt sich ein „Festzug“ auf die „Theresienwiese“, in die die 24 katholischen und elf protestantischen Brautpaaren in bayerischer Tracht einbezogen werden.

Das Kronprinzenpaar eröffnet das „Oktoberfest“.
Danach wohnen die Brautpaare gemeinsam mit der Herrscherfamilie dem „Hauptpferderennen“ und der „Preisverleihung des Landwirtschaftsfestes“ bei. 

17. Oktober 1842

Donaustauf * Bei Donaustauf wird die „Walhalla“ eingeweiht.

18. Oktober 1842

Kelheim * Der Grundstein für die „Befreiungshalle“ bei Kelheim wird gelegt.

25. Oktober 1842

Untergiesing * Die Besitzer der Häuser in der „Birkenau“ sind zum Unterhalt der Straßen verpflichtet.

In einem Brief beschweren sich die Siedler, dass der „ehemalige Geh- und Fahrweg von Birkenau bis zur Loh“ schon „seit 1½ Jahren verwahrlost liegt, daß er bei Regen und Schnee nur einem Wassergraben gleicht, des Tags nur mit Vorsicht, des Nachts aber gar nicht zu passiren ist“.

Zudem bitten die „Birkenauer“ die Giesinger, diese „nicht ganz und gar versinken zu lassen, zumal auch kleine Kinder bis zur Schule durch diesen Weg watten müssen“.

Das zuständige „Landgericht Au“ antwortet darauf, dass sie selbst für den fahrbaren Zustand ihrer Straßen zu sorgen hätten.

14. November 1842

Kreuzviertel * Die nächste „Stände-Versammlung“ dauerte vom 14. November 1842 bis zum 30. August 1843.  

Sie ist zu Beginn überschattet vom „Ausschluss“ mehrerer „Abgeordneter“, hauptsächlich aus der Pfalz.  

Den Schwerpunkt der Verhandlungen bildete wiederholt die Frage der „Erübrigungen“, deren Summe seit dem Jahr 1837 auf fast 30 Millionen Gulden angewachsen waren, und die der König ohne Beteiligung der „Volksvertretung“ für sich beanspruchen wollte.  

Eingespart wurden diese Gelder zum größten Teil bei Infrastrukturmaßnahmen.  
Dabei war der Zustand der Straßen so katastrophal, dass man amüsiert feststellte, man könne bald nicht mehr zu den „Prachtbauten“ Ludwigs gelangen.
Doch der öffentliche Straßenbau interessierte den König nicht, da ihm sonst nicht genügend Geld für „seine Sachen“ blieb.  

Zudem wurde bei der Verwaltung und den Bildungseinrichtungen gespart.
Der Bildungsetat blieb dreißig Jahre lang gleich und betrug für ganz Bayern nur ein Viertel der „Zivilliste“ für das Königshaus.  

Das Ergebnis der „Stände-Versammlung“ ist das sogenannte „Verfassungsverständnis“, in dem der König seinen Anspruch auf die alleinige Verfügungsmacht über die „Erübrigungen“ aufgeben muss.  
Das „Parlament“ erhält bei der Verwendung der Gelder ein „Mitspracherecht“ und geht aus dieser Auseinandersetzung gestärkt hervor. 


Verwendet in Führung:

34. Bierzelt-Rallye auf dem Oktoberfest



Allerheiligen-Hofkirche, Hochzeit Max II. und Marie Friederike
Marie Friederike Königin, Max II. König, Ludwig I. König, Max I. Joseph König