12. Oktober 1819

Das erste von der Stadt selbst organisierte „Oktoberfest“ endet

München-Theresienwiese * Das erste von der Stadt München selbst organisierte und finanzierte „Oktoberfest“ endet am Namenstag von König Max I. Joseph.

Die Stadt gibt für das „Oktoberfest“ 1.165 Gulden aus.
Diesen stehen lediglich 346 Gulden Einnahmen gegenüber.


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Oktoberfest, Organisation, Finanzierung,

Weitere Ereignisse im Jahr 1819

1819

Haidhausen * Nachdem das „Nicolai-Spital“ in Schwabing aufgelöst worden war, kommen die „Unheilbaren“ zum Gasteig.

Ab dem Zeitpunkt erhält das ehemalige „Leprosenhaus am Gasteig“ den Namen „Spital der Unheilbaren“.

1819

München * Leonhard von Eichthal hat Größeres vor.

Deshalb konvertiert er zum katholischen Glauben, da nun seine sieben Kinder in den bayerischen Adel einheiraten können.

  • Er nutzt diese politischen Verbindungen, um sein Geld in den „Aufbau des bayerischen Eisenbahnnetzes“ zu investieren.
  • Gleichzeitig bringt er große Grundstücke in seine Hand, die als potenzieller Baugrund gelten.
1819

München * Joseph Baader, ein aus München stammender Ingenieur, regt den Bau einer „eisernen Comerzstraße“ zwischen Nürnberg und Fürth an.

Kronprinz Ludwig I. sieht jedoch noch in dem wirtschaftlichen Nutzen des Projekts Probleme. 

1819

Vorstadt Au - München * Die Handwerker und die häufig arbeitslosen Tagelöhner der Au drängen auf die Eingemeindung.

In einem Gutachten des „Münchner Magistrats“ heißt es dazu:

„Der Gewerbemann der Vorstadt Au hat seine Kundschaft und seinen Markt nicht auf seinem Wohnplatz, sondern in München. Was sollen Schuhmacher und Schneider in einer Gemeinde mit 7.000 Köpfen, von denen zwei Drittel im Sommer mit bloßen Füßen gehen und sich in Lumpen kleiden“.

1819

München-Lehel * Der „Holzmarkt“ wird am „Isartor“ eingerichtet.

1819

München * In München produzieren 62 Brauereien den beliebten Gerstensaft. 

1. Februar 1819

München-Kreuzviertel * Die „Ständeversammlung“ tagt vom 1. Februar bis 25. Juli 1819. 

4. Februar 1819

München-Kreuzviertel * Die erste „Baierische Ständeversammlung“ wird von einem gut gelaunten König Max I. Joseph im „Ständehaus“ an der heutigen Prannerstraße feierlich eröffnet. 

5. Februar 1819

München-Lehel * Da dem „Fuhrwesen-Bataillon“ die „Lehel-Kaserne“ immer noch zu klein ist, schlägt das „Oberadministrativkollegium“ der Armee vor, den „Mittelbau“ um eine Etage aufzustocken, um so sechs zusätzliche Zimmer für 102 Unteroffiziere und Mannschaften zu gewinnen.  

Der Plan wird an diesem Tag genehmigt und das Vorhaben bis zum Sommer ausgeführt.

25. Juli 1819

München-Kreuzviertel * Die erste Sitzungsperiode des Baierischen Landtags wird nach weniger als einem halben Jahr beendet. 

31. August 1819

Karlsbad * Der österreichische „Staatskanzler“ Clemens Menzel Fürst von Metternich will in den „Karlsbader Verhandlungen“ vom 6. bis 31. August 1819 nicht nur

  • die Souveränität des „Königreichs Baiern“, sondern auch
  • die liberalen Errungenschaften der „Baierischen Verfassung“ ernsthaft bedrohen.  

Es ist hauptsächlich „Kronprinz“ Ludwig, der mit vehementem Einsatz die Errungenschaften verteidigen und bewahren kann - auch gegenüber seinem Vater. 

25. September 1819

München-Theresienwiese * Nachdem die Stadt München ein Jahr zuvor durch das Gemeinde-Edikt und die Verfassung des Königreichs Baiern erste kommunale Selbstverwaltungsrechte zurückerhalten und sich neu konstituiert hat, übernimmt der Magistrat der Stadt die alleinige organisatorische und finanzielle Verantwortung für den Unterhaltungsteil des Oktoberfestes, worunter das Pferderennen und das Vogelschießen gemeint ist. Für diesen Teil wird künftig der Name Oktoberfest gebraucht.

Die Ausrichtung des landwirtschaftlichen Teils (Vieh-Prämierung, Ausstellung und Viehmarkt) bleibt in der Verantwortung des Landwirtschaftlichen Vereins. Dieser Teil wird künftig als Landwirtschaftliches Centralfest bezeichnet werden.

Bis heute ist die Landeshauptstadt München der alleinige Veranstalter der Wiesn.

Oktober 1819

München-Theresienwiese * Die Stadtverwaltung kauft die Grundstücke der „Theresienwiese“ auf, um den Betrieb des „Oktoberfestes“ sicher zu stellen.

Die Aufkäufe ziehen sich bis zur Mitte der 1880er Jahre hin. 

3. Oktober 1819

München-Theresienwiese * Nachdem mit dem „Gemeindeedikt“ vom 17. Mai 1818 die „Selbstverwaltung der Städte und Gemeinden“ wieder hergestellt worden war, übernimmt die Stadt München die Organisation und Finanzierung des „Oktoberfestes“.  

Der Beginn des „Oktoberfestes“ wird auf den ersten Oktober-Sonntag vorverlegt.
Für das Ende wird der 12. Oktober, der Namenstag des Königs, festgelegt.

Eine städtische Tribüne wird direkt gegenüber dem „Königszelt“ aufgebaut, um - sozusagen auf gleicher Augenhöhe mit dem Herrscherhaus - das Festgeschehen beobachten zu können. 

21. Oktober 1819

München-Au * Baron Aron Elias von Eichthal konvertiert - wie zuvor schon seine Söhne Simon, Bernhard und Arnold - zum Katholizismus.

Er lässt sich in der Auer „Carl-Borromäus-Kirche“ [?] taufen und nimmt zusätzlich den Namen Leonhard an. 
Seine Ehefrau Hindele/Henriette, eine geborene Levi, lässt sich hingegen nicht taufen. 

Ihre gemeinsamen Kinder können nun auch in den bayerischen Adel einheiraten. 

19. Dezember 1819

München * 8.255 Schäffel (1 Scheffel = circa 222 Liter) Getreide kommen auf die Münchner „Schranne“

Rechnet man auf einen Wagen acht Scheffel, dann waren an diesem Tag 1.034 Bauernwagen mit 2.068 Pferden in der Stadt.


Verwendet in Führung:

34. Bierzelt-Rallye auf dem Oktoberfest




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